VEE @banksilla
no rizz, just seductive eyes, a pretty face and multiple personalities

KEI @keiotic.mats
The funniest thing about haters is that they’re still technically fans. Just very committed ones.

VICKY @vic.torious
I’ve been described as a ‘heartless villain’ and a 'little shit’, but I prefer… 'has alternative ways of having fun’

X
#1

— you are my every reason why { corv & tate }

in ARCHIVE 10.03.2026 07:28
von Tatum R. Ashford (gelöscht)
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                                                   @Corvin Ashford


Als ob sie irgendetwas davon abhalten würde, blieb sie vor dem Zimmer ihres Bruders stehen. Sie hatte bisher nicht mal geklopft oder sonst ein Zeichen der Annäherung Preis gegeben. Nein, eigentlich ruhte ihre Hand nur auf dem goldenen Türknauf, nicht sicher, ob sie wirklich weitergehen sollte. Nicht etwa, weil sie ihren Zwilling meiden wollte — das war noch nie der Fall gewesen — sondern viel mehr, weil ihr der Ring an ihrem Finger Angst bereitete. Das sanfte Licht aus dem Flur brach sich im Karat, ließ ihn kurz aufblitzen wie das Juwel, welches es nun mal auch war. Er war hübsch, wirklich hübsch. Kieran hatte sich Mühe gegeben — das wusste sie. Er passte perfekt zu ihr — alles daran war sorgfältig gewählt. Er war schlicht, aber dennoch besonders. In einer einfachen Fassung, und doch geschwungen. Ein Unikat. Er ist fast so besonders wie du Waren die Worte, die er zur Erklärung der Auswahl bot. Aber trotzdem.. irgendwie fühlte es sich fremd an. Fast so, als würde sie etwas tragen, das eigentlich nicht ihr gehörte. Tate atmete leise aus, bevor sie die Tür schließlich einen Spalt öffnete. Corvin war da. Allein diese Gewissheit nahm ihr ein kleines bisschen von der Enge aus der Brust, auch wenn sie schon langsam wieder spürte, wie sich der Strick um ihre Stimme legte. Atmen, Tatum. Es ist alles in Ordnung.
Sie schob sich vorsichtig hinein, als hätte sie Angst, den Raum zu stören, obwohl sie genau wusste, dass sie das bei ihm nie tat. Ihre Schultern waren leicht nach vorne gezogen, die Finger ineinander verschränkt, bis sie schließlich wieder zu dem Ring fanden. „Hat du gerade Zeit?“ fragte sie beinah zögernd: ihre Stimme war so leise, dass sie selbst kurz blinzelte. Im ersten Moment blieb Tatum erst einmal in der Nähe der Tür stehen, als müsste sie sich vergewissern, dass sie hier wirklich sein durfte. Dann machte sie doch ein paar Schritte weiter hinein, denn als sie die Umrisse ihrer besseren Hälfte richtig wahrnahm, schenkte es ihr nicht nur Kraft, sondern auch Mut. Wie sooft schon, wenn sie nicht weiter wusste. Und doch.. Der Ring fühlte sich schwer an. Sie drehte ihn langsam mit dem Daumen, als müsse sie sich durch die Berührung vergewissern, dass er auch wirklich keine Einbildung war. „Ich.. ich fühle mich irgendwie falsch.“ Ihre Worte klangen vorsichtig, tastend. Als würde sie jeden einzelnen vorher prüfen, bevor sie ihn aussprach. Und dennoch war die Message dahinter schon schwerwiegend — denn wenn es eines gab, was Tate immer wusste, dann war es die Haltung zu wahren. Sie zerbrach eher unter Erwartungen, als zuzugeben, dass auch ihr es mal nicht gut geht. Sie dürfen nicht wissen, dass du zweifelst, das du leidest. Die Familie hat genug Probleme. Ein mantra, dass Tate begleitete seitdem sie zum ersten Mal von Corvins Diagnose und den tatsächlichen Ausmaßen erfahren hatten. Ein mantra, dass sich durch ihr Leben zog, als wäre sie davon abhängig.
Tate setzte sich schließlich auf die Kante seines Bettes, beinahe zu sanft, als könnte die Matratze sonst protestieren. Ihr Blick blieb auf ihrer Hand liegen und dennoch huschte ein kleines, unsicheres Lächeln über ihr Gesicht. „Er ist wirklich schön.“ Es klang ehrlich. Und irgendwo war es das ja auch, oder? Und gleichzeitig so, als würde sie versuchen, sich selbst davon zu überzeugen. Ihr Daumen strich wieder über den Ring. Einen Moment schwieg sie, während ihre Gedanken ineinanderflossen — Miami, Seattle, die lange Reise, die Kieran auf sich genommen hatte. Dass er zurückgekommen war. Dass er gefragt hatte. Vor ihrem Vater. Vor allen. Und sie hatte ja gesagt. Natürlich hatte sie das. Wie es von ihr zu erwarten war. Tatum hob den Blick schließlich ein wenig, nicht ganz zu Corvin, eher irgendwo zwischen ihnen. „Es war.. ziemlich viel heute.“ Ein kleines, fast entschuldigendes Lachen löste sich aus ihr. „Ich glaube, ich hab gar nicht richtig darüber nachgedacht.“ & das, Ladies and Gentlemen, war nicht einmal gelogen. Alles war so schnell gegangen. Die Erwartung im Raum war beinahe greifbar gewesen — warm, drängend, voller Hoffnung. Und Tate war nie gut darin gewesen, Hoffnung abzulehnen. Sie spielte erneut mit dem Ring. „Aber er ist extra hierher gekommen..“ murmelte sie leise. „Den ganzen Weg.“ Es lag Bewunderung in ihrer Stimme. Dankbarkeit auch und dennoch senkten sich ihre Schultern ein wenig, als würde der Ballast darauf sie kleiner machen. „Das bedeutet doch bestimmt, dass er es ernst meint.“ Die Worte klangen wie eine Feststellung aber sie fühlten sich eher an wie eine Frage. Tatum zog die Beine leicht an, ihre Finger verschränkten sich locker um ihr Knie, während der Ring wieder kurz im Licht aufblitzte. Ihr Blick wanderte zu Corvin, diesmal etwas direkter, aber immer noch weich, vorsichtig. „Und.. vielleicht..“ begann sie zögernd, „vielleicht ist es auch gut, jemandem eine Chance zu geben, wenn er sich so bemüht.“ Jemanden anderen als Landon, fügte sie in Gedanken hinzu. Und sie sagte es extra sanft. Ohne Druck. Fast so, als hätte sie Angst, die Idee zu zerbrechen, wenn sie sie zu fest aussprach. Ein kleines, unsicheres Lächeln erschien wieder auf ihrem Gesicht. „Oder?“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch. Nicht fordernd. Nicht drängend. Nur hoffend, dass jemand verstehen würde, dass sie das brauchte — das tat sie, oder?


Corvin Ashford wants to heal your trauma but also cause a little more
Corvin Ashford just activated their sad playlist
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#2

RE: — you are my every reason why { corv & tate }

in ARCHIVE 23.05.2026 01:26
von Corvin Ashford | 4 Beiträge
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                                                   @Tatum R. Ashford

Corvin hatte diesen Morgen noch nicht viel geschafft. Er war sehr früh aufgewacht, hatte ein wenig gelesen und war dabei schließlich wieder eingeschlafen. Nachdem er das zweite Mal seine Augen geöffnet hatte, war ihm schlecht gewesen, sein Kreislauf war ihm so heruntergefahren, dass er sich erstmal kaum bewegen konnte. In seinem Schädel wummerte es und sein Herz schlug polternd in seiner Brust.
Nichts an diesem Morgen fühlte sich gut an und doch schien draußen die Sonne, lachte hämisch durch das Fenster.
Er würde es versuchen, heute noch in den Garten zu gehen, die Nase in die Sonne zu strecken und zu atmen. Einfach nur atmen.

Noch während er so in Gedanken war, nicht wissend, wie viel Zeit vergangen war, klopfte es an seiner Tür. Sein Blick wanderte hinüber und ein Lächeln trat auf seine Lippen, als er seine Schwester erkannte. Sie war es, die ihn wie so oft in seinem Zimmer besuchte. Sie war es, die sich um ihn sorgte und nach ihm fragte, die seine Abwesenheit bemerkte und für die seine Anwesenheit manchmal so qualvoll viel Verantwortung bedeutete.
Manchmal wünschte sich ein Teil von Corvin, sie würde gehen und nicht wieder kommen und sie würde ihr eigenes Leben seinem vorziehen. Und ein anderer Teil war ihr einfach nur dankbar, dass sie blieb und ihn verstand, ihn einbezog in ihr Leben.

“Hallo Tate, für dich immer!”, sagte der männliche Zwilling und lächelte seine Schwester aufmunternd an. Er war sogar froh, dass sie hier war und ihn beschäftigte, ihm etwas erzählte und ihn teilhaben ließ an dem Da Draußen.
“Was meinst du mit falsch?”, fragte er direkt interessiert nach und musterte seine Schwester, die heute irgendwas auf dem Herzen hatte. Sie wirkte erschöpft, fast unsicher und Corvin klopfte neben sich, damit sie zu ihm kam und sich setzte. Das hatten sie schon so oft getan. Sie hatten oft beieinander gelegen, im selben Bett und sich stundenlang Geschichten erzählt, anstatt zu schlafen. Lange Nacht hatten sie es genannt, wenn ihre Eltern sie mal wieder ermahnten, dass sie endlich aufhören sollten zu quatschen und schlafen mussten. Sie hatten das nie verstanden und für ihre Lange Nacht auch die Müdigkeit am nächsten Tag in Kauf genommen.
Corvins Augen wanderten zu dem Ring und er nickte. Er hatte mitbekommen, dass Tatum ihn von Kieran bekommen hatte und es freute ihn, dass sie sich nun etwas eigenes aufbaute, auch wenn er nicht ohne Neid und Unsicherheit war, ob er sie so verlieren würde. Aber ihn würde es vielleicht nicht mehr lange geben und dann wäre es nur fair, wenn Tatum glücklich würde, auch ohne ihn und mit lieben Menschen an ihrer Seite, die sie liebte und die sie ebenso liebten.
Doch so sehr sich Corvin auch einredete, dass es gut so war und Tatum es sicherlich auch so empfand. Er spürte, dass es nicht so war, dass seine Schwester sich schwer tat, dass sie zweifelte. Ihre Worte glichen kleinen vorsichtigen Nadelstichen in ein Rettungsboot, nur um mal zu testen, wie viel es aushielt, wie lange es sie tragen würde. Dieser Gedanke gefiel Corvin ehrlich gesagt gar nicht und doch musste auch er seine Worte sammeln, musste überlegen, wie er ausdrückte, was er fühlte, was sie in ihm auslöste und was zwischen ihnen schwebte.
Der Dunkelhaarige wollte seinen Zwilling auf keinen Fall verletzen, doch verschweigen konnte er es ebenso wenig. Und am Ende ihrer Worte, diese sanfte, leise Frage, die schwer wog und durch das Oder? noch so viel mehr an Gewicht bekam.

“Tatum…”, sprach er dann ruhig, leise und langsam. Nicht weil er nicht anders konnte, sondern weil er sich ihr anpassen wollte. Er wollte sie nicht verschrecken und ihr auch keine weiteren Sorgen bereiten. Liebevoll griff er nach ihrer Hand, nahm sie in seine und streichelte sie mit dem Daumen.
“Das hier ist keine Sache, die du mit dem Verstand beantworten kannst. Es ist, wider deines üblichen Verhaltensmusters keine Wahl, die du triffst, um dich ab zu sichern. Es sollte eine Entscheidung aus dem Herzen sein. Etwas, das du fühlst, weil es dich glücklich macht, dir Ruhe und Gelassenheit schenkt. Etwas, das dich fliegen lässt, dich frei macht…”
Kurz dachte er über weitere Worte nach. “Was ich meine ist, Tatum, dir steht die ganze Welt offen. Du kannst alles sein und haben. Du musst dich nicht binden, weil man das so macht, sondern weil es dir etwas bedeutet.” Sein Blick suchte den ihren. “Wenn du willst, dann gehen wir weg, weg von hier, weg von allen und wir suchen uns ein eigenes ganz frei gewähltes Leben, irgendwo, wo es sich gut anfühlt…” Wie gern würde er das tun, wie gern würde er sie begleiten, vermutlich würde er an so vielen Dingen scheitern, aber sie? Seine Schwester, sein liebster Mensch auf Erden. Sie würde es schaffen und sie sollte auf keinen Fall Kompromisse eingehen, nur damit sie etwas hatte, das sie vielleicht irgendwann bereuen würde.





// Ich hoffe das passt so. Hab ja jetzt viel zu lang daran geschrieben. //


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#3

RE: — you are my every reason why { corv & tate }

in ARCHIVE 04.06.2026 19:36
von Tatum R. Ashford (gelöscht)
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                                                   @Corvin Ashford

Wenn es eine Sache gab, die Tate schätzte, dann jene, dass sie wusste, dass ihr Bruder immer ehrlich zu ihr war. Sie nahm jedes seiner Worte auf, ohne ihn einmal zu unterbrechen - vielleicht aber auch, weil sie dennoch Sorge in sich trug, dass ihre Stimme sie alleine verraten würde. So sehr sie es auch liebte, so sehr hasste sie es auch, dass die Worte ihres Bruders sie immer dort trafen, wo sonst so gut wie niemand rankam: An ihre innere Mauern, die sie immer still und behutsam aufrecht erhalten hatte; jene, die sie immer wieder daran erinnerten, dass sie Erwartungen entsprechen musste und diesem ständigen Versuch, einem Pflichtgefühl zu entsprechen, welchen sie sich selbst auferlegt hatte. Und als er ihre Hand nahm, konnte sie gar nicht anders, als sich zuerst anzuspannen, nur um dann vollkommen zu entspannen. Es war faszinierend, wie alleine seine Berührung ausreichte, damit sie sich sicherer fühlte. Noch während die Worte ihres Zwillings in ihr nachhalten, überlegte sie ernsthaft, ob sie für solch ein Leben je vorgesehen war. Frei von Zwängen.. glücklich. Es klang alles so leicht, wenn er das sagte, beinah selbstverständlich. Als hätten die beiden eine Wahl, welches Leben sie führen wollen würden, auch wenn ihr bewusst war, dass das nur eine Traumvorstellung war. Er war immerhin krank und auf Medizin angewiesen, und Tate war einfach eine Gefangene ihrer eigenen Probleme.
Und noch während sie über ebendiese Probleme wieder ins Grübeln verfiel, strich sie wieder über den Verlobungsring, der an ihrem Finger prangte. Obwohl der Ring nicht wirklich schwer war, trug er dennoch ein Gewicht, welches sie nicht einfach so abschütteln oder abstreichen konnte. "Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht einmal, ob ich eigentlich weiß, wie sich das anfühlt", sagte sie dann leise, und wich seinem Blick aus. "Ich meine dieses.. abschalten und sicher sein. Nicht immer alles zu bedenken." Vorsichtig, als würde sie unter dem Gewicht ihres eigenen Geständnis gleich zerbrechen, sah sie ihn dann an und traf auf nichts, als geballtes Verständnis. "Ich meine, ich romantisiere selber alles. Ich will daran glauben, dass Liebe alles leichter machen kann und alle Zweifel vergehen", holte sie dann aus und seufzte leise, bevor ihr Blick etwas leerer wurde. "Aber alles, woran ich immer denke ist, dass ich mit jeder falschen Entscheidung jeden enttäuschen werde. Und das man falsche Entscheidungen und Enttäuschungen nicht von mir gewohnt ist." Und das war vermutlich ein Geständnis, welches längst überfällig war. Als müsse sie sich irgendwie von der Außenwelt absichern, zog sie die Beine an sich heran, bis ihre Knie etwas gegen die Seite ihres Bruders stieß. Normalerweise hätte sie sich einfach in seine Sicherheit fallen lassen, hätte den Kopf bei ihm gestützt, und alles wäre leichter. Wenn auch nur für den Moment. Aber heute? Heute fühlte sich selbst Nähe nur vorsichtig genießbar an. Ebenso wie seine folgenden Worte.. Weg von hier.
Für die Dauer eines schnellen Herzschlags flackerte etwas in ihrem sonst so vorsichtigem Blick auf - irgendetwas zwischen Sehnsucht aber auch purer Angst. Es gab noch nie einen Moment in ihrem Leben, in dem sie sich daran entsann, dass es in ihren Gedanken um mehr ging als nur Verpflichtungen. Möglichkeiten gab es etliche auf der Welt - aber in Tates immer nur die Möglichkeit zu versagen und jemanden zu enttäuschen. Das es eine positive Möglichkeit geben könnte, stand für Sie nie zur Debatte. Und dennoch.. für einen winzigen Moment malte ihr Kopf Bilder davon: Ein kleines Haus, irgendwo am Meer.. Corvin, der zumindest so gesund war, dass sie tagsüber schwimmen konnten, abends auf der Veranda dann gemeinsam irgendwelche Filme schauten und viel zu viel Fastfood aßen. Und weit und breit gäbe es keine Erwartungen, keine Veranstaltungen, keine Verpflichtungen. Weder jene, die man als Familie des Gouverneurs einfach trug, noch die, die sich Tatum selbst auferlegte. Aber selbst dann zog die Realität ihr einen Strich durch die Rechnung und holte sie zurück. Mit einem etwas traurigerem, aber dennoch auch weicherem, Blick sah sie ihren Bruder an und sie drückte seine Hand leicht. "Du weißt, dass ich überall mit dir hingehen würde", bestätigte sie dann und sie meinte es auch so. Würde er weg wollen, würde sie mitziehen. Sie könnte gar nicht anders, aber unter Anderem eben auch aus dem Grund, dass sie dadurch sicherstellen würde, dass sich jemand um ihn kümmerte. Es wäre also weniger eigennützig sondern mehr.. wieder aus einem Verantwortungsbewusstsein. Wann war sie so verloren gegangen? Die kurze Stille dehnte sich etwas unangenehm aus, bevor sie den roten Schopf schüttelte. "Aber sind wir ehrlich, Corv..", sie schluckte leicht und ihr Blick tauchte sich wieder weich. "..wir wissen beide, dass wir hier niemals einfach verschwinden könnten." Es war offensichtlich, oder nicht? Und trotzdem war es wohl erlaubt, dass man noch.. träumte. Ganz kurz glitt ihr Blick zum Fenster, hinaus in das Sonnenlicht, dass sie zwar täglich sah, aber schon lange nicht mehr richtig erreichte. Sie schluckte leicht, als sich ihr Blickfeld wieder auf ihren Bruder minimierte. "Und stell dir bitte vor, was wir Dad und Mom damit nur antun würden..", wendete sie dann noch ein, auch wenn das noch harmlos formuliert war. Alleine der Gedanke daran, wie ihre Mutter vor Sorgen krepieren würde, ließ sie unangenehm anspannen. "Und Kieran.. er..", sie stockte kurz und schloss für einen Moment die Augen, um diesen Druck in ihrem Brustkorb auszusitzen, der urplötzlich immer immenser wurde. "Du weißt nicht, wie er mich angesehen hat..", gestand sie dann, und ihre Stimme war etwas brüchig und Schuld stahl sich hörbar mit ein. "Er hat mich angesehen, als hätte ich ihm gerade all das gegeben, was er sich je gewünscht hätte..", führte sie dann aus, und sie seufzte erneut leise. "Und das alles nur, weil ich ihm.. mich gegeben habe." Und neben der Schuld legte sich ein weiteres, viel zu bekanntes Gefühl in ihre Magengrube: Verantwortung. Verpflichtung. "Ich kann ihn nicht verletzen, ich will ihn nicht enttäuschen." Wieder drehte sie langsam den Ring an ihrem Finger, dch diesmal wirkte die Bewegung nervöser, rastloser. Schließlich zog sie die Hand zurück, betrachtete das Licht darin und flüsterte beinahe: "Ist das schlimm?“ Ihr Blick hob sich wieder zu Corvin; Offen, verletzlich, fast erschrocken vor der eigenen Frage. "Dass ich bei seinem Antrag nicht zuerst an ihn gedacht habe.. sondern daran, ob jetzt endlich alle zufrieden mit mir wären?“


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