VEE @banksilla
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The funniest thing about haters is that they’re still technically fans. Just very committed ones.
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I’ve been described as a ‘heartless villain’ and a 'little shit’, but I prefer… 'has alternative ways of having fun’
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<critical error: sensory overload> || {rae & cas}
in ARCHIVE 15.03.2026 21:24von Caspian Mercer (gelöscht)
Das Adrenalin, das Gefühl von Freiheit - beides rauschte durch Caspians Adern wie sie beide auf ihren Bikes durch die Straßen von Seattle. Er liebte dieses Gefühl. Eine der wenigen Situationen, in welcher Cas zuließ, dass Aufregung in seinem Leben herrschte. Sein Blick huschte auf den Rückspiegel, um nachzusehen, ob seine Tour Partnerin noch hinter ihm war - ja. Cas war dankbar, dass Rae ebenso leidenschaftlich Motorrad fuhr wie er. Lange Zeit war er allein über die Straßen geheizt, doch sich den Spaß mit jemandem zu teilen, machte es irgendwie noch besser.
Dann platschte ein Tropfen auf das Visier seines Helms und für den Bruchteil einer Sekunde verkrampfte sich sein Griff um den Lenker. Warten... warten... gut, war vielleicht nur ein einzelner. Doch in der Sekunde, in welcher Cas seinen Griff wieder lockern wollte - ein weiterer Tropfen. Der 30 Jährige hoffte inständig, dass es nur bei ein paar vereinzelten Tropfen blieb, denn er fuhr nicht bei Regen mit dem Bike. Nicht nur, dass der Boden nass und rutschig wäre, was allein schon Grund genug sein sollte. Platsch. Platsch. Immer mehr kleine Tropfen sammelten sich auf dem verdunkelten Glas und Caspian konnte förmlich spühren, wie sein Herzschlag sich mit jedem einzelnen von ihnen beschleunigte. Und hier war es definitiv nicht das gute Adrenalin, welches durch seine Vehnen schoss. Er legte den Kopf leicht in den Nacken, riskierte einen Blick in den Himmel und ein leses, fast schon verzweifelt klingendes "...fuck..." rauschte durch das Intercom zu Rae durch. Der Blick in den Himmel verriet ihm: Das würde nicht einfach ein kleiner Schauer sein. Als es dann plötzlich gewitterte, zuckte Cas´ ganzer Körper auf dem Bike sichtlich zusammen. Der Donner rauschte in seinen Ohren und seine Hoffnung auf den kleinen Schauer zerplatzte wie eine Seifenblase.
Immer mehr Regentropfen sammelten sich auf seinem Visier und Cas merkte, wie er in einen Tunnelblick verfiel. Die Straße vor ihm schien zu verschwimmen, er sah nur dabei zu, wie das Wasser an seinem Visier herunter perlte. Er musste anhalten. So konnte er nicht weiter fahren, das war ihm bewusst. Sein Körper verkrampfte und der nächste Donner rollte durch ihn hindurch, es fühlte sich an als würde das Geräusch seinen gesamten Körper erschüttern. Das Geräuch des Regens, welcher auf seinen Helm fiel, wurde lauter. Bis es sich für ihn anhörte, als würden Trommeln direkt neben seinen Ohren geschlagen. Die Straße unter seinen Reifen wurde rutschig...er fürchtete den Boden unter sich zuverlieren - als würde sich die Welt um ihn drehen wie eine Spirale. Von einer auf die andere Sekunde hielt Caspian es nicht auch nur einen Augenblick länger aus. Gerade als sie unter einer der Brücken Seattles hindurch fuhren, legte er ohne Vorwarnung eine Notbremsung hin.
Er stellte die Füße links und rechts von seinem Bike ab in der Hoffnung, es würde ihm eine gewisse Stabilität geben... doch das half nicht. Sein gesamter Körper war angespannt, wie ein Drahtseil, welches auf zu viel Zug gebracht worden war und wenn man genau hinsah, konnte man beobachten wie er zitterte. Er stand da, wortlos, regungslos einen Moment lang in der Hoffnung, er könnte sich einfach wieder erden, doch es brachte nichts. Die Luft unter seinem Helm wurde stickig und er bekam das Gefühl, ihm würde der Sauerstoff ausgehen. Rational wusste er natürlich, dass dem nicht so war. Doch in diesem Moment ging es nicht um rational. Cas hatte einen Shutdown. Und er hasste es. Insgeheim hoffte er, Rae würde einfach allein weiter fahren, dann würde sie ihn nicht in diesem Zustand sehen und er müsste nichts erklären.
Ruckartig stieg er von seinem Bike, seine sonst so geschmeidigen Bewegungen wirkten eher.... mechanisch und abgehackt als er mit letzter Kraft sein Motorrad von der Straße schob und den Ständer ausklappte. Im nächsten Moment riss er sich den Helm vom Kopf, zog die Handschuhe aus und ließ sich mit dem Rücken an der Mauer hinabrutschen, bis er in der Hocke saß. Helm und Handschuhe lagen neben seinen Füßen auf dem Boden während er sein Gesicht in seinen Händen vergrub und in gleichmäßigem Rythmus mit seinen Fingern auf seiner Stirm trommelte.
RE: <critical error: sensory overload> || {rae & cas}
in ARCHIVE 16.03.2026 11:04von Rae Therunn Romarec (gelöscht)
Schon wenige Momente nachdem sie ihren offiziellen Dienst beendet hatte packte sie ihren Rucksack um damit sie so schnell wie möglich weg von dem Anwesen sowie dieser High Society Umgebung kam. Es war oftmals anstrengend für sie in dieser glänzend hellen Welt zu leben. Zwar war ihr Boss eher in einer moralischen Grauzone aber dessen kleine Schwestern auf die sie primär am Tag aufpasste, waren nicht in diese Machenschaften miteingebunden. Weshalb Rae sich in Gegenwart derer eher zurückhielt und sogar ein eher legeres Make-Up auflegte um diese nicht zu stark zu verschrecken. Aber meistens wenn es ihr nicht ganz so gut gelang, erklärte sie ihnen, dass es ähnlich wie mit einem großen Hund war. Das Aussehen zielte eher auf Abschreckung ab aber nicht ihr wahres Inneres wiederspiegelte. Wobei zumindest Letzteres eine Notlüge darstellte. Wie sollte sie auch diesen Mädchen erklären, dass ihre Seele in ähnlichen Schattierungen glänzte wie ihr Äußeres? Sie würden nicht verstehen welche Abgründe in dieser Welt sich manifestiert hatten und dies sollten sie auch nicht. Dafür sorgte sie. Damit sie in dieser friedlichen Blase weiter wachsen konnten. Es war somit ein grausames Schicksal, dass sie die Aufgabe übernahm die sie selbst nie erlebt hatte. Rae seufzte leise bei dem Gedanken und stieg auf ihr Motorrad. Eine tiefschwarze Kawasaki Ninja, die wenn sie schnell genug fuhr, beinahe mit der nächtlichen Straße verschmolz und somit sie zu einem Schatten werden ließ. Ein Schatten in der größten Stadt Washingtons. Den Helm mitsamt Visier, welcher von ihrem neuesten Tourenbegleiter mit einem Intercom modifiziert worden war, saß perfekt und so ausgestattet machte sie sich auf den Weg zu dem angegebenen Treffpunkt. An diesem angekommen, blickte sie sich erst einmal um und schon ertönte eine kleine Stimme in ihrem Helmmodul. -Hey Rae, bereit? - sie nickte ihm daraufhin zu und die Fahrt konnte beginnen. Sie beschleunigten relativ rasch und begaben sich fernab der Häusergegenden eher in ein urbanes Gebiet zwischen Hochhäusern und Industriegebäuden. "Danke nochmal für das Intercom" teilte sie ihm mit während die Beiden nur wenige Meter voneinander entfernt die längeren Straßen entlang fuhren und dabei ihre Maschinen bis an die Grenze der möglichen Geschwindigkeit trieben. °Irgendwie schade, dass man für diese Art Adrenalinrausch einen Helm benötigt° dachte sie bei sich und stellte sich vor, wie es wäre wenn sie völlig ohne Schutzbekleidung einfach die Drehzahl bis zum Anschlag trieb und den Wind wie einen tosenden Sturm auf ihrer Haut fühlen konnte. Sie nahm es sich insgeheim vor wenn sie einmal genug von ihrem Leben hatte auf eben jene Art vielleicht in die wahre Unterwelt einzutreten, aus der es kein Entkommen mehr geben würde. "Nehmen wir den Tunnel zur Interstate 48!" schlug sie vor und bemerkte selbst einige Tropfen auf ihrem Visier. Doch im Tunnel würde es wenigstens trocken bleiben und die Geschwindigkeit musste nicht unbedingt gedrosselt werden. "Was sagst du?" fragte sie und sah nach vorne, wo Caspian schon die erste Schlangenlinie gefahren war. °Nanu? Normalerweise fährt er doch so souverän° kam es ihr in den Sinn und begann ihn besser zu beobachten. Einige Minuten vergingen bis der fast Gleichaltrige seine Maschine fast ganz zum Stoppen brachte und stehen blieb. Die schwarzhaarige, knapp ein Meter fünfundachtzig Große tat es ihm gleich und ihre Iriden intensivierten ihren Fokus auf ihn. Als er an der Mauer der Unterführung sich anlehnte und an dieser herabglitt, bekam sie einen Verdacht. Schnell versorgte sie ihre Ninja und begab sich zu ihm, kniete sich auf den kalten Asphalt, welcher einige Steine durch ihre Lederhose drückte. Doch all das bemerkte sie nicht, dafür konnte sie zu gut von Schmerz und Kälte dissoziiieren. "Was ist los Cas?" kam es von ihr. Beinahe mit einem besorgten Unterton in der Aussprache. "Brauchst du Wasser?" dabei donnerte es vor der Öffnung des Tunnels und einige Blitze tauchten das Firmament in ein helles Licht. Sie nahm ihren Helm ab und platzierte ihn auf dem Boden um ihn besser betrachten zu können. Obgleich sie dutzende Angreifer in ihrem Leben abgewehrt hatte so fühlte sie sich zum ersten Mal hilflos. Denn es schien als hätte ihn eine Panikattacke fest im Griff. Zwar hatte sie selbst schon einige dieser Art gehabt aber ihr Outlet war die Gewalt oder eiskaltes Wasser. Wenn sie vermutete die Kontrolle zu verlieren stellte sie sich in die Dusche oder ging an den Schießstand. "Möchtest du mit jemand Bestimmten reden?" sie hatten den Kontakt noch nicht so intensiviert, dass sie eine Ahnung davon hätte ob er ein/eine Therapie machte oder sonstige Ansprechpartner für solche Situationen hatte. Doch dann beschloss sie dieses ganze Gerede mal so sein zu lassen und ihren Instinkten die Oberhand zu geben. Sie zog ihre Jacke aus und legte sie über seine Schultern, wobei die Schwere des ledernen Stoffes vielleicht für temporäre Sicherheit sorgte. Dann sah sie ihn von der Seite an und fragte etwas, was sie noch nie getan hatte. "Soll ich einen Arm um dich legen?" wer sie kannte wusste, dass dies eine Tat war die sie viel mentale Energie kostete.
RE: <critical error: sensory overload> || {rae & cas}
in ARCHIVE 16.03.2026 18:21von Caspian Mercer (gelöscht)
Cas´ Rücken lehnte an der Wand, während er versuchte den Shutdown zu überwinden. Es war nicht direkt eine Panikattake... sein Körper war schlicht überfordert mit den Reizen - dem lauten Donner, den hellen Blitzen, dem prasselnden Regen, der zeitgleich seine Sicht beeinträchtigt hatte, dem nassen Boden unter seinem Bike, auf welchem er sich konzentrieren musste, um nicht sein Leben zu riskieren. Es war zu viel gewesen und nun konnte er keinen der Reize mehr vernünftig verarbeiten. Der 6´3 große Mann kauerte wie ein unbeholfenes Kind in der Hocke - ein Anblick, den er grundsätzlich versuchte zu verstecken. Was sollte er sagen? Es war ihm schlicht peinlich. Die Menschen um ihn herum wussten, dass er gewisse Probleme hatte. Dass es ihn wahnsinnig machte, wenn sein Hoodie kratzte oder eine der Nähte falsch lag, dass er es hasste, wenn Menschen in einer Gruppe wild durcheinander quatschten. Doch selten hatte jemand das volle Ausmaß gesehen, welches eine Reizüberflutung bei ihm annehmen konnte.
Er war ein Meister der Konzentration, stundenlang konnte er auf seinen Bildschirm starren und in seiner Arbeit versinken ohne zu merken, wie viel Zeit verging. Doch er war eben ein Meister darin, sich auf eins zu konzentrieren. Cas vermied es, so gut er konnte, von mehreren Reizen gleichzeitig betroffen zu sein. Die einzige Ausnahme? Musik. Musik war sein Anker. Diese Art Shutdown war allerdings auch keine Alltäglichkeit. Dass er das letzte Mal so überfordert mit sich und seiner Umgebung war, ist schon eine ganze Weile her.Eigentlich hatte er mit der Zeit gelernt, welche Dinge er besser vermied, oder wie er in Situationen handeln konnte, um sich besser zu regulieren - das Gewitter hatte ihn unvorbereitet erwischt. Vielleicht lag es aber auch daran, dass seine Gedanken in letzter Zeit nicht so geordnet waren, wie er es gern hätte.
Caspian nahm wahr, wie Rae sich ihm näherte, doch ihre Stimme klang dumpf in seinen Ohren. Als würde sie versuchen, durch einen Bausch Watte zu sprechen. "Rae... zu viel... einfach zu viel...", war alles was er in diesem Moment über die Lippen bekam und das war für seinen Zustand in diesem Augenblick schon viel. Es gab Situationen, in denen bekam er nicht auch nur einen Laut hervor. Einen Moment später konnte er spüren, wie sich etwas um seine Schultern legte. Dass es ihre Lederjacke war, registrierte er zunächst nicht. Allerdings half ihm das Gefühl des Gewichtes auf seinem Körper. Er stellte das rythmische Trommeln ein, schüttelte die Hände kurz aus, ehe er dann mit den kalten Handfälchen über sein Gesicht rieb. Das Gewitter ist nur eine elektrostatische Entladung. Die Angst ist nur eine chemische Reaktion von Cortisol und Adrenalin. Ich bin ein System... Systeme kann man neu starten... ich bin Cas... ich bin 30 Jahre alt... mein Geburtstag ist der 31.10... - Gedanken ordnen, Fakten aufzählen. Er hatte seine Kopfhörer nicht dabei, sonst hätte er sich seine Ohren zugestöpselt und seinen Kopf mit Musik in voller Lautstärke beschallt. Wieso hatte er sie nicht dabei? Eigentlich nahm er sie grundsätzlich überall hin mit. Oft trug er sie auch nur, um den Geräuschpegel zu senken, selbst in Gesprächen.
Als Rae ihn fragte, ob sie einen Arm um ihn legen sollte, drehte er den Kopf leicht zu ihr. Es fühlte sich nicht an, als würde er sie anblicken - eher als würde er durch sie hindurch starren, wie durch eine Glaswand, dann schloss er kurz die Augen und tat einen tiefen Atemzug. Der tätowierte 30 Jährige, der Berg von einem Mann verschränkte die Hände miteinander, als wolle er anfangen zu beten und streckte sie Rae entgegen ".. drücken... bitte..."
Nachdem seine Tour Partnerin seine Hände in die ihren genommen und über einen gewissen Zeitraum Druck auf sie ausgeübt hatte, nahm Caspian erneut einen tiefen Atemzug. Er kehrte langsam in seinen Körper zurück. Er ließ den Kopf nun in den Nacken fallen und biss sich auf die Unterlippe "Danke..."
Einen weiteren Moment später, stand sein Körper zwar noch immer unter Spannung, aber er hatte zum Großteil die Kontrolle über sich selbst wiedererlangt. Er zog langsam seine Hände aus Rae´s Griff und rang mit seinen Worten. "Kurzschluss", murmelte er letztendlich und hielt seinen Zeigefinger an seine Schläfe.
RE: <critical error: sensory overload> || {rae & cas}
in ARCHIVE 17.03.2026 10:14von Rae Therunn Romarec (gelöscht)
Normalerweise war die fast zweiunddreißigjährige Frau souverän und beinahe selbstsicher in jeder Tätigkeit die sie ausübte. Jedoch war dies in eben jenem Moment absolut nicht der Fall. Sie kämpfte innerlich mit ihren Emotionen, welche sie nie öffentlich zur Schau stellte. Die Mauern die sie beinahe tausende Meter hoch in ihrem Inneren aufgebaut hatte waren selbst für sie oftmals zu stabil, sodass es oft wirkte sie wäre eiskalt geworden aber das musste sie schließlich auch. In ihrem Leben wurde sie nie von einer anderen Person beschützt oder gar von ihrem Elternhaus her behütet. Sie alle sahen in ihr diese große, starke Persönlichkeit und sie selbst wusste nicht einmal mehr was sie wirklich war. Weshalb sie in solchen unplanbaren Situationen Probleme hatte. Wären Violet oder Hikaru in Gefahr wusste sie genau was zu tun war, die Gefahr auf egal welche Art zu eliminieren oder auszuschalten. Doch die Gefahr, die Caspian nun heimsuchte war etwas intrinsiches und viel Schwerwiegender als alle externen Angreifer dieser Welt. Sie konnte diese Attacke nicht einfach mit ihren Fäusten oder der vollautomatischen Schusswaffe, die sie immer in ihrem Rucksack mit sich führte, ausschalten. Die Schwarzhaarige atmete tief durch und sah kurz zu den Blitzen welche wie missgebildete Schlangen über den Himmel zuckten. Sie wurde nun mit ihrer eigenen Machtlosigkeit konfrontiert und am Liebsten hätte sie sich jetzt in ein eiskaltes Bad gesetzt um diesen Gedankengang wieder dahin zu stecken wohin er gehörte, in den letzten Bereich ihres Gehirns, hinter meterdicken Mauern verborgen. Denn nur so konnte sie jeden Tag funktionieren, wenn sie das Gefühl der Kontrolle über ihr Leben, das direkte Umfeld sowie ihren Körper hatte. Alles andere verabscheute sie und sah in ihrer eigenen Hilflosigkeit eine Schwäche. Eine Schwäche die sie an sich selbst nicht zuließ. Doch jetzt konnte sie sich nicht einfach wieder auf ihre Kawasaki setzen und davon fahren. Sie war die einzige Person weit und breit die ihrem Freund, dieses Wort fühlte sich noch so fremd für sie an, beizustehen vermochte.
Nachdem sie seine Worte vernahm, ergriff sie seine Hände und belastete diese mit eher mittelstarkem Druck. Sie ließ sich mit ihrem Po auf die Fußsohlen nieder und intensivierte so den Druck der kleinen Kieselsteine auf ihre Knie. Sozusagen war dies eine Erdung für sie, damit sie umso besser sich auf die, des ihr so ähnlich scheinenden Mannes, vor ihr konzentrieren konnte. Leicht begann sie mit ihren Daumen über die schneeweißen Gelenke von Cas zu streichen sowie ab und zu kreisende Bewegungen zu vollziehen. Während sie innerlich betete, dass dieses Unwetter sich langsam aber sicher dahin verzog wo es sein sollte, nämlich gar nicht erst da. Da die Abenddämmerung längst vorbei war, machte es beinahe einen apokalyptischen Eindruck und niemand Anderer kam an dieser Stelle vorbei. Nicht einmal ein Krankenwagen, zu stark war dieser Tunnel in Richtung der ärmeren Gegenden Seattle`s angelegt und man wagte sich nicht unbedingt freiwillig hierher. Als sie frisch verheiratet gewesen war hatte sie ihrem Mann einmal zugehört wie hier sogar Rennen stattfanden, weshalb sie sich diese Strecke gemerkt hatte und seitdem gerne hier ihre Maschinen austestete. Auch patrouillierten keine Polizeiwägen, denn viele Departments wussten von den Tätigkeiten und würden sich ebenso nicht einmischen. Etwas was in Rae zwar Wut hervorrief aber andererseits sie auch erleichterte. Denn je weniger Kontrolle von Außen desto mehr Freiheit für sie und die Machenschaften die sie immer noch insgeheim ausführte. Dass sie jetzt einen Mann wie Caspian als Freund in ihr Leben gelassen hatte war schon ein absolutes Novum, denn er war weitaus rechtschaffender als sie. Irgendwie erinnerte er sie an den Tag und sie war die dazu passende Nacht. Oder auch Sonne und Mond. Es war merkwürdig. "Weißt du ich hätte nie geglaubt, dass das mal geschieht aber ich bin sehr froh, dass ich dir begegnet bin." denn mit seiner Anwesenheit in ihrer Umlaufbahn, womit wieder der Vergleich von Vorhin aufkam, heilte ihre Abneigung zu Männern weiter. Zwar hatte Hikaru den Grundstein dafür gelegt aber Caspian war noch ein wenig mehr Licht, was dem Ganzen einen gewissen Nachdruck verlieh.
"Du brauchst dich nicht bedanken,...es ist das Mindeste was ich tun konnte." erwiderte sie auf seine Aussage hin und als er sie wieder losließ, holte sie aus ihrem Rucksack ein Taschentuch hervor, denn die Stirn des Jüngeren war mit kaltem Schweiß bedeckt. "Darf ich?" fragte sie und wartete einen Moment ab bis sie sich traute ein paar der offensichtlichsten Schweißperlen von der Haut zu streichen. Auch das Gewitter ließ in eben jenem Moment langsam nach und sie atmete bei dieser Erkenntnis erleichtert auf. "Ich hab auch etwas Wasser und nen paar Riegel dabei,...falls du das brauchst um deinen Kreislauf auszugleichen." denn ehrlich gesagt, ging sie selbst nie ohne Essen aus dem Haus. Ihr Kalorienverbrauch war aufgrund der verschiedenen Aufgaben die sie inne hatte zu hoch und oftmals konnte sie nicht einfach wo etwas essen gehen. "Hast du so etwas öfter?" schnitt sie dann das Thema direkt an, denn sie musste wissen womit sie es genau zu tun hatte damit diese Hilflosigkeit in ihr beim nächsten Mal keine Chance hatte sie zu lähmen. Am Liebsten hätte sie direkt gefragt was ihm zugestoßen war, wenn ein Gewitter ihn so aus der Bahn brachte. °VIelleicht Schläge? Laute Geräusche während eines Traumas?° dachte sie sich aber die Bindung der Beiden war noch nicht so weit gefestigt, dass sie sich so auf die mentale Ebene begeben würde. Ihre Begegnungen waren bisher immer eher lockerer Natur gewesen und hatten sich nie zu so tiefen Gesprächen weiterentwickelt. "Ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht was ich sagen soll,..." gestand sie ihm und bot daher ihm nur wortlos ihre Wasserflasche an.
RE: <critical error: sensory overload> || {rae & cas}
in ARCHIVE 20.03.2026 23:41von Caspian Mercer (gelöscht)
Bei Rae´s Bekundung, dass sie froh war, ihm begegnet zu sein, zog er leicht eine Augenbraue nach oben. Zwischenmenschliche Interaktionen waren für Cas schon immer... ein Rätsel gewesen. Komplexe Probleme, die mit Logik zu lösen waren, hatten noch nie ein größeres Problem für ihn dargestellt. Da konnte er nach Mustern vorgehen, ein Auszug Code würde ihn nie ansehen, als hätte er ihm das Herz gebrochen - er warf ihm höchstens eine Fehlermeldung an den Kopf und direkt eine passende Erklärung dazu. Aber Menschen... waren kompliziert. Emotional. Irrational. Verwirrend. Der 30 Jährige hatte gerade einen kompletten Shutdown vorgelegt, war zusammengekauert und hilflos wie ein kleines Kind gewesen und das wegen eines dummen Gewitters - und Rae kam auf die Idee ihm zu sagen, dass sie froh war, ihm begegenet zu sein? Genau in diesem Moment? Er hatte mit allem gerechnet: Unverständnis für diesen Zustand - dass sie einfach weiter fuhr, um sich dieser Situation nicht auszusetzen - sogar, dass sie ihn auslachte. Aber damit hatte er sicher nicht gerechnet. Also blickte er sie einen Moment lang überrascht an, ehe sich ein kleines Grinsen um seine Mundwinkel legte "Das ist der Gedanke, den du in dieser Situation hast?" Ein leises ungläubiges Lachen entkam seiner Kehle, immerhin hatte er die Kontrolle über seine Stimme zurück "Ich bin auch froh, dass ich dir begegnet bin", entgegnete Cas. Und es war die Wahrheit. Sie kannten sich zwar noch nicht sonderlich gut, aber das änderte Nichts daran. Er war sowieso nie der Typ für einfache Bekanntschaften gewesen. Smalltalk war für ihn die Hölle und wenn er sich schon mit Menschen umgab, dann auch nur mit jenen, die er wirklich interessant fand. Und Rae war definitiv eine davon.
Dass sie ihm mit einem Taschentuch den kalten Schweiß von der Stirn wischte, war Caspian sichtlich etwas unangenehm. Jede Berührung war immer noch ein Reiz und sein überlastetes System tat sich noch etwas schwer mit der Verarbeitung. Zumal diese Geste irgendwie... recht intim in seinen Augen wirkte. Allerdings wehrte er sich nicht. Immerhin meinte Rae es nur gut. Auch wenn Menschen es oft nur gut meinten und dabei nicht selten eine Vollkatastrophe nach der anderen verursachten. "Kein Trauma, nein", negierte er direkt, als Rae ihren Verdacht äußerte "Und früher hatte ich sowas öfter, aber eigentlich weiß ich, wie ich einen Kurzschluss im besten Fall vermeide..." Caspian griff nach der Flasche Wasser, welche sie ihm reichte, drehte den Deckel mit noch immer leicht zitternden Fingern auf und nahm ein paar Schlücke, ehe er weitersprach. Er zögerte einen Moment, empfand er es immer als unangenehm, diese Züge von ihm erklären zu müssen "Mein Kopf und Körper funktionieren.... etwas anders, als die der meisten. Ich reagiere..." er verzog leicht das Gesicht "deutlich stärker auf äußere Reize, als die meisten Menschen... und wenn dann zu viele Reize gleichzeitig auf mich einbrechen, so wie das Gewitter, der laute Donner, die hellen Blitze, das Prasseln des Regens, das verschwommene Visier und die nasse Fahrbahn - dann... ist mein System überlastet und fährt schockartig runter:" Er zuckte kur mit den Schultern "Ich bin dann nicht in der Lage, auch nur einen der Reize vernünftig zu verarbeiten und dann - Kurzschluss:"
Sein Blick wanderte über die leere Straße "Du musst Nichts sagen. Ist Nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Ich brauch dann nur einen Reboot" erneut umspielte ein schiefes Grinsen seine Lippen. Die technischen Referenzen waren Nichts, woran Leute aus seinem Umfeld nicht gewöhnt waren - Cas bezeichnete sich selbst ständig eher als ein System, anstatt als einen Menschen.
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SONG OF THE MONTH
Audrey: How could you two possibly get into this much trouble in one day?
QUOTE OF THE MONTH
Romeo and Verity, looking at each other and answer in sync: It didn’t take us the whole day, don't play dumb. |
emeralds on the run
Hazel Jenkins, Valerija Volkova, Victoria Pérez
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