VEE @banksilla
no rizz, just seductive eyes, a pretty face and multiple personalities
KEI @keiotic.mats
The funniest thing about haters is that they’re still technically fans. Just very committed ones.
VICKY @vic.torious
I’ve been described as a ‘heartless villain’ and a 'little shit’, but I prefer… 'has alternative ways of having fun’
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✦ the moon rises and the she-wolves emerge to howl ✦
in ARCHIVE 14.03.2026 19:04von Rae Therunn Romarec (gelöscht)
Zeitpunkt: ca.18:30 Uhr an einem Freitag Abend
Ort: Schießstand
"Was für ein absolut langweiliger Tag" die Schwarzhaarige war so dermaßen gelangweilt, dass sie schon begann mit sich selbst zu sprechen. Denn wenigstens bekam man da intelligente Antworten was man von gewissen anderen Dingen wie zum Beispiel künstlicher Intelligenz nicht erwarten konnte. Irgendwann konnte nicht mal die kleine Trainingsstation, die sie sich in dem Schuppen auf dem Gelände ihres Arbeitgebers eingerichtet hatte, als Puffer für ihre Langeweile herhalten, weshalb sie sich einfach ihren Rucksack schnappte, denn sie war noch nie ein großer Handtaschenfan gewesen und ihre Maschine startete. Den Helm aufgesetzt begann sie in ihren üblichen Lederklamotten die mindestens fünfundzwanzig Kilometer zu der Schießanlage, etwas fernab ihres Lebensraumes, zu fahren. Hier hatte sie vor über einem Jahr bereits ihren Waffenschein gemacht um ihren Job als Security einer Person des öffentlichen Lebens auch gerecht zu werden und ihm allerlei Idioten vom Leib zu halten. Der etwas kühlere Abendwind schenkte ihr dabei ein Gefühl der absoluten Freiheit, ein Grund weshalb sie sich für ein Motorrad entschieden hatte und nicht für einen vierrädrigen, motorisierten Untersatz. Rae lebte in eben jenen Momenten wahrhaftig auf und würde sie jetzt das schützende Visier ihres Helmes lüften würde man einen seltenen Glanz in ihren Iriden erblicken welcher so selten bei ihr aufflackerte. Ein Licht was man vor einigen Jahren versucht hatte auf ewig auszulöschen und jetzt begann es erst wieder richtig zu brennen. Dafür konnte sie sich bei ihrem Boss Hikaru bedanken, welcher ihr ein wenig Hoffnung auf ein sinnvolles Leben gemacht und ihre Finsternis akzeptiert hatte. Somit konnte sie das Leben leben was sie sich schon seit ihrer frühesten Jugendzeit gewünscht hatte. Absolute Freiheit. Denn ihre Arbeit war so erfüllend, dass sie alle zusätzlichen Prüfungen wie den Waffenschein mit Leichtigkeit bestand. Wenn die Anfang dreißigjährige etwas gefunden hatte was ihr gefiel, fiel ihr absolut Alles was damit zu tun hatte so leicht wie nie. Ihr Kopf war dann so ruhig wie eine Waffe in ihren Händen kurz vor dem Abzug. Die Maschine beschleunigt kam sie nur etwas später als halb acht Uhr Abends an der Anlage an und stellte ihren ledernen Boot auf dem Pflasterstein auf. Sie führte die schwarze Kawasaki in die dafür angebotenen Abstellplätze und atmete tief durch. Danach platzierte sie den ebenso tiefschwarzen Helm unter dem Sitz und der vorhin, auf der Straße, sichtbare Glanz verflog und ihre innere Anspannung kehrte zurück. Die Ninja Ausgabe der neusten Produktion des japanischen Unternehmens noch mit einem Schloss versehen begab sie sich auf ihre übliche Schießstrecke. Mit einem "Hey Jake" begrüßte sie den Nachtwächter der Anlage, welcher sie nun schon gefühlt ewig kannte und mit ihr sogar einige Gespräche geführt hatte als sie noch neu war. Bis sie signalisiert hatte, dass sie direkten Kontakt mit Menschen nicht so bevorzugte. Sie brauchte sozusagen eine gewisse Distanz. Der einzige Mann welchen sie ansatzweise an sich heranließ war ihr Boss. Sie schritt die letzten Stufen hinab zu der Kelleranlage, denn die Außenanlage war um diese Uhrzeit schon abgeschlossen. Jake rannte ihr noch hinterher um zu rufen " es ist noch jemand da. Ich weiß du magst das nicht aber wollte es dir nur mitteilen" sie drehte sich daraufhin um und winkte ihm zu, als Zeichen, dass sie es verstanden hatte und seufzte innerlich auf. DIe letzten Stufen überwand sie daher mit nicht mehr ganz so leichtfüßigem Gang. Ihre dunkelblauen Iriden wandten sich in beide Richtungen und es war merkwürdig, denn sie erblickte Niemanden auf den ersten Moment. °Hat Jake jetzt schon zu trinken begonnen?° fragte sie sich innerlich und packte ihren Rucksack aus. Dort befand sich die Kasette mit der silberglänzenden vollautomatischen Schusswaffe und sie setzte sich ihre Gehörschützer auf bevor sie zum ersten Mal an diesem frühen Abend sich in die Position für den Schuss begab. Sie entsicherte das Gerät und zielte direkt auf das Herz einer Pappfigur, die in zirka fünfzehn Meter Entfernung an einer Leine hing. Sie drückte auf den Abzug und sofort feuerte eine kleine Salve an Schüssen in Richtung der Figur. Das Adrenalin, nach dem sie heute Abend gesucht hatte, begann in ihrem Gehirn ausgeschüttet zu werden und der Dopaminspiegel erhöte sich gleichzeitig. Es gab eben nur wenige Dinge die sie an ihre eigene Lebendigkeit erinnerten. Entweder war es der Ring, ihr Gym, der Schießstand oder die eisige Kälte der Wintermonate. Ja man konnte sagen, dass Rae ein ziemlicher Freak dahingehend war aber sie machte sich sowieso nichts aus den Meinungen anderer Menschen. Nicht mehr. Nicht nachdem was ihr schon alles geschehen war. Doch dann vernahm sie zusätzlich zu ihren eigenen Schüssen weitere und sogleich begab sie sich in eine andere Haltung.Sie löste den Finger von dem Abzug und spähte um die Ecke ihrer Trennwand. Ein wenig erleichert darüber, dass sie auf der letzten Bahn ebenso eine Frau erkannte. Daraufhin sicherte sie ihre Waffe und bemerkte an der Haltung sowie dem Haarton, dass es sich nur um Mara handeln konnte. °Was für ein Zufall° dachte sie bei sich und nachdem diese ihren letzten Schuss abgedrückt hatte, rief sie ihr zu. "SEHR GUTE TREFFERQUOTE!" denn besonders der Letzte war zwischen Rippenbogen und Herzgegend gelandet. Sie hatte die etwas ältere Frau bei einem Einsatz der Ermittlerin kennen gelernt, als sie selbst mit in den Fall involviert war aber sie niemand gesehen hatte auf welche Art sowie Weise sie ihren Boss beschützte. Seitdem begegnete sie Mara von Zeit zu Zeit, konnte ihr auch etwas über die besonders miesen Typen auf den Straßen Seattle`s erzählen und manchmal griff sie dabei auf die alten Erinnerungen aus ihrer Zeit an der Seite ihres Mannes zurück."Was treibt dich hierher?" erkundigte sie sich und verblieb mit diesen Worten erst einmal, denn eventuell hatte Mara auch mit einigen ungesagten Dingen zu kämpfen. Jedenfalls war Rae nicht der Typ Mensch der sich anderen Personen ungefragt aufdrängte. Außer wenn diese sich im Dunstkreis ihres primären Chefs und dem Juwel befanden.
RE: ✦ the moon rises and the she-wolves emerge to howl ✦
in ARCHIVE 15.03.2026 10:17von Mara Reyes (gelöscht)
Der Schießstand.
Es war einer dieser Orte an denen sie den Lärm im Kopf abstellen konnte. Mehr brauchte es manchmal nicht. Als sie ankam, war es bereits später als gewöhnlich. Die Außenanlage war geschlossen also ging sie nach unten in den Kellerbereich. Sie begrüßte Jake nur mit einem knappen Nicken, steckte ihre Tasche in eine der Ablagen und begann wortlos ihre Ausrüstung vorzubereiten. Ohrschutz, Waffe prüfen und Magazin einsetzen. Die Bewegungen saßen routiniert fast mechanisch. Ein paar Minuten später stand sie auf ihrer Bahn. Die Pappfigur fuhr nach vorne fünfzehn Meter. Mara hob die Waffe, die Schultern locker und der Blick ruhig. Ein Atemzug, dann der erste Schuss. Der Rückstoß vibrierte kurz durch ihre Arme. Der zweite folgte direkt danach, präzise und kontrolliert. Jeder Treffer saß dort wo er sollte. Gerade als sie den letzten Schuss der Serie setzte, hörte sie eine Stimme durch den Raum rufen. Mara ließ die Waffe einen Moment noch unten bevor sie den Sicherungshebel betätigte, dann drehte sie leicht den Kopf zur Seite. Die Stimme erkannte sie sofort. Rae. Sie nahm langsam den Gehörschutz ab und trat einen Schritt aus ihrer Bahn heraus. Ihr Blick wanderte kurz über die andere Frau. Schwarze Haare und diese massive Präsenz die sie mitbrachte. Rae fiel auf auch wenn sie es vermutlich gar nicht wollte. Ein kurzes trockenes Schmunzeln zog dabei über Maras Lippen. "Ich arbeite daran die Quote meiner schlechten Tage zu reduzieren." , ihre Stimme war ruhig dabei. Sie lehnte die Hüfte leicht gegen den Tisch neben sich und verschränkte locker die Arme, dann musterte sie Rae einen Moment. "Und du?" , fragte sie schließlich und hob eine Augenbraue. "Ich dachte, du terrorisierst heute Abend irgendwelche Sandsäcke im Gym oder wirfst Leute im Ring durch die Gegend?" , dabei wanderte ein kurzer Blick zu Raes Waffe und wieder zurück zu ihrem Gesicht. "Langweiliger Tag?", fragte sie mit einem gewissen trockenen Unterton nach, der irgendwo zwischen ernst gemeint und leicht spöttisch lag. Mara war nie jemand gewesen welche Gespräche groß ausschmückte. Aber Rae gehörte zu den wenigen Menschen außerhalb des Reviers mit denen sie überhaupt mehr als drei Sätze wechselte. Und irgendwo tief unter dieser ruhigen Oberfläche war da auch ein kleines bisschen Neugier.
RE: ✦ the moon rises and the she-wolves emerge to howl ✦
in ARCHIVE 15.03.2026 16:34von Rae Therunn Romarec (gelöscht)
Für Rae war dieser Kontakt definitiv ein Novum, denn sie hatte noch nie wirklich eine wie auch immer geartete Bindung mit einer Frau aufgebaut aber die ebenso dunkelhaarige mit dem kämpferischen Ausdruck in den Augen schaffte es nach und nach in ihren Kreis. Zwar wollte sie weiterhin eher eine professionelle Distanz wahren, denn sie sollte keinesfalls mitbekommen wie sie von Zeit zu Zeit Personen ihre Fäuste kennen lernten aber die Neugierde steigerte sich von Begegnung zu Begegnung. So war es auch heute der Fall, dass die Frau welche mit einer Aura einer starken Wölfin wie selbstverständlich Schüsse abgab und dabei nicht eine einzige Miene verzog, ihre besondere Aufmerksamkeit auf sich zog. Während sie selbst mit ihren über einem Meter achtzig eher unabsichtlich die Blicke auf sich lenkte war es bei ihrer Gesprächspartnerin eindeutig deren Ausstrahlung. Sie hatte ein diesbezügliches Naturell welches Rae sich erst in den letzten Jahren mühsam antrainiert oder eher wieder erlernt hatte. Als Kind, besonders in der Zeit bei ihrer Großmutter, war sie noch selbstbewusst gewesen aber dann in ihrer Zeit bei Lycan wurde ihr der letzte Funken aus ihren Augen geprügelt. Nun hatte sie dieses Ich irgendwie überschrieben und war zu einer walkürenhaften Frau geworden, die niemand so wirklich an sich heranließ oder sogar zu ihren schlimmsten Zeiten nicht einmal Kälte fühlte. Aber dies war ein anderes Thema und sie wollte sich mit diesem Gedanken nicht unnötig aufhalten. Zudem wäre es jetzt ein wenig unpässlich sich einer Gedankenspirale hinzugeben. Auf ihre Aussage über ihre Trefferquote musste sie nur schmunzeln. "Als ob du das nötig hättest. Aber ich kenne auch keine deiner miesen Zeiten" gab sie zurück und auch wenn sie eine Polizistin im weitesten Sinne war, sprach die Jüngere der Beiden sie mit einem lockeren Du an. Es war Rae`s Art geworden, denn diese Hierarchien waren ihr meist ein Dorn im Auge und sie konnte schließlich ihren Respekt auf andere Art und Weise ausdrücken. Sie musste nicht auf irgendwelche altmodischen Ausdrucksweisen zurückgreifen. "Langeweile. Die Arbeit war heute nicht gerade zufriedenstellend und meine Ner...." sie brach den Satz ab und überlegte ob sie jetzt weitersprechen sollte. "...es war einfach viel zu ruhig." damit entschied sie sich dagegen ihr reinen Wein einzuschenken und sie somit über die erste der vielen Mauern, die sie in den Dekaden ihres Lebens aufgebaut hatte, blicken zu lassen. "Warst du eigentlich schon mal bei einem Match? Wenn du willst kann ich dich mal zu einem mitnehmen." bot sie ihr großzügigerweise an und legte dabei ihren Kopf fragend schief. Dann platzierte sie ihre Waffe, natürlich gesichert, auf dem Beistelltisch ihrer Bahn. "Dein letzter Schuss war sehr präzise. Würdest du mir deine genaue Haltung zeigen?" denn sie konnte sich denken, dass ihr Gegenüber definitiv öfter zur Schusswaffe greifen musste als sie. Auch wenn sie einen Waffenschein besaß und offiziell als Security auch diese benutzen durfte, bevorzugte die Schwarzhaarige mit dem vielen Silber am Körper ihre Fäuste. Ihr Körper war somit ihr Kapital. Eine Tatsache die ein Wink des Schicksals darstellte. In ihrem alten Leben hatte ihr Leib nicht kooperiert aber jetzt tat er was sie wollte, weil sie das tun durfte was sie liebte. "Dein Tag scheint aber auch nicht ganz so prickelnd gewesen zu sein wenn du nach deiner Schicht gleich hierher kommst." mutmaßte sie und ließ ihren Blick über sie gleiten. "Und nein ich stalke dich nicht aber dein Ausdruck sieht so als als hättest du den gesamten Tag nur Bürokram erledigen müssen." gab sie ihr zu verstehen und streckte sich danach leicht durch, wodurch ihre lederne Jacke ein paar Geräusche von sich gab. Mara war ihr deswegen auch sympathisch geworden da diese auch nicht viel Ruhe aushielt und bei einem Bürojob regelrecht verkümmern würde. Sie Beide schienen die Freiheit eben zu bevorzugen.
RE: ✦ the moon rises and the she-wolves emerge to howl ✦
in ARCHIVE 16.03.2026 16:25von Mara Reyes (gelöscht)
RE: ✦ the moon rises and the she-wolves emerge to howl ✦
in ARCHIVE 17.03.2026 15:24von Rae Therunn Romarec (gelöscht)
Der trocken anmutende Humor der Älteren sagte ihr sehr zu und er brachte, zumindest in ihren Augen, eine gewisse lockere Atmosphäre in die Unterhaltung der Beiden. Sie selbst hatte keine Ahnung ob sie überhaupt eine Art von Humor an den Tag legen konnte oder ob es immer ein weirdes Überspielen von Situationen war. Vielleicht sollte sie mal Jemanden danach fragen aber interessierte es sie eigentlich? Im Moment eigentlich nicht. "Das kenne ich selbst nur zu gut. Aber meine Emotionen sprechen dann meist für mich, weil ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr dieselbe bin." merkte sie ihr gegenüber wahrheitsgemäß an aber die wahre Intensität dieser emotionalen Ausbrüche brauchte sie nicht wissen. Das war eine Sache zwischen ihrer eiskalten Dusche und den Sandsäcken, die mittlerweile sehr viel an Inhalt eingebüßt hatten. Warum sie sich Mara gegenüber nicht offen zeigte war, dass aufgrund des Jobs ihres Gegenübers auch eine gewisse Gefahr von dieser ausging. Es war somit nicht einfach den goldenen Mittelweg zu finden, sodass sie sich wohl fühlte sie selbst zu sein. Nicht auszudenken wenn der weibliche Detective sich ihrer annahm und die sprichwörtlichen Leichen in ihrem Keller frei legte. Außerdem war es jetzt schon schwierig geworden die Grauzone zu wahren bevor Mara erfuhr aus was für einer Welt sie wirklich stammte. Ein leichtes innerliches Aufseufzten folgte und sie atmete tief durch. "Ruhige Tage heißt, dass man nicht mit der Finsternis dieser Welt in Berührung gekommen ist." kam es beinahe tiefgründig von ihr und sie sah in ihre Augen. Diese warm wirkenden Iriden waren wie flüssiger Bernstein mit Inkrustationen aus Peridot. Tja als Ehefrau eines der höchsten Mafiabosse Seattle`s hatte sie damals viel Zeit gehabt sich damit zu beschäftigen welche Güter dieser Welt am Kostbarsten wahren. Es wurde auch von ihr erwartet zumindest ein bisschen Interesse an Schmuckstücken zu zeigen. Weshalb sie heute auch dieses Wissen an den Tag legen konnte und irgendwann würde sie ihr auch dieses Kompliment überbringen können, wenn sie Beide an einem anderen Punkt des Kontaktes wahren. "Vielleicht spendiere ich deinem Department einmal eine neue Kaffeemaschine. Jedes Mal wenn wir uns sehen redest du darüber, dass der Kaffee so schlecht ist." merkte sie an und schmunzelte leicht dabei. "Eines Tages werde ich dich mitnehmen. Sobald ich wieder mehr Luft habe und in den Ring steige. Nächstes Monat müsste wieder Eines stattfinden welches meiner Kragenweite entspricht. Aber es ist nicht diese glanzvolle Showsache wie im Fernsehen" gab sie ihr zu verstehen und folgte dann ihrem Blick. "Natürlich ich will schließlich von einer Erfahrenen lernen" denn auch wenn sie ihren eigenen Lehrern vertraut hatte als sie den Schein machte war es doch etwas Anderes von einer Person sich etwas abgucken zu können, die auch in der Praxis damit zu tun hatte. Außerdem ging es bei der Prüfung eher um die Theorie und nicht wie man sehr dezente Schüsse abgab, die auch einhundertprozentig tödlich ausgingen. Somit war ihre Bitte auch eher ein zweischneidiges Schwert. Sollte sie zu starkes Interesse zeigen konnte dies wiederum falsch ausgelegt werden. Aber dieser gewisse Nervenkitzel war es auch der Rae gerne zu Mara trieb. Sie wurde durch diese Komponente definitiv interessanter als so manch anderer 0815 Mensch. Die dezent kühle Präzision welche sie bei der genauen Erläuterung des Schussvorgangs an den Tag legte schätzte sie außerordentlich. "Gib mir ein paar Namen und du müsstest gar keine Schreibtischarbeit erledigen" scherzte sie aber insgeheim war es die Wahrheit. Zwar hatte sie noch nie direkt getötet aber sie wusste wie man gewissen Persönlichkeiten so eine Angst einjagen konnte, dass diese sich gar nicht trauten irgendwas in ihrem Leben anzustellen. Vor allem wenn sie ihren ehemaligen Nachnamen erwähnen würde. Luciani. Ein Clan der so berüchtigt wie gefürchtet war und jeder illegal agierende Mensch Seattle`s würde verstehen womit er es zu tun hatte. Leicht schüttelte sie den Kopf um den Gedanken an ihren Ex-Mann zu vertreiben und sich wieder vollends auf das Gespräch zu fokussieren. Bei der Aufforderung folgte sie und holte erst einmal ihre Waffe von der etwas entfernteren Bahn, wo sie zuvor gestanden hatte um sich dann an die, welche direkt sich neben Mara`s befand, zu stellen. Hier vollführte sie dieselben Bewegungen, obgleich die nicht ganz so elegant wie bei der etwas kleineren Polizistin ausfielen. Jedoch war die Wirkung beinahe dieselbe. Zwar verfehlte sie die Stelle des Herzens erneut aber ansonsten würde die Puppe, wäre sie ein Mensch, dennoch nicht mehr lange überleben. "Security einer hochgestellten Familie zu sein ist auch nicht gerade ereignisreich. Vor allem nicht unter der Woche. Am Interessantesten sind die Wochenenden wo mein Boss meist mich auf Events mitschleppt." klagte sie. "...denn dort sind meist die aufdringlichen Fans" merkte sie an und lud ihre Waffe dabei neu. Sie versuchte die Atmung ein wenig ruhiger zu halten aber Mara`s natürliches Talent wollte nicht so recht auf sie abfärben. "Wenigstens etwas Besser als vorhin." kam es schmunzelnd von ihr. "Was hattest du eigentlich heute Abend noch so vor?" denn eventuell ließ sich ihre Mentorin in Sachen Schießkunst ja zumindest auf ein Essen ein. Selten hatte Rae das Bedürfnis eine richtige Freundschaft zu einer Frau aufzubauen aber irgendwas hatte Mara an sich, was sie davon abhielt sie völlig von sich zu stoßen.
RE: ✦ the moon rises and the she-wolves emerge to howl ✦
in ARCHIVE 19.03.2026 09:11von Mara Reyes (gelöscht)
RE: ✦ the moon rises and the she-wolves emerge to howl ✦
in ARCHIVE 19.03.2026 18:57von Rae Therunn Romarec (gelöscht)
TW: SV - Gedanken
Ständig mit unterschwelligen Agressionen durch die Welt zu gehen war für sie keine Option. Das wusste sie nur zu gut und deswegen hatte sie sich halbwegs -gesunde- beziehungsweise -legale- Coping-Strategien überlegt. Aber dies war erst nach ihrer langjährigen beinahe -Gefangenschaft- als Ehefrau der Fall gewesen. Wenn sie ihrem jüngeren Selbst nun in die Augen sehen könnte würde eben jenes sagen, dass es stolz auf sie wäre. Weil sie schon so Vieles geschafft oder eher durchgemacht hatte ohne den finalen Schritt zu tun. Bei diesem inneren Gedankengang huschte ein stolzes Lächeln über die sonst zumeist dunkle Ausstrahlung der Italofinnin. Sie blickte direkt in die Augen ihres Gegenübers. "Ich denke das lassen wir jetzt so stehen." merkte sie an, denn was Mara als gefährlich erachtete war für sie einst das tägliche Leben gewesen. Die langen schlaflosen Nächte, der Hunger, die Isolation,...der Gedankenstrudel begann und zog sie in diesen Abgrund hinein. Die Schreie ihres Mannes hörten sich so echt an und ihre Augen glitten in die Leere. Normalerweise halfen in jenen Momenten meist eiskalte Duschen aber nun konnte sie nicht einfach fliehen oder wieder nach Hause fahren. Weshalb sie sich selbst auf die Innenseite ihrer Wange biss. Es war zumindest eine kleine Hilfestellung um sie an dem Dissoziationsvorgang zu hindern. "Ach komm du bist sicher die Erfolgreichste der gesamten Einheit. Wenn ich manchmal sehe wie viel du arbeitest und wie schnell du deine Berichte schreibst wär das wiederum kein Wunder" scherzte sie und überspielte damit hoffentlich diese Episode um sie davon abzuhalten weiter nach zu fragen oder sogar Sorge zu zeigen. Denn was Rae absolut nicht leiden konnte war wenn jemand Mitleid mit ihr hatte. Einst gab es jemand der es wagte diese Emotion an den Tag zu legen und sie hatte daraufhin den Entschluss gefasst, diesen jemand nie wieder zu sehen. Vor allem weil sie sich getraut hatte ihr Innerstes völlig offen zu legen, was sie heute als absolute Schwäche ihrerseits einordnete. "Werd ich. Die Indie Szene ist sehr lebhaft und ich war schon gefühlt ewig nicht mehr dort." was auch stimmte. Obgleich Wrestling eines ihrer Outlets war, fühlte sie sich seit der Steigerung ihrer Aufgaben in Hikaru`s Anwesen deutlich gehemmter darin. Schließlich lag das Wohlergehen von zwei jungen Damen und einer Person des öffentlichen Lebens in ihren Händen. Sie konnte sich keine zu lebensgefährlichen Verletzungen leisten und einige ihrer Gliedmaßen steckten schon zu oft in Gipsverbänden oder Schienen. Es war somit keineswegs einfach sich für ein Wochenende nach Downtown zu begeben und wieder die altbekannte Magnesiumgeschwängerte sowie Schweißgetränkte Luft des Rings zu inhalieren. Wobei es ihr sicherlich gut täte diesem -Hobby- oder eher -Lebensgrund- zu frönen um ihre innerlichen Knoten aufzulösen. Ein weiterer mentaler Seufzer folgte bevor sie erneut einige Male die neuen Anweisungen der Älteren in die Praxis umsetzte. Auch wenn sie sich an diese genauestens zu halten versuchte gelang es ihr dennoch noch nicht ganz. "Kraft habe ich,...sehr viel sogar. Aber auch meine Kraft hat Grenzen." es war wieder eine Andeutung, die durch ihre hohen Mauern der Selbstisolation drangen und sie könnte sich daraufhin selbst schlagen. °Was stimmt heute Abend nicht mit dir Rae?° dachte sie innerlich und sah zu Mara hinüber, welche ihr die nächsten Erklärungen lieferte und sie somit analysierte. Einerseits hasste Rae es von anderen Menschen irgendwie in eine Schublade gesteckt oder bewertet zu werden. Aber von ihr zu hören, dass sie es nach einiger Zeit doch besser hinbekam als zuvor, kitzelte einen Funken Selbstwert aus ihr hervor. Sie musste sich jetzt nicht mehr ganz so zwingen etwas zuzulassen, vor allem weil sie glaubte, dass die Dunkelbraunhaarige vor ihr nicht so einfach weglaufen würde, wenn sie ihr ein bisschen von ihrer Finsternis zeigte. Weshalb sie sich zu einem besonderen Schritt hinreißen ließ. "Ich musste mein Leben lang denken wie ich am Besten überlebe" weshalb ihre Schüsse, bei genauerer Betrachtung alle genau in die papiernen Stellen der Puppe eingedrungen waren, welche einen tödlichen Ausgang der Schießerei ergeben würden. Sie hoffte zumindest, dass Mara es eher als Zufallstreffer werten würde und schob sich dann mit ihrem doch massigeren Körper vor das Sichtfeld auf die Bahn. "Wie wäre es wenn du mal mit zu mir kommst? Dann siehst du wirklich womit du es zu tun hast und ich könnte aus der Küche meines Bosses einige Delikatessen holen?" fragte sie sie und sicherte dann ihre Waffe. Die Einladung war kaum ausgesprochen als schon eine gewisse Leichtigkeit sie überkam. °War doch gar nicht mal so schwierig° dachte sie und erinnerte sich an eine Aussage ihres Freundes Cas. - Erst wenn man alle Variabeln kennt kann man herausfiltern welche ein Fehler in der Matrix ist oder nicht-. "Falls du dich traust natürlich...." fügte sie mit einem leicht schiefen Grinsen hinzu.
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