VEE @banksilla
no rizz, just seductive eyes, a pretty face and multiple personalities

KEI @keiotic.mats
The funniest thing about haters is that they’re still technically fans. Just very committed ones.

VICKY @vic.torious
I’ve been described as a ‘heartless villain’ and a 'little shit’, but I prefer… 'has alternative ways of having fun’

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» she is the tiny hand that holds a piece of my heart in her {little sister}

in HER SOUL IS ROYALTY ⸺ FEMALE WANTEDS 13.03.2026 08:16
von Blake Mitchell | 16 Beiträge
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“I didn’t do it.”, he said quietly, his hands folded on the cold table. The man across from him flipped through the file without looking up. “That’s what they all say.” He slid the photograph across the table. A kitchen floor. Blood. The knife beside it. “Your fingerprints.” Silence spread between them. “Explain why.”

Manchmal brauchte es nur eine einzige Nacht, um ein Leben aus den Angeln zu heben. Nicht die Art Nacht, die mit Sirenen begann oder mit Schreien endete, sondern eine von denen, die völlig gewöhnlich anfingen. Eine Nacht, in der man einschlief, ohne zu ahnen, dass der Morgen alles verändern würde. Er hatte geschlafen, als es passierte. Tief und traumlos. Das Haus war still gewesen, zumindest hatte es sich so angefühlt. Still genug, dass er glaubte, der Tag wäre vorbei. Als die Polizei kam, war es noch dunkel draußen. Ein hartes Klopfen. Stimmen. Schritte im Flur. Dann Licht. Zu grell. Er erinnerte sich später an kleine Dinge. An den Geschmack von Schlaf in seinem Mund. An das Gewicht der Decke auf seinen Beinen. An die Sekunden, in denen sein Gehirn noch versuchte zu begreifen, warum fremde Männer in Uniform in seinem Zimmer standen. “Aufstehen.”, sagte einer von ihnen. Er tat es. Er fragte, was passiert war. Niemand antwortete sofort. Erst unten, im Wohnzimmer, wo alles nach kaltem Metall und fremden Schuhen roch, sagte jemand die Worte, die sein Leben in zwei Hälften teilen würden. Seine Mutter war tot. Und sie glaubten, er hätte sie umgebracht.

Blake wuchs in einer Wohnung auf, die immer ein wenig zu klein gewesen war. Zu klein für zwei Menschen und all das, was sie unausgesprochen mit sich herumtrugen. Die Wände waren dünn, die Möbel alt, und am Ende des Monats war das Geld meistens knapp genug, dass seine Mutter die Rechnungen mehrmals überprüfte, bevor sie sie bezahlte. Elena arbeitete viel. Mehr, als sie eigentlich hätte müssen. Mehr, als ihr Körper manchmal zuließ. Zwei Jobs, manchmal drei, je nachdem, wie schlecht der Monat verlief. Morgens war sie oft schon aus dem Haus, bevor Blake aufstand, und abends kam sie zurück, wenn die Straßenlaternen längst angingen. Trotzdem versuchte sie stets, dass es sich nach Zuhause anfühlte. Es gab gemeinsame Abendessen, wenn es die Zeit erlaubte. Tiefkühlpizza, manchmal Pasta, selten etwas Aufwendigeres. Filme auf dem alten Fernseher im Wohnzimmer. Kleine Routinen, die ihnen das Gefühl gaben, dass alles irgendwie funktionierte. Seinen Vater kannte Blake nicht. Der Mann existierte in seiner Welt nur als eine vage Information. Ein Name auf Formularen. Eine Zeile, die in Gesprächen schnell übersprungen wurde. Seine Mutter sprach selten über ihn, und wenn doch, dann nur kurz, als wäre es eine Geschichte, die nicht mehr wirklich zu ihrem Leben gehörte. Es hatte also immer nur sie beide gegeben. Sie gegen den Rest der Welt. Zumindest bis Elena jemanden kennenlernte.
Blake erinnerte sich noch daran, wie sie eines Abends erwähnte, dass sie jemanden getroffen hatte. Es klang beiläufig, beinahe vorsichtig, als wollte sie erst testen, wie sich die Worte überhaupt anfühlten. Damals war er vier. Zu jung, um viel darüber nachzudenken, geschweige denn zu verstehen. Der Mann tauchte langsam in ihrem Leben auf. Zuerst nur gelegentlich. Ein Besuch am Wochenende. Ein gemeinsames Abendessen. Jemand, der Blumen mitbrachte oder eine Tüte mit Süßigkeiten für Blake. Für eine Weile schien alles… normal. Seine Mutter lachte mehr. Sie wirkte weniger müde. Und irgendwann zog Richard ganz ein. Ein Jahr später wurde seine Schwester geboren. Lily. Sie war laut, ungeduldig und vollkommen unbeeindruckt von der Tatsache, dass ihre Familie nie besonders ordentlich funktioniert hatte. Von dem Moment an, in dem sie laufen konnte, rannte sie durch die Wohnung, als gehöre ihr jeder Zentimeter davon. Blake war fünf Jahre älter. Alt genug, um zu verstehen, dass sie auf ihn schaute, wenn etwas nicht stimmte. Alt genug, um Verantwortung zu übernehmen. Für sich. Für sie. Er brachte sie in den Kindergarten, später zur Schule. Half ihr bei den Hausaufgaben, auch wenn er selbst manchmal nicht wusste, wie er alles schaffen sollte. Wenn Elena spät arbeitete, war er derjenige, der Lily vorlas oder ihr ein Glas Wasser brachte, wenn sie nachts wach wurde. Und im Gegenzug vertraute sie ihm bedingungslos. Blake beschützte sie, ohne jemals wirklich darüber nachzudenken. Eine Zeit lang funktionierte dieses seltsame Familienbild. Richard war freundlich, zumindest nach außen. Nicht überschwänglich, aber hilfsbereit. Er bezahlte Rechnungen, reparierte Dinge in der Wohnung und brachte Geld ins Haus, das sie vorher nie gehabt hatten. Elena nannte es Stabilität. Vielleicht war es das auch. Zumindest eine Weile. Doch mit den Jahren änderte sich etwas. Langsam, beinahe unmerklich. Es begann mit kleinen Dingen. Mit Blicken, die etwas länger auf Blake ruhten, als sie sollten. Mit Kommentaren, die harmlos klangen, aber immer ein wenig zu scharf waren. Mit der Art, wie die Stimmung im Raum sich veränderte, sobald Elena kurz hinausging. Blake konnte es nie richtig erklären. Es war kein offener Hass. Keine klaren Drohungen. Eher das Gefühl, dass Richard ihn nicht wirklich als Teil der Familie sah. Als wäre er ein Fehler aus einem früheren Kapitel. Je älter Blake wurde, desto deutlicher wurde diese Distanz. Richard sprach immer häufiger davon, dass ein Junge in seinem Alter lernen müsse, selbstständig zu sein. Dass man Verantwortung übernehmen müsse. Dass das Leben niemandem etwas schenkte.Einmal saßen sie allein am Küchentisch. Elena war noch bei der Arbeit, Lily spielte im Wohnzimmer. Richard lehnte sich zurück, musterte Blake einen Moment und lächelte. Es war kein freundliches Lächeln. “Du bist fast erwachsen.”, sagte er schließlich. Seine Stimme klang ruhig, beinahe beiläufig. “Zeit, Verantwortung zu übernehmen.” Irgendetwas an der Art, wie die Worte im Raum hängen blieben, ließ ihn nicht los. Es klang wie ein Rat, aber es fühlte sich nicht so an. Blake sagte nichts. Er sah Richard nur an, lange genug, dass das dünne Lächeln in dessen Gesicht langsam verschwand. Dann stand er auf, nahm seinen Teller und stellte ihn ins Waschbecken, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Es war das erste Mal, dass Richard diese Art von Schweigen zu hören bekam. Und es sollte nicht das letzte bleiben.
Mit den Jahren wurde aus diesem Schweigen allerdings etwas anderes. Blake wurde älter. Größer. Sturer. Die Art von Teenager, die nicht laut rebellierte, aber auch keinen Schritt zurücktrat. Wenn Richard etwas sagte, hörte Blake zu. Manchmal nickte er sogar. Doch er tat selten das, was von ihm erwartet wurde. Es waren kleine Dinge. Er kam später nach Hause, als Richard es für angemessen hielt. Ließ Kommentare unbeantwortet. Stand vom Tisch auf, wenn Gespräche in eine Richtung gingen, die ihm nicht gefiel. Richard versuchte zunächst, es mit Autorität zu lösen. Hausregeln. Zeitpläne. Sätze wie “Solange du unter meinem Dach lebst…” Blake hörte sie sich an, die Arme verschränkt, das Gewicht auf einer Hüfte. Dann zuckte er mit den Schultern. “Es ist auch Moms Dach.” Der Satz traf jedes Mal genau da, wo er sollte. Die Streitigkeiten begannen selten laut. Sie entwickelten sich langsam, meist aus Kleinigkeiten. Eine nicht gemachte Aufgabe. Eine Bemerkung. Ein Blick, der einen Tick zu lange dauerte. Richard hatte eine Art, Dinge zu sagen, die harmlos klangen und doch wie kleine Stiche wirkten. “Du könntest mehr aus dir machen, wenn du dich ein bisschen anstrengst.” Oder“Als ich in deinem Alter war, habe ich längst gearbeitet.” Blake antwortete selten direkt. Meistens war es ein trockenes Lachen. Ein Schulterzucken. Ein Blick, der deutlich machte, dass er kein Interesse an diesem Gespräch hatte. Das machte Richard nur noch wütender. Elena bemerkte die Spannungen natürlich. Sie versuchte zu vermitteln, wann immer sie konnte. Bat Blake, sich zusammenzureißen. Sagte Richard, er solle nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Doch die Momente, in denen sie wirklich alle zusammen im selben Raum waren, wurden seltener. Und wenn sie es waren, lag oft eine Spannung in der Luft, die selbst Lily bemerkte. Blake wurde zu ihrem Rückzugsort. Wenn Richard laut wurde oder die Stimmung im Wohnzimmer zu kippen drohte, zog sie sich automatisch zu ihrem Bruder zurück. Setzte sich neben ihn aufs Bett, während er Hausaufgaben machte oder Musik hörte. Manchmal fragte sie nichts. Manchmal flüsterte sie nur: “Warum mag Dad dich nicht?” Blake wusste nie genau, was er darauf antworten sollte. Also sagte er meistens: “Er mag mich schon.” Doch die Worte klangen selbst in seinen eigenen Ohren falsch. Mit sechzehn eskalierten die Streitereien häufiger. Blake begann, nach der Schule bei einem Mechaniker zu arbeiten. Nicht weil Richard es verlangte, sondern weil er Geld haben wollte, das ihm niemand vorhalten konnte. Richard fand trotzdem einen Weg, es zu kritisieren. “Du könntest dir wenigstens einen vernünftigen Job suchen.” Blake lehnte am Türrahmen der Küche, die Jacke noch halb angezogen. “Es zahlt.” “Darum geht es nicht.” Blake sah ihn einen Moment an.Dann sagte er trocken: “Bei dir geht es immer ums Geld.” Die Worte hingen einen Moment in der Luft. Elena stand am Herd und tat so, als hätte sie sie nicht gehört. Richard lachte kurz. Ein kurzes, hartes Geräusch. “Du denkst, du bist schlauer als alle anderen.” Blake zuckte mit den Schultern. „Das habe ich nicht gesagt.” Es waren diese Gespräche, die immer wieder gleich endeten. Mit Blicken. Mit Schweigen. Mit Türen, die ein wenig zu fest geschlossen wurden. Und irgendwo in all dem wuchs etwas, das keiner von ihnen wirklich aussprach. Richard sah in Blake immer häufiger ein Problem und Blake sah in Richard schon lange keinen Teil seiner Familie mehr. Nur einen Mann, der zufällig im selben Haus lebte.
Mit der Zeit hörten ihre Auseinandersetzungen auf, bloße Wortgefechte zu sein. Sie wurden persönlicher. Was früher ein paar bissige Kommentare gewesen waren, wurde zu richtigen Streits, bei denen Stimmen durch die dünnen Wände der Wohnung drangen. Meistens begann es mit etwas Belanglosem. Einem Teller, der nicht sofort weggeräumt wurde. Einer Bemerkung. Einer Frage, die im falschen Ton gestellt wurde und plötzlich standen sie sich gegenüber. Blake mit verschränkten Armen, den Blick unbeirrbar. Richard mit zusammengepresstem Kiefer. Elena versuchte anfangs noch, zwischen ihnen zu stehen. Legte Blake eine Hand auf den Arm, sagte ruhig seinen Namen, als könne sie ihn allein damit zurückholen. “Blake. Lass es gut sein.” Manchmal tat er es. Manchmal nicht. Je älter er wurde, desto weniger schien er bereit zu sein, Richard auch nur einen Zentimeter Raum zu geben. Mit siebzehn war Blake größer als er. Das änderte etwas. Nicht sofort, aber spürbar. Richard begann, ihn anders anzusehen. Als wäre aus dem Jungen, den er noch kontrollieren konnte, plötzlich jemand geworden, der nicht mehr so leicht kleinzukriegen war. Die Spannungen wurden unerträglich. Und dann, eines Abends, kippte etwas endgültig. Der Streit begann wie so oft in der Küche. Elena war noch bei der Arbeit, Lily schlief bereits in ihrem Zimmer. Blake war gerade von der Werkstatt nach Hause gekommen, die Hände noch leicht nach Öl riechend, als Richard eine Bemerkung fallen ließ. Blake antwortete. Richard ebenfalls. Die Stimmen wurden lauter. Und irgendwann stand Richard plötzlich direkt vor ihm. Zu nah. “Du glaubst, du kannst mich respektlos behandeln, solange deine Mutter nicht hier ist?” Blake hob nur eine Augenbraue. “Respekt muss man sich verdienen.” Es passierte so schnell, dass Blake es erst eine Sekunde später wirklich begriff. Richards Hand schoss nach vorne. Ein harter Stoß gegen seine Brust. Nicht stark genug, um ihn zu Boden zu bringen. Aber stark genug, um klarzumachen, dass eine Grenze überschritten worden war. Für einen Moment war es vollkommen still. Blake starrte ihn an. Nicht überrascht. Nicht einmal wirklich wütend. Nur… ruhig. “Fass mich noch einmal an.”, sagte er leise. “Und ich schwöre dir, du wirst es bereuen.” Richard hielt seinem Blick einen Moment stand. Dann wandte er sich ab. Als wäre nichts passiert. Doch etwas hatte sich verändert. Von diesem Abend an lag eine neue Art Spannung zwischen ihnen. Eine, die nicht mehr nur aus Worten bestand. Elena bemerkte es natürlich. Die Art, wie beide sich aus dem Weg gingen. Wie Gespräche abrupt endeten, sobald einer von ihnen den Raum betrat. Doch sie fragte nicht. Vielleicht, weil sie die Antwort bereits fürchtete. Vielleicht, weil sie hoffte, dass sich alles von selbst beruhigen würde. Es tat es nicht. Im Gegenteil. Die Nacht, in der alles zerbrach, begann wie viele andere. Mit einem Streit. Blake war achtzehn zu diesem Zeitpunkt. Alt genug, um auszuziehen, zumindest laut Richard. Die Worte fielen an diesem Abend mehr als einmal. Elena versuchte zu vermitteln, ihre Stimme müde, erschöpft von den immer gleichen Diskussionen. “Bitte. Nicht schon wieder.” Doch diesmal ließ keiner von beiden locker. Der Streit zog sich durch das Wohnzimmer, durch den Flur, durch die Küche. Blake erinnerte sich später nur noch an Bruchstücke. Richard, der ihm sagte, er solle endlich verschwinden. Elena, die versuchte, beide zum Schweigen zu bringen. Und Lily, die irgendwann oben in ihrem Zimmer die Tür geschlossen hatte. Irgendwann hatte Blake genug gehabt. Er sagte etwas, das er später selbst nicht mehr genau wiedergeben konnte. Etwas Scharfes. Etwas Endgültiges. Dann drehte er sich um und ging. Die Tür seines Zimmers fiel hinter ihm ins Schloss. Unten ging der Streit weiter. Gedämpft durch die Wände. Stimmen. Schritte. Eine Tür. Irgendwann wurde es still. Blake lag bereits im Bett, starrte an die Decke und versuchte, den Lärm in seinem Kopf auszublenden. Irgendwann schlief er ein. Was unten im Wohnzimmer passierte, während er schlief, würde er erst viel später erfahren. Ein weiterer Streit.Worte, die zu weit gingen. Ein Moment, in dem Elena begriff, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht hatte. Und Richard, der die Kontrolle verlor. Das Messer lag noch auf der Küchentheke. Als alles vorbei war, stand Richard eine Weile einfach nur da. Sein Atem ging schwer, seine Hände zitterten leicht, als würde sein Körper erst langsam begreifen, was gerade passiert war. Elena lag reglos auf dem Boden. Das Blut hatte sich langsam über die Fliesen der Küche ausgebreitet, dunkel und still. Für einen Moment tat Richard nichts. Dann begann er nachzudenken. Im Haus war es ruhig. Lily war oben in ihrem Zimmer. Blake ebenfalls. Das Wissen darum ließ eine neue Idee in seinem Kopf entstehen, kalt und logisch. Er sah zum Messer… Dann zur Treppe.
Es musste gegen vier Uhr morgens gewesen sein, als das Klopfen begann. Laut und unnachgiebig. Blake bewegte sich im Halbschlaf, zog die Decke etwas höher und dachte zuerst, er würde träumen. Doch das Klopfen hörte nicht auf. Stimmen folgten. Schritte im Flur. Dann ging plötzlich die Tür seines Zimmers auf. Licht. Zu grell für seine noch müden Augen. “Blake Mitchell?” Er setzte sich langsam auf, noch halb benommen, blinzelte in das Licht und erkannte mehrere Silhouetten im Raum. Uniformen. Fremde Gesichter. “Was—?” Einer der Polizisten trat näher. “Aufstehen.” Die Worte klangen nicht besonders laut, aber bestimmt genug, dass Blake ohne nachzudenken gehorchte. Sein Herz begann schneller zu schlagen. “Was ist passiert?” Niemand antwortete sofort. Er wurde die Treppe hinuntergeführt, barfuß, noch immer im T-Shirt, das er zum Schlafen getragen hatte. Das Wohnzimmer war voller Menschen. Polizisten. Sanitäter. Blaue Handschuhe. Taschenlampen. Und dann sah er das Blut. Es zog sich vom Flur bis in die Küche. Blakes Magen zog sich zusammen. “Wo ist meine Mom?” Ein Polizist wechselte kurz einen Blick mit seinem Kollegen. Dann sagte jemand leise: “Sie ist tot.” Der Satz hing schwer im Raum. Blake starrte ihn an, als hätte er die Worte nicht richtig gehört. “Was?” Doch bevor jemand antworten konnte, klickten plötzlich Handschellen hinter seinem Rücken zusammen. Der kalte Druck des Metalls ließ ihn endgültig wach werden. “Blake Mitchell, Sie stehen unter Verdacht, Ihre Mutter ermordet zu haben.” Für einen Moment verstand er nicht einmal, was diese Worte bedeuteten. Er sah zwischen den Gesichtern der Polizisten hin und her. “Was? Nein—” Seine Stimme brach ab. “Das ist ein Irrtum.” Doch der Polizist neben ihm reagierte nicht.
Die nächsten Stunden verschwammen. Ein Verhörraum. Graue Wände. Ein Tisch aus Metall. Zwei Stühle. Immer wieder dieselben Fragen. Wo war er gewesen? Warum hatten Nachbarn Streit gehört?
Warum waren seine Fingerabdrücke auf der Mordwaffe? Blake erklärte immer wieder dasselbe. Dass er geschlafen hatte. Dass er das Messer früher benutzt hatte, beim Kochen. Dass er nichts gehört hatte, nachdem er in sein Zimmer gegangen war. Doch mit jeder Stunde schienen seine Worte weniger Gewicht zu haben. Die Beweise waren einfach. Zu einfach. Ein Streit am Abend. Zeugen, die ihre Stimmen gehört hatten. Ein Messer mit seinen Fingerabdrücken. Und Richard, der ruhig erklärte, dass Blake in letzter Zeit immer aggressiver geworden sei. Der Prozess begann Monate später. Der Gerichtssaal war kleiner, als Blake ihn sich vorgestellt hatte. Zu klein für etwas, das über sein ganzes Leben entscheiden sollte. Die Staatsanwaltschaft zeichnete ein klares Bild. Ein wütender Sohn. Ein eskalierter Streit. Ein Moment der Kontrolle, der verloren ging. Sein Anwalt versuchte, Zweifel zu säen. Versuchte zu erklären, dass es keine direkten Zeugen gab. Dass der Fall voller Lücken war. Doch Zweifel reichten nicht immer. Besonders nicht, wenn die Geschichte so gut zusammenpasste. Blake erinnerte sich später kaum noch an den Moment des Urteils. Nur an das Wort schuldig. Und an das Geräusch, das Lily machte, als sie im Publikum zu weinen begann.
Das Gefängnis roch nach Beton, Metall und abgestandener Luft. Die ersten Wochen fühlten sich für Blake an, als würde er durch einen Nebel laufen. Tage verschwammen ineinander, Stunden verloren ihre Bedeutung. Er war achtzehn. Zu jung für diesen Ort. Doch Gefängnisse interessierten sich nicht für Alter oder Gerechtigkeit. Er lernte schnell, dass Schweigen oft die sicherste Antwort war. Dass man niemandem zu viel erzählen durfte. Dass man sich nicht in Dinge einmischen sollte, die einen nichts angingen. Die Jahre vergingen langsam. Schwer. Blake arbeitete in der Werkstatt des Gefängnisses, einfach weil es die Tage strukturierte. Weil die Zeit schneller verging, wenn seine Hände beschäftigt waren. Manchmal lag er nachts wach und starrte an die Decke seiner Zelle. Und immer wieder kehrte derselbe Gedanke zurück. Er hatte nichts getan und trotzdem saß er hier. Die einzige Person, die ihn nie aufgab, war Lily. Am Anfang war sie noch ein Kind gewesen, als sie ihn das erste Mal im Besucherraum sah. Ihre Beine baumelten unter dem Stuhl, ihre Hände umklammerten die Tischkante. “Du hast das nicht gemacht.”, sagte sie damals. Nicht als Frage. Sondern als feste Überzeugung. Blake hatte sie nur angesehen und zum ersten Mal seit Monaten hatte sich die Welt nicht vollkommen verloren angefühlt.

Sieben Jahre vergingen wie in Zeitlupe. Sieben Jahre, in denen Blake jeden Tag aufwachte und sich fragte, ob er jemals wieder hinauskommen würde. Sieben Jahre, in denen die Wände der Zelle sein Zuhause und sein Gefängnis zugleich waren. Sieben Jahre, in denen das Leben draußen weiterging.. nur ohne ihn. Er lernte, die Zeit zu füllen. Arbeit in der Werkstatt, Lesen, Briefe schreiben, die er nicht immer absandte. Er lernte die Regeln, die ungeschriebenen Gesetze, die man überlebte, wenn man nicht auffallen wollte. Freundschaften entstanden vorsichtig, brüchig, weil Vertrauen hier ein Luxus war, den die meisten nicht lange genossen. Und dennoch, egal wie still er sich hielt, wie angepasst er war, das Bild, das alle von ihm hatten, blieb dasselbe: der Sohn, der seine Mutter getötet hatte. Doch es gab eine Ausnahme. Lily. Von Anfang an hatte sie an ihn geglaubt. An seine Unschuld. An seine Stimme, die nie laut geworden war, die aber nie falsch gewesen war. “Blake.”, hatte sie gesagt, als sie ihn das erste Mal im Besucherraum sah. “Du hast das nicht getan. Ich schwöre dir, ich kriege es raus. Irgendwann sage ich der Welt die Wahrheit. Und ich verspreche dir, dass du hier nicht für immer bleiben wirst.” Sie war jung, doch in ihrem Blick lag eine Entschlossenheit, die stärker war als jede Beweisführung, die Blake je gesehen hatte.
Die Jahre zogen ins Land. Lily wuchs, wurde älter, schlauer, zielstrebiger. Sie hörte aufmerksam zu, sammelte Hinweise, stellte Fragen, beobachtete Richard, studierte seine Reaktionen, seine Routinen, die Lücken in seinen Geschichten. Sie sprach mit Nachbarn, Freunden, Bekannten, jeden Hinweis prüfend, immer auf der Suche nach einem Beweis, den die Polizei übersehen hatte. Blake hörte von ihr, so oft es die Besuchszeiten erlaubten. Jede Woche ein kurzes Gespräch, Worte voller Hoffnung, voller Pläne, voller Versprechen. “Es wird passieren.”, flüsterte sie einmal, während sie ihm über die Hand strich. “Du wirst hier rauskommen. Ich schwöre es.” Dann, eines Tages, sieben Jahre nach seinem Urteil, änderte sich alles. Ein Anruf von einem Ermittler, den Lily eingeschaltet hatte. Die Polizei hatte neue Beweise. DNA-Spuren, die zu Richard führten. Fingerabdrücke, die nicht Blake, sondern Richard auf dem Tatmesser hinterlassen hatten. Eine Tat, die vorsichtig geplant worden war, die aber letztlich auf seine eigene Arroganz und Nachlässigkeit gestoßen war. Blake wurde aus seiner Zelle geholt. Die Wände, die ihm so lange alles genommen hatten, schienen zu atmen, zu wanken, als hätte die Zeit selbst beschlossen, die Jahre zurückzugeben. Im Gerichtssaal war es still. Wieder diese kleinen, grauen Wände. Wieder der Tisch, das Metall, die Stühle. Aber dieses Mal war das Ende anders. Die Beweise waren klar. Unbestreitbar. Richard gestand. Leise. Zögerlich, aber er gestand. Blake war unschuldig. Die Handschellen wurden abgenommen. Der kalte Druck verschwand. Für einen Moment stand er einfach da, unfähig, die Welt wieder anzunehmen. Dann wandte er sich zu Lily. Sie lächelte. Groß. Voller Erleichterung, voller Triumph. “Ich hab’s dir versprochen.”, flüsterte sie. Und Blake fühlte, wie die Last von sieben Jahren von seinen Schultern fiel. Zumindest kleine Teile davon.
Der Tag seiner Entlassung war ungewöhnlich klar. Die Sonne schien hell, fast grell, auf das Pflaster vor dem Gefängnis. Die Luft war kühl, frisch, aber sie roch nach Freiheit, nach Straßen, nach Möglichkeiten, die Blake so lange nicht gespürt hatte. Er trat hinaus, spürte das Gewicht der Jahre in jedem Muskel, in jedem Schritt. Die Freiheit schmeckte süß, doch zugleich fremd. Er fühlte sich anders an, nicht mehr wie der Junge, der damals durch diese Tore gegangen war. Sieben Jahre hatten ihn verändert. Er war größer geworden, ja, aber nicht nur körperlich. Die Unsicherheit, die Angst, das unbeschwerte Lachen eines Teenagers, vieles davon war verschwunden. Sein Haar war lang und wirr, die Spitzen ausgefranst, die Wurzeln fettig. Ein dringend nötiger Haarschnitt, und doch schien das nur ein kleiner Teil dessen, was verloren gegangen war. Seine Bewegungen waren vorsichtig, bedacht, nicht mehr so leichtfüßig, wie sie es einst gewesen waren. Sein Blick wanderte prüfend über die Straße, über die vorbeieilenden Menschen, als müsse er die Welt erst wieder lernen, als müsste er sie neu erkunden. Und dann war da Lily. Sie wartete am Ausgang, wie sie es immer getan hatte. Sie hatte zugenommen, war älter geworden, die Schultern breiter, das Gesicht reifer, aber ihre Augen leuchteten immer noch so wie damals, als sie ihm geschworen hatte, die Wahrheit herauszufinden. Er trat auf sie zu, fühlte sich ungeschickt, unbeholfen in seiner eigenen Haut. Ihre Hände legten sich auf seine Schultern, fest und warm, als wollten sie die verlorenen Jahre überbrücken. “Blake…” sagte sie nur, ohne etwas weiter erklären zu müssen. Er nickte nur, schwer, langsam, und für einen Moment standen sie einfach da, auf dem Bürgersteig, in der Sonne, und ließen die Welt an sich vorbeiziehen. Kein Wort konnte beschreiben, wie viel diese Freiheit bedeutete, wie viel Schmerz sie gefressen und wie viel Hoffnung sie wiedergegeben hatte. Die Straßen rochen nach Asphalt, nach Autos, nach Regen, der vom Morgen übrig geblieben war. Alles war gleich und doch anders. Blake spürte die Leichtigkeit, die er einst gehabt hatte, nur in kleinen Fragmenten zurückkehren. Ein Funken davon, genug, um zu wissen, dass er weitermachen konnte. Er atmete tief ein. Frei. Wirklich frei. Und für das erste Mal seit sieben Jahren wusste er, dass er die Chance hatte, sein Leben selbst zu gestalten. Nicht mehr als Opfer. Nicht mehr als Gefangener. Sondern als jemand, der sich neu finden musste.
Ein halbes Jahr später hatte Blake sich eine Routine aufgebaut, so gut es ging. Jeden Morgen stand er früh auf, zog die Arbeitshose an, die noch immer ein bisschen zu groß war, und machte sich auf den Weg zur kleinen Werkstatt, in der er jetzt angestellt war. Ölgeruch, Metall, quietschende Reifen. Es war ein Leben, das er verstand, ein Leben, das er greifen konnte. Die Arbeit war körperlich, fordernd und ehrlich. Er mochte das. Es half ihm, die Jahre im Gefängnis aus seinem Körper zu schütteln, Stück für Stück. Hände, die lange Zeit nur die kalten Gitterstäbe gefühlt hatten, lernten wieder, Werkzeuge zu halten, Schrauben zu lösen, Motoren zu verstehen. Jeder Handgriff war ein kleines Signal an ihn selbst: Du bist hier, du bist frei, du machst es wieder.

NAMEBlake Mitchell
FACE CLAIMCameron Porras
AGEtwenty-five y/o
JOBmechanic
STYLE1ST | 3RD | BOTH
MY PERSONALITY

Blake wirkt nach außen hin wie der grüblerische Typ. Ruhig, zurückhaltend, oft in Gedanken versunken, als würde er ständig Situationen und Menschen analysieren. Die sieben Jahre im Gefängnis haben ihm etwas von der Leichtigkeit genommen, die er früher besessen hatte. Sein Lachen ist seltener, seine Bewegungen bedachter. Doch tief in ihm steckt noch ein Funke seines früheren Ichs .. wie eine Art stumme Entschlossenheit, die nur darauf wartet, in den richtigen Momenten durchzubrechen. Kontrolle ist ihm wichtig. Er vertraut nicht leicht, baut Mauern um sich herum, die nur schwer zu durchdringen sind. Die Welt draußen ist unberechenbar und Blake hat gelernt, dass Vorsicht oft überlebenswichtig ist. Menschen kommen und gehen, und nur wenige bekommen einen echten Einblick in das, was hinter seiner ruhigen Fassade liegt. Lily ist diese Ausnahme. Seine Schwester ist der einzige Mensch, bei dem er alle Mauern fallen lässt. Bei ihr kann er schwach, wütend oder verletzlich sein, ohne Angst vor Ablehnung.
NAMELily Mitchell {oder anderer Nachname; Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass sie ihren Namen an Blakes angepasst hat, um nicht mit ihrem Vater assoziiert zu werden}
FACE CLAIMNailea Devora {wäre allerdings auch offen für Alternativen}
AGEtwenty y/o
JOByour choice
SAMPLEYES | NO | DEPENDS
FAMOUS LAST WORDS

Ich denke soweit habe ich alles angesprochen, was mir auf dem Herzen lag. Wenn du Fragen hast, zöger nicht! Ich werde eilen & freue mich auf dich!
WANNA BE MY MATCH?
I'M LOOKING FOR...
... my little sister
OUR STORY

Das Wichtigste kannst du aus Blake’s Story entnehmen, aber ich fasse das Gröbste zusammen. Lily ist Blake’s Halbschwester und fünf Jahre jünger als er. Dass sie nur Halbgeschwister sind, ist für ihn vollkommen irrelevant - für ihn ist sie einfach seine kleine Schwester. Die Person, die ihn am besten kennt. Diejenige, der er früher bei den Hausaufgaben geholfen hat, die er in den Kindergarten und später zur Schule gebracht hat, und bei der er sich immer automatisch verantwortlich gefühlt hat. Ihre Mutter Elena lernte Lily’s Vater, Richard, kennen, als Blake noch klein war. Für eine Weile wirkte alles stabiler als zuvor - zumindest von außen. Ein Jahr nachdem Richard fest in ihr Leben trat, wurde Lily geboren. Für Blake war sie von Anfang an jemand, den er beschützen wollte. Während ihre Mutter viel arbeitete, war Blake oft derjenige, der sich um Lily kümmerte. Er las ihr abends vor, half ihr bei den Hausaufgaben oder baute mit ihr Deckenfestungen im Wohnzimmer. Für Lily war Blake immer eine Art sicherer Hafen, besonders in den Momenten, in denen die Spannungen zwischen Blake und Richard immer deutlicher wurden. Mit den Jahren verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Blake und Richard zunehmend. Lily bekam vieles davon mit. Oft zog sie sich zu Blake zurück, wenn die Stimmung im Haus kippte. Er war derjenige, zu dem sie ging, wenn sie sich unsicher fühlte. Dann kam die Nacht, die alles veränderte. Ihre Mutter wurde von Richard in einem Streit ermordet und Blake wurde dafür verantwortlich gemacht. Obwohl er unschuldig war, wurde er verurteilt und verbrachte sieben Jahre im Gefängnis. Lily war in dieser Zeit eine der wenigen Personen, die nie aufgehört haben, an ihn zu glauben. Sie besuchte ihn so oft es ging und versprach ihm immer wieder, dass sie die Wahrheit herausfinden würde. Und sie hielt ihr Wort. Sie war diejenige, die schließlich neue Ermittlungen ins Rollen brachte. Durch ihre Hartnäckigkeit wurden Beweise entdeckt, die Richard belasteten - DNA-Spuren und Fingerabdrücke, die ihn eindeutig mit der Tat verbanden. Am Ende gestand er. Blake wurde freigesprochen und nach sieben Jahren endlich entlassen. Heute sind die beiden wieder Teil des Lebens des jeweils anderen, aber die Jahre haben Spuren hinterlassen. Blake ist ruhiger, vorsichtiger geworden, während Lily in der Zeit gezwungen war, schneller erwachsen zu werden, als sie es eigentlich hätte müssen. Trotzdem ist ihre Bindung geblieben. Lily ist und bleibt für Blake der wichtigste Mensch in seinem Leben. Die einzige Person, bei der er seine Mauern wirklich fallen lässt.

What I’m looking for:
Ich suche jemanden, der Lust hat, diese dynamische Geschwisterbeziehung mit Tiefe auszuspielen. Die beiden haben eine sehr enge Bindung, die aber natürlich auch durch die Vergangenheit geprägt ist. Es soll also emotionale, dramatische, aber auch schöne und leichte Momente geben. Ich hatte mir schon das ein oder andere Bild zu den Beiden gemacht. Beispielsweise, dass Blake nachdem er entlassen wurde, für einige Monate bei Lily gewohnt hat, bis sein Leben etwas mehr Normalität erreicht hatte. Gleichzeitig habe ich mir vorgestellt, dass Lily ihn regelmäßig mit Büchern im Gefängnis versorgt hat, damit er die Zeit überbrücken konnte (überwiegend mit Dark-Romance Romanen - ihr Lieblingsgenre - wodurch Blake Gefallen an ihnen gefunden und sich weniger einsam gefühlt hat #hisguiltypleasure).

Für weitere Ideen bin ich mehr als offen und freue mich, diese auszuarbeiten!




Verity Jean Banks believes this is absolute cinema
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