tw: eating disorders, depression, light mobbing
loneliness. noun. the unhappiness that is felt by someone because they do not have any friends or do not have anyone to talk to.
That's the definition, but the reality is something else. loneliness is being in a room full of people yet feeling like you don't belong. loneliness is talking to friends yet not connecting with any of them. loneliness is hiding parts of yourself to survive, to keep going when it wants to swallow you, pull you under. loneliness is a curse, a disease that is rotting you from the inside. That's eating away at your heart, your mind, your very existence. It's a silent killer, always lurking just waiting for the right moment to attack and spread it's venom. But sometimes.. sometimes it's the only thing that makes you feel safe - like a blanket hiding you from the pain.
Als Olivia Haley Preston das Licht der Welt erblickte, schien alles für einen Moment still zu stehen. Als ob alles nur darauf wartete, dass sie ihren ersten Atemzug machte. Vielleicht war es auch genau so. Denn in gewisser Weise war sie ein kleines Wunder. Seit Jahren hatten Henry und Victoria Preston versucht Kinder zu bekommen. Einen Erben, um den Preston Namen weiterzuführen. Nichts wollte funktionieren. Keine natürlichen Mittel und keine Therapien. Als der Doktor ihnen sagte, dass sie beide so gut wie unfruchtbar waren, war für sie eine Welt zusammengebrochen. Doch sie machten weiter. Dann allerdings passierte das, womit niemand gerechnet hätte. Zwei kleine Striche auf dem Schwangerschaftstest. Schwanger. Die Freude im Haushalt Preston war überwältigend. Der Gedanke, dass sie eigentlich mitten in einem Adoptionsprozess waren? Fast vergessen. Aber eben auch nur fast. 9 Monate später wurde die Familie somit nicht nur durch einen adoptierten Sohn sondern auch durch die eigene Tochter ergänzt. Dass Andrew adoptiert war, war sowas wie ein offenes Geheimnis. Die Gesellschaft wusste es, aber niemand sprach darüber – schon gar nicht mit Olivia und Andrew selbst. Die beiden waren nur zwei Jahre auseinander und schon früh zeigte sich die enge Beziehung der Geschwister. Olivia war überall dort zu finden, wo Andrew war. Andrew hatte immer ein Auge auf seine kleine Schwester. Das Familienleben war perfekt. Das junge Mädchen begann früh sich für alles zu interessieren. Die Frage 'Warum?' wurde so oft am Tag gestellt, dass es fast ein Wunder war, dass sich die Menschen um sie herum noch die Zeit nahmen, diese überhaupt zu beantworten. Als sie dann Lesen konnte, wurde eine ganz neue Welt für sie geöffnet. Sie versank in fremden Welten. Statt wie früher mit ihrem Bruder zu spielen, fand man sie jetzt fast nur noch mit der Nase in einem Buch. Während sie in den Kreisen der Prestons dafür bewundert wurde, so sah das in der Schule anders aus. Kinder waren eben manchmal grausam. Durch ihren enormen Wissensdrang war sie ihren Mitschülern bereits von Anfang an voraus – was dazu führte, dass sie ausgegrenzt wurde. Quasi täglich wurde sie als Nerd, Besserwisser oder Weirdo bezeichnet. Olivia verstand nicht, warum es so ein Problem war, dass sie gerne las. Nur weil sie nicht mit draußen rumrennen wollte sondern sich lieber mit einem Buch in den Schatten setzte? Sie zog sich zurück, wurde auch Zuhause immer ruhiger. Ihre Eltern wussten nicht, was sie tun sollten.
Einzig gegenüber Andrew öffnete sie sich noch. Er baute sie auf, unterstützte sie. Und er versuchte sie auch aus ihrer Schale rauszuholen. Sie war 10, als sie das erste Mal den Controller einer Spielekonsole in den Händen hielt. Andrew hatte diese zu Weihnachten bekommen und zwang sie, mit ihm zu spielen. Was als Zwang anfing, wurde schnell eine ganz neue Leidenschaft. Bald schon folgte ihr erster eigener PC. Stundenlang konnte sie sich in neuen Welten verlieren – entweder mit Büchern oder mit Spielen. Dass sie quasi keine Freunde hatte, störte sie kaum noch. Doch die ihre Familie sah es mit kritischen Augen. Wenn sie dazu gezwungen wurde, war sie durchaus jemand, der andere Menschen von sich überzeugen konnte, doch scheinbar wollte sie es nicht von sich aus probieren. Als sie dann auf die middle school wechseln sollte, trafen ihre Eltern eine Entscheidung. Sie würde nicht in Seattle auf eine Schule gehen sondern wurde auf ein Internat geschickt. Für Olivia der pure Horror. Getrennt von ihrem Bruder, ihrer Familie – und all ihren Interessen. Aber sie hatte keine Wahl. Für zwei Jahre wurde sie auf ein Internat in Kalifornien geschickt. Doch das Mädchen, was mit dem Einstieg zur High School wieder in ihr Elternhaus kam, war kaum zu vergleichen mit dem schüchternen Mädchen, was dieses zuvor verlassen hatte. Im Internat hatte sie durch einen Zufall Anschluss an die Cheerleader bekommen. Eigentlich nur, weil eine von ihnen von ihr die Hausaufgaben abschreiben wollte. Recht schnell wurde sie dazu gedrängt dem Cheerleader-Team beizutreten. Und damit fing alles an. Sie wurde beliebt, wurde von anderen Mitschülern gesehen. Ein Gefühl, was süchtig machte. Sie versteckte sich nicht länger hinter Büchern sondern trainierte. Und trainierte. Und trainierte. Ihre Freizeit bestand nur noch aus ihren Freunden und Cheerleading – und ihrem Gewicht. Ein Kommentar der Trainerin war genug gewesen. Ein 'Hmm, vielleicht brauchen wir den Rock eine Nummer größer.'. Aber Olivia wollte keine Nummer größer tragen. Von dem Tag an begann sie auf ihre Ernährung zu achten. Statt Frühstück trank sie nur noch Shakes. Abendessen? Gab es nicht mehr in ihrer Welt. Kalorienzählen bekam ihr Alltag – und ihr Gewicht schwand. Statt eine Nummer größer musste der Rock bald in einer Nummer kleiner sein. Für sie ein Gewinn – für ihre Gesundheit kritisch. Es war einer der Gründe, warum sie nach der Middle School wieder nach Hause kam.
Doch in der High School wurde es auch in Seattle nicht besser. Sie hatte sich von ihrem Bruder distanziert. Bücher und Spiele? Hatte sie keine Zeit mehr für. Zu kindisch. Stattdessen hieß es Cheerleading und alles mit dem Handy festhalten. Menschen, die sie früher vermieden hatten, wollten auf einmal ihre Freunde sein. Fragten sie nach Dates, als plötzlich alle anfingen, Beziehungen zu haben. Sie genoss die Aufmerksamkeit von anderen Menschen mehr, als sie es sich je eingestehen wollte. Und dafür musste sie ihr Gewicht eben auch unten halten in ihren Augen. Sie lernte, wie sie ihren Eltern vortäuschte, dass sie gegessen hatte. Einzig Andrew merkte, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Es war der erste richtige Streit zwischen den beiden Geschwistern. Nicht mehr ein Herz und eine Seele sondern plötzlich Fremde. Sie war 16 zu dem Zeitpunkt. Was sie noch nicht wusste in dem Moment? Nur Wochen später würde Andrew verschwinden. Bis heute weiß sie nicht, was damals passiert ist. Warum er von jetzt auf gleich das Haus verließ und nicht wieder zurückkam. Anfangs machte sie sich nicht einmal Sorgen. Doch nach einer Woche begann sie ihn zu vermissen. Niemand wollte ihr sagen, was eigentlich passiert war. Es war, als ob alle Bescheid wussten und nur sie im Dunkeln ließen. Ihre Beziehung zu Essen verschlechterte sich nur noch mehr. Ihr Gewicht sank weiter. So weit, dass es fast keine Überraschung war, dass sie sich irgendwann verletzen würde. Es war einer ihrer letzten Auftritte als Senior. Ein Stunt, den sie schon tausende Male gemacht hatte. Doch die Trauer über den Verlust ihres Bruders auch wenn er nun schon seit über einem Jahr verschwunden war gemixt mit keinem Essen an diesem Tag programmierte das Unheil vor. Statt auf ihren Füßen knickte sie um und landete sie auf dem Rücken – blieb liegen. Ihre Eltern fuhren sie sofort ins Krankenhaus. Zum Glück war sie bis auf einen gebrochenen Knöchel nicht weiter verletzt, doch die Ärzte sahen die Anzeichen. Diagnose: Essstörung. Statt also ihre Sommerferien wie jeder normale Teenager mit ihren Freunden zu verbringen, verbrachte sie diese in einer Klinik. Sie nahm wieder zu auf Zwang. Lernte, wie eine gesunde Beziehung zu Essen aussah, auch wenn es ein Kampf war und sie es bis heute nicht zu 100 Prozent sieht.
Als sie endlich entlassen wurde, fühlte sie sich leer. Sie durfte kein Cheerleading mehr machen, ihr Bruder war weg, ein Großteil ihrer Freunde hatte sich von ihr abgewandt und sie konnte nicht wie jeder ihrer Freunde zum Wintersemester mit dem Studium starten. Stattdessen zog sie sich wieder zurück und begann mit den Dingen, die ihr damals Freude gemacht haben – Lesen und Gaming. Während sie also darauf wartete, dass sie ihr Marketing und Kommunikation-Studium zum Sommersemester aufnehmen konnte, eröffnete sie einen Twitch Kanal. Für sie war Gaming ein Weg, um sich ihrem Bruder wieder nahe fühlen zu können. Warum das dann nicht mit Menschen teilen? Am Anfang waren kaum Leute in ihren Streams, aber das war auch ok. Doch nach und nach wurden aus 10 Zuschauern 100. Und dann 1.000. Als sie dann also endlich von Zuhause ausziehen konnte und ihr Studium begann, streamte sie dreimal die Woche für bereits 2.000 Menschen. Sie begann Werbedeals zu bekommen, ein Einkommen, damit sie sich nicht mehr auf ihre Eltern verlassen musste. Sie lernte andere Streamer kennen. Als sie dann ihr Studium beendete, waren es nicht mehr 2.000 Leute. Es waren teilweise 20.000 Leute, die ihr zu sahen. Sobald sie am PC saß, konnte sie die Welt draußen vergessen. Sie vergaß Probleme und konnte einfach nur da sein. Weil da Leute waren, die die gleiche Leidenschaft hatten wie sie – und ihr dabei zuschauten.
Dass sie den Job bei den Seattle Kraken bekam, war auch mehr Zufall. Bei einem Influencer Event des neusten NHL-Games war sie mit Leuten ins Gespräch bekommen. Sie hatte über ihr Studium erzählt, dass sie auf Jobsuche war. Zwei Wochen später hatte sie die Einladung zum Bewerbungsgespräch in ihren Mails. Mittlerweile scheint das Leben es gut mit Olivia zu meinen. Sie hat einen Job, der ihr Spaß macht. Ein Hobby, dass die Rechnungen bezahlt. Freunde, die für sie da sind. Doch ihre Probleme? Ihre Probleme tauchen immer noch auf. Wenn der PC aus ist und ihr Apartment sich in Dunkelheit hüllt. Dann kommt immer noch die Frage auf – wo war Andrew? tbc.
Olivia is the kind of person that has a personality for everyone she meets. Not because she is manipulative but because she can sense what people need. A shoulder to cry on? Competition? She will adapt and give the people what they really need. Some would call her a people pleaser – she wouldn't say so herself. After all she has strong opinions and knows how to make a point as well. In her family home she learned that charme can go a long way, so why not use it accordingly? Especially once her competitive streak is coming out to play. She doesn't back down from a challenge which is certainly a good thing in her streaming career. But who is she when the door closes and she doesn't have to perform? She is scared of getting hurt, of being abandoned. Her insecurities come out to play and make her want to hide in bed. Her confidence nowhere to be seen any longer. Nobody wants to see that version, nobody wants to know that girl. So she hides it away and is her confident, bubbly self whenever the door to her apartment opens. Even her friends only know to a degree what is going on in her mind – she simply doesn't want anyone to peak inside.