VEE @banksilla
no rizz, just seductive eyes, a pretty face and multiple personalities

KEI @keiotic.mats
The funniest thing about haters is that they’re still technically fans. Just very committed ones.

VICKY @vic.torious
I’ve been described as a ‘heartless villain’ and a 'little shit’, but I prefer… 'has alternative ways of having fun’


#46

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 20:16
von Victoria Pérez | 284 Beiträge
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Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
(Um auch Teil dieser umwerfenden Stadt zu werden, fülle einfach die angehangene Vorlage aus und wir sehen uns alsbald auf der anderen Seite!)

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#47

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 20:18
von Nicky
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@Hey_Nicky
STORYLINE
"Ja, ich weiß dass das Meeting vor zehn Minuten angefangen hat... Ja, ich bin schon- Moment, genau, zwei Zucker, danke... Nein? Ich hab mir keinen Kaffee, sondern einen Iced Matcha Latte geholt. Oh mein Gott! Kannst du bitte kurz chillen? Wir sehen uns in 5, bye!" So sah der typische Alltag für den ältesten Hayes Spross aus. Nun gut, nicht ganz so typisch - normalerweise kam er pünktlich, aber ab und zu vergaß man die Zeit, wenn der Webtoon gerade spannend wurde. Es war nicht seine Schuld. Nicolas Leben war ein ständiges Auf und Ab. Ein Hin und Her, aber dafür wurde es nie langweilig. Wie konnte sich der Hauptcharakter Su-ae auch wieder auf den Typ einlassen? Also beginnen wir von vorne, nein, natürlich nicht beim Webtoon. Hier dreht sich ausnahmsweise alles um die Story von Nicolas Hayes.

Geboren wurde der heute 25-Jährige im sonnigen Busan in Südkorea. Dort sollte er allerdings nicht lange verweilen und erst Jahre später seine Heimatstadt kennenlernen. Die Schwangerschaft war tatsächlich ungewollt. Seine Mutter war gerade einmal sechzehn Jahre alt und damit begannen Probleme, die schwere Entscheidungen nach sich ziehen sollten. Den Familiennamen Kang bereits einmal durch den Dreck gezogen und mit der eigenen Freiheit am Abgrund stehend, erschien ihr Bruder in strahlender Ritterrüstung und tat nicht nur seiner Schwester, sondern auch sich selbst einen großen Gefallen mit der Adoption des Babys. Schließlich konnten er und seine Frau selbst keine Kinder bekommen, so war es doch Glück im Unglück - gemein wie es klang - und nach zwei Jahren konnten sie Min-woo zu sich nach Seattle holen. Dort wurde er auf den Namen Nicolas Hayes getauft und war fortan fester Bestandteil der Familie. Genau wie sein On- Vater, Daniel, sollte er durch den westlichen Namen einen leichteren Start ins Leben bekommen. Kang Min-woo würde nur noch auf seiner Geburtsurkunde, tief unter abertausenden Dokumenten in einem Schuhkarton verstaut, existieren.

Tatsächlich verlief das Leben von Nicolas bis auf Weiteres völlig unspektakulär. Seine Kindheit voller Abenteuer, meckernder doch liebender Großeltern, einer Farm und Sommern voller langer Nächte und Schlammschlachten geprägt, war es kein Wunder, dass der kleine Junge zu einem Wirbelwind an Faszination und Fröhlichkeit heranwuchs. Seine Großeltern in Snoqualmie machten es sich zur Aufgabe, ihrem Enkel möglichst viel mit auf den Weg zu geben, indem sie ihm zum einen handwerkliches Geschick beibrachten. Sei es durch Malerei, Schnitzen oder Gartenarbeit - seine Großmutter war durch und durch eine Hausfrau und stellte sicher, dass Nicolas nicht nur Stunden vor dem Fernseher oder am Nintendo verbrachte. So brachte sie ihn oft zu den benachbarten Farmen und ließ ihn dort bei der Pflege von Tieren helfen. Sein Großvater hingegen bereitete ihn auf den zukünftigen Schuleintritt vor, war selbst einmal als Lehrer beschäftigt und wollte seinen Enkel nicht mit schlechten Noten nach Hause kommen sehen. Vielleicht lag es an ihrer Einstellung, doch die schulische Bildung stand bei ihnen hoch im Kurs. "Du wirst es verstehen, wenn du einmal in Südkorea bist." hatte sie ihm gesagt und ihm zusätzlich ihre Werte vermittelt, ihn in koreanischer Schrift und Sprache unterrichtet, bis sie ausschließlich mit ihm in ihrer Muttersprache sprachen. Nicolas hatte sich deswegen eine Zeit lang davor gesträubt, zu seinen Großeltern zu gehen, aber irgendwie fand er es doch ganz cool vor seinen Freunden aus dem Kindergarten mit seinem Wissen anzugeben.

Kurz vor seinem Schuleintritt sollte sich das fast schon idyllisch ruhige Leben des Hayes ändern, als ihn seine Eltern eines Abends auf die Couch setzten und ihm von einem kleinen Geschwisterkind erzählten. Wieso sie sich für eine Adoption entschieden hatten, interessierte Nicolas damals nicht, war ihm nur wichtig, dass das neue Kind nett war. Nett war es. Vielleicht zu sehr, denn plötzlich musste er die Aufmerksamkeit seiner Eltern (und Großeltern!) teilen, musste seine Spielsachen teilen und immer Rücksicht auf den Neuzuwachs geben. Was ihn dabei am meisten störte? Wie eine Klette klebte das andere Kind an ihm. Damals befürchtete er bereits, nie wieder eine ruhige Sekunde für sich zu haben und irgendwann beschloss er, schärfere Geschütze aufzufahren. Mit einem Mal verschwand das aufgezwungene Lächeln und er wurde womöglich zum größten Widersacher des anderen. Ignorierte, schubste und spielte böse Streiche, die nicht selten in Tränen endeten. Nicolas wusste das was er tat, falsch war, aber er verstand damals nicht was Eifersucht bedeutete und wie schnell sie vergehen konnte, wenn man seine Perspektive änderte. Nur wenige Jahre voneinander getrennt, besuchte auch das jüngste der Hayes Kinder endlich die Schule und obwohl Nicolas nie damit gerechnet hätte, fand er sich eines Tages vor einem am Boden weinenden Kindes wieder, andere aus der Oberstufe dabei beschimpfend. Nicolas hatte bisher keine Probleme in Form von Mobbing gehabt. Seine nonchalante Art auf Sticheleien anderen zu reagieren und seine bunten Erzählungen des Landlebens bei seinen Großeltern, sowie die Dinge die er besaß und bereits wusste, spielten dem Hayes gut in die Karten. Doch nur weil er so mit seinem Geschwisterkind umging, bedeutete das noch lange nicht, dass das auch andere durften. Irgendwann hatte er sowieso angefangen den anderen zu tolerieren und seit diesem Vorfall, lernte er ihn auch zu lieben.

Inzwischen waren die beiden Hayes Geschwister ein Herz und eine Seele - vertrauten einander, stärkten sich gegenseitig den Rücken und vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht, drückt einer dem anderen einen Kuchen ins Gesicht. "Happy Birthday, you sick fuck." Das daraus resultierende Polaroid hing schließlich in Nicolas Schließfach und erinnerte ihn daran, dass selbst der holprigste Start einer Beziehung noch gut werden kann. Verbissen genug, scheute er sich auch nicht, seinem Crush endlos auf die Nerven zu gehen. Die Cheerleaderin hatte ihm sprichwörtlich den Kopf verdreht und sogar seine Teammates im Lacrosse zogen den Angreifer täglich auf. "Hoffnungslos verloren." hatten sie ihn genannt, na danke. Die Highschool war womöglich eine der besten Zeiten in Nicolas Leben. Hier schien sich der Teenager gänzlich zu entfalten, schöpfte jede Möglichkeit aus, seinen Horizont zu erweitern und badete sich in seiner Beliebtheit, ohne überheblich dabei zu sein. Dabei ignorierte er die drohende Furcht davor, was seine Zukunft für ihn parat hielt. Über die Jahre hinweg lebte Nicolas lediglich im Hier und Jetzt - niemals einen Schritt zurück oder einen zu weit voraus. Vielleicht aus eben jenem Grund schockte er nicht nur seine Familie, sondern auch seine Freundin mit der Entscheidung, eine Weltreise anzutreten, statt zu studieren. Er wollte die Welt sehen, neue Erfahrungen sammeln und seine Wurzeln in Südkorea ergründen. Tief im Inneren zog es ihn nach Busan und er wollte wissen, warum. Seine Reise führte ihn durch Europa bis nach Asien. Nicolas probierte nationale Spezialitäten, übernachtete unter dem Sternenhimmel, bestieg Berge, fuhr per Anhalter mehrere Meilen und ließ sich tätowieren... Alles festgehalten in Blogs und Erzählungen. Über die Zeit hinweg entwickelte er neue Interessen und lernte viel über die verschiedenen Kulturen, in denen er verweilte. Schade nur, dass er den wichtigsten Menschen in seinem Leben nicht an seiner Seite haben konnte. Während die Gespräche immer kürzer und seltener wurden, stieg in Nicolas der innerliche Druck. Obwohl er sich erfüllt fühlen sollte, zerrte an ihm eine völlig andere Emotion, die ihn langsam doch stetig in die Knie zwang.

Die ersten Anzeichen waren Schlaflosigkeit und Antriebslosigkeit. Von jetzt auf dann wurde es still um den älteren Hayes. Immer häufiger plante er mehr Zeit ein, weil ihm nicht danach war weiterzureisen. Plötzlich reichte ihm kein bloßes lebendig sein - wollte er mehr? Weniger? Beständigkeit? Nicols fiel in ein Loch, aus dem er nicht so schnell herauszukommen schien. "Hey, lange nichts gehört. Was ist los bei dir? Meld dich mal wieder, sonst schick ich einen Suchtrupp los." Nicht, dass er sich anstrengte. Wenn die Sonne ihn dann schließlich richtig traf, ihm Kraft zu spenden schien, fühlte er sich wieder motiviert und strahlte seine Mitmenschen an, lachte laut und balancierte am Rand eines Daches mit einer Gruppe Unbekannter, die ihn einluden gemeinsam die Skyline zu bewundern. So ging das eine ganze Weile - auf und ab, bis seine Beziehung ein jähes Ende fand. Okay, vielleicht war es nicht so abrupt, wie er behauptete. Nicolas merkte selbst, wie wenig Zeit er für Victoria hatte und wie sehr ihr die Ferne zusetzte. Trotzdem zog er sich danach größtenteils zurück. Ihr Briefe zu schreiben, die er dann doch nicht mehr abschickte, blieb ein kleines Geheimnis zwischen ihm und der Welt. Inzwischen war er in Südkorea angekommen und trat dort seinen Road Trip nach Busan an. Mittlerweile waren 2 Jahre vergangen, aber er machte noch keine Anstalten, nach Hause zurückzukehren. Wieder einmal fühlte er sich nicht im Stande dazu, wollte sich nicht die Mühe machen und verweilte stattdessen bei seiner Tante. Ihre Familie war warmherzig und lud ihn ein, zu bleiben, wie lange er wollte. "Du bist fast wie ein Sohn für mich... wir würden dich nicht verscheuchen." Er nahm das Angebot an und erst nach unzähligen Diskussionen mit seinem Vater, entschloss er sich ein halbes Jahr später dazu, mit dem Flieger nach Seattle zurückzukehren. Gegen jede Erwartung, waren die warteten Arme seiner Familie alles, was er brauchte, um wieder aufzublühen. Auch wenn er das flüchtige Gefühl von Sehnsucht nicht abschütteln konnte. Es fühlte sich an, als hätte er einen Teil von sich in Busan zurückgelassen. Für einige Wochen verweilte er in seinem Kinderzimmer, kontaktierte seine Freunde und traf sich mit jedem von ihnen. Naja, nicht mit allen. "Wie von den Toten auferstanden, man, du warst einfach verschwunden. Hattest ne gute Zeit, was?" stieg Nicolas mit hallendem Lachen darauf ein, weil es leichter war, als zu erklären, dass es Tage gab, an denen er gar nicht aus dem Bett kam.

Von neuem Tatendrang gepackt oder auch nur den Diskussionen mit seinem Eltern aus dem Weg gehend, half er als Barista aus und verbrachte den Rest des Tages im Nachtleben. Nicht zum feiern, viel mehr um zu genießen. Die Stille im naheliegenden Park gab ihm Zeit zum nachdenken, ohne dabei abgelenkt zu werden. Er wusste, dass er der Frage nicht ewig entkommen konnte und auch nicht bis ans Ende seiner Tage als Barista arbeiten wollte. Nicolas fehlte lediglich eine Richtung in die er gehen wollte. Vielleicht wollte er auch einfach zu viel? Immer mehr, wie damals auch schon. Während er sich also ein gutes Jahr mit sich selbst auseinandersetzte und schlussendlich doch mit seinen Eltern sprach, fassten sein Vater und er einen Entschluss. Er würde im Verlag "The Atelier Press", anfangen und man würde ihn anlernen. "Probiere es aus, hm? Ich habe da so ein Gefühl, dass du gut bei uns reinpassen würdest." Sechs Monate voller Disziplin, Strenge und Zähne zusammenbeißen folgten. Sechs Monate in denen Nicolas oftmals hochmotiviert und dann wieder in sich gekehrt war. Es war keine Seltenheit, dass er daran zweifelte, ob er in den Verlag einen Platz finden würde, doch die Arbeit dort machte ihm Freude. Er fand Leute, bin denen er sich gut verstand und die einige seiner Interessen teilten, genoss Freiheiten die manche als "Daddy Privilegien", betitelten und spürte langsam, wie sich der tiefsitzende Druck auf seiner Brust löste. Die hübsch dekorierten Zweifel an seinen Fähigkeiten als Creative Editorial Assistant kümmerten ihn wenig, wusste er schließlich, dass sein Vater ihn nicht fest eingestellt hätte, wenn er nur Scheiße bauen würde. An manchen Tagen prallten die Worte an ihm ab, die Blicke leicht zu ignorieren und an anderen Tagen, blieben sie an ihm haften und verfolgten ihn. Manchmal gab es Phasen, da verlegte er die Arbeit ins Homeoffice und er schien längere Zeit gar nicht mehr vor Ort. "Die Leute reden, Nicolas. Schau zu, dass du bald wiederkommst." Dabei waren es nicht unbedingt die negativen Kommentare, die ihn davon trieben, sondern eher sein eigener Kopf, der Gedanken überschlug und jedes noch so kleine Gefühl über-analysierte. Er dachte oftmals an seine Tante und wie sie ihm Trost in unruhigen Momente spendete. Dabei kannten sie sich damals kaum und doch war da eine Verbindung zwischen ihnen, die Nicolas nicht selten zu verstehen versucht hatte.

Drei Jahre nachdem er im Verlag seines Vater und unter dessen direkter Anweisung angestellt war, schien sich endlich eine Art von Anerkennung und Respekt ihm gegenüber und seiner bereits geleisteten Arbeit zu etablieren. Der Hayes Sprössling hatte in beinahe Höhenflug-ähnlichen Phasen sein Können unter Beweis gestellt und selbst die schwierigsten Kritiker zu einem akzeptierenden Nicken gebracht. Zwar gab es noch immer abfällige Kommentare im Bezug auf den Chefjungen, aber über die sah Nicolas gekonnt hinweg - die meiste Zeit. "Wie findest du Pixel? Klingt doch gut, oder?" schlug ihm sein Arbeitskollege eines Tages in der Cafeteria vor, woraufhin er die Brauen zusammenzog und nur schmunzelnd auf seine Switch sah. Er hatte eine Prinzessin zu retten. Der Spitzname hatte sich schnell durch sämtliche Etagen des Verlags gesprochen und wenn man die Leute über in sprechen sah, konnte man sich sicher sein, dass sie nicht seinen richtigen Namen verwendeten. Inzwischen unterhielt er sich oft mit den verschiedensten Kollegen und war von jedem weitestgehend respektiert worden. Dass ihn eine Person jedoch wie die Pest mied, nachdem sie ihn aufgesucht hatte und nun wiedersah, stand nicht auf seiner Tagesordnung. Dass er nach einigen Momenten der Schockstarre eben jene Frau aufsuchen und mit ihr reden wollte, auch nicht. War er vielleicht bei einem Drama eingeschlafen und träumte gerade oder stand er gerade noch seiner Ex gegenüber? Zwischen einem überraschenden Wiedersehen und dem allzu bekannten Gefühl einer drohenden Identitätskrise, vergaß Nicolas beinahe das nächste Meeting mit einem der nächsten Cover-Designer der neusten Ausgabe für "The Atelier Press".

PERSONALITY
Beim ersten Treffen wirkt Nicolas freundlich, zuvorkommend, offen und auf das Wohl seiner Mitmenschen bedacht. Das alles mag auch zutreffen, doch bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, Nicolas hat die Ruhe weg.

Er ist laut, ausdrucksstark und wirft anderen Leuten im Straßenverkehr Luftküsse zu, wenn sie ihn und seine Inlineskates verfluchen. Was soll er tun? Bei Rot halten? Nein. Der Hayes geht aufs Ganze, wenn er kann - oder muss, wieso sind Meetings immer Vormittags?
Während der Arbeit wird man ihn oft genug an seinem Schreibtisch vorfinden, welcher die Persönlichkeit des Hayes fast perfekt widerspiegelt. Neben Stapeln an Dokumenten (sortiert! Wohlgemerkt), finden sich viele verschiedene Trinkets aus den verschiedensten Ländern seiner Weltreise wieder. Er hat unter anderem eine eigene Tasse, farbige Sticky Notes und eine Ladestation für seine Switch. Alles schreit nach Individualität, die Nicolas gerne nach Außen vertritt - ein offenes Buch, wie die Leute so schön sagen. Und obwohl er oft mit zerzausten Haaren, ein halb in die Hose gestecktes Hemd und offener Tasche ins Büro stürmt, ist er fast penibel auf Details fokussiert. Naja, sein Job ist Perfektion und in all dem Chaos findet Nicolas die Ruhe, um seine Aufgaben gewissenhaft, präzise und - man glaubt es kaum - professionell zu erledigen. Bisher war seine einzige Schwäche die Zeit, weshalb er oft bis spät in den Abend im Verlagshaus sitzt und wohl der Letzte neben seinem Vater ist, der die Toilette benutzt.

Neben seinem Job, hat auch der Hayes ein aufregendes Privatleben. So aufregend wie es sein kann, wenn er nach Hause stürmt um die neue Folge einer Serie anzusehen und sich dabei Instant-Ramen einverleibt. Nein, das macht er nicht jeden Tag. Tatsächlich trifft er sich regelmäßig mit Freunden und verbringt seine Zeit bis tief in die Nacht damit, wieder nach Hause zu finden, wenn er mal zu tief ins Glas geschaut hat. Dabei kennt er seine Grenzen relativ gut, nur genießt er diesen leichten Rausch und das Leben, welches ihn durch die Gassen von Seattle treibt. Wenn er dann schließlich ankommt, erkundigt er sich um ein paar Lebenszeichen seiner Freunde, bevor er dann auch selbst in einen komatösen Schlaf fällt. Nicolas kümmert sich bereitwillig um die Menschen in seiner Umgebung und liebt die Zeit mit seinen Freunden mindestens genauso sehr, wie die mit seiner Familie. Dennoch limitiert er diese, vor allem wenn es um seine Großeltern geht, denn meistens gehen ihm die Ausreden aus, wenn sie ihn gar nicht mehr gehen lassen wollen. Und was soll er sagen? Einem guten Erdbeerkuchen kann er einfach nicht widerstehen. Aber durch seine Weltreise hat er gelernt, anzunehmen, was ihm geboten wird. Egal wie unnatürlich die Farbe sein mag, inzwischen gibt es genügend Gegengifte.

Auch wenn Nicolas gerne seinen Spaß hat, seinen Kollegen wie Freunden kleinere Streiche spielt oder komplett die Fassung verliert, wenn man ihm ein Bild von Hakongee schickt und sagt "Hier, das erinnert mich an dich," fürchtet er sich von einem Moment besonders. Seit seiner Weltreise, hat Nicolas sich verändert und die Frage in ihm verstärkt: Wo gehört er hin? Macht er das überhaupt richtig? Leben? Wenn ihn Meinungen anderer zu nahe gehen, obwohl er sonst mit einem Schulterzucken abtut. Oder wenn er mit seiner Familie an einem Tisch sitzt und sich plötzlich fremd vorkommt. Oder wenn er nach einer schlaflosen Nacht auf seinen Wecker sieht und merkt, dass es weit nach Mittag ist. Manchmal erscheint ihm die Welt zu klein, dann will er ein neues Hobby anfangen oder spontan einen Flug buchen. Und im nächsten Moment ist ihm der Raum nicht dunkel genug, nicht still genug und er denkt über jedes Wort, über jede Aktion mehrfach nach. Was hat er vor zehn Jahren zu seinem Vater gesagt? Hat er das Manuskript überhaupt abgeschickt? Gott, er will gerade einfach nicht hier sein. Dann verschwindet Nicolas - er wird beinahe schon ungreifbar. Das zieht sich von Stunden über Tage hinweg, bis er mit zerzausten Haaren und einem halb in die Hose gesteckten Hemd wieder im Büro auftaucht. In solchen Phasen kann der Hayes gemein werden und die Menschen mit voller Absicht verbal verletzen und sie von sich stoßen und um das zu verhindern, geht er lieber alles und jedem aus dem Weg.

Glücklicherweise ist dieses Verhalten nur ein kleiner Makel in seinem sonst so perfekten, fast schon "America's Got Talent"-reifen Auftreten. Ja, richtig gehört - überheblich? Pff, bitte, noch nie etwas von Sarkasmus gehört?
NAMENicolas Hayes
FACE CLAIMJung Woo-young
RESERVIERTYES
AGE25
JOBCreative Editorial Assistant
WANTEDNO

MY ANTHEM

Vampire Bat
Glass Animals

FAMOUS LAST WORDS

Sagen wirs so- wenn ich das Date verpasse, ist das versäumte Meeting mein kleinstes Problem.


Victoria Pérez has been summoned by the rain
Keigo Matsuda believes this is absolute cinema
Keigo Matsuda is looking (dis)respectfully
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#48

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 20:25
von Victoria Pérez | 284 Beiträge
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@vic.torious
Hm... Nicky was soll ich sagen. Exakt 26h zu spät. Das ist eine neue Bestleistung, findest du nicht?
Du kannst froh sein, dass ich gerade nicht sauer in einer Ecke schmollen darf, weil die anderen aus dem Council gerade busy sind, sonst wäre dir mein Ghosten sicher gewesen.
Da ich deine Story literally in und auswendig kenne und naja... auch noch andere Dinge, hab ich aus objektiver Meinung nichts zu beanstanden, weil du alles korrekt ausgefüllt hast. Dein Dad wäre stolz.
Mein subjektives Feedback, erfährst du wenn du drüben bist, zieh dich warm an, mein Hübscher.




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#49

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 20:30
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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charactersong ఇ sports car by tate mcrae


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Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
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#50

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 21:08
von kein Name angegeben • ( Gast )
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@choi.seo
STORYLINE
The Choi family was one of those names in Korea that opened doors long before anyone had to knock. For generations, their lives had revolved around social obligations, carefully orchestrated dinners, and strict expectations. Literally everything carried meaning — how one sat, how one spoke, whom one acknowledged, and when silence was the appropriate response. Reputation was everything, and the family name was something that had to be protected at all times. But Seori’s parents had grown tired of living under that constant weight. When Seori’s mother became pregnant with her daughter, the realization struck her with unexpected clarity. One night she stood with her husband on the terrace of the family home, looking out over the glowing lights of Seoul. The city stretched endlessly before them, beautiful but distant, like a world they were expected to belong to but no longer felt part of. “I don’t want our child to grow up like we did,” she said quietly. Her husband understood immediately. They both knew the pressure of that life — the quiet rules, the constant expectations, the feeling that every step was being judged. They wanted something different for their child: a life where love came before reputation, and freedom mattered more than appearances. So they left. They moved to the United States and built their own business there, investing and working until their success grew even greater than before. Yet the most important change wasn’t their wealth — but the home they created.

Bereits von Geburt an wuchs Seori mit den liebevollen Eltern auf, die bereit gewesen waren alles für sie aufzugeben, als sie noch nicht mal eigenständig auf dieser Welt wandelte. Während es für viele in jenen elitären Kreisen, in denen die Familie Choi verkehrte, völlig normal war, die eigenen Kinder kaum zu sehen und Nannys die Erziehung übernehmen zu lassen, waren Jaehyun & Sooyeon doch völlig anders. Es war vielleicht nicht immer möglich, dass beide gleichzeitig am Leben ihrer Tochter teilnahmen, aber einer der beiden war immer bei ihrer Tochter, wann immer sie aus der Pre-School kam. Wenige Jahre später bekam Seori sogar noch einen jüngeren Bruder, Daewon, um den Sie sich rührend für ihr junges Alter kümmerte, so war es meist die damals dreijährige Seori, die das Baby in jeder Sekunde hielt in der es ihr möglich war. Nicht als wäre ihr jüngerer Bruder ihre ganz persönliche, lebendige Puppe sondern vielmehr als dass er ihr größter Schatz war. Beide sollten nicht in Strenge aufwachsen, hatten sie doch keine kalten und kontrollierten Eltern sondern waren in ein Haus voll von Lachen und Umarmungen geboren worden. Es war keine Seltenheit mal ein "Ich hab dich lieb" oder ein "ich bin stolz auf dich" zu hören, wie es in der High Society doch sonst nicht gerade selten der Fall war. Trotzdem hatte die Choi für sich selbst schon früh gelernt, dass Erfolg durchaus wichtig war. Nicht, weil man es von ihr verlangte, sondern weil sie selbst das Gefühl hatte liefern zu müssen. Sie wollte eben selbst nicht der Stein sein, der im Weg des Erfolgs und der harten Arbeit ihrer Eltern lag. Sie war ein kluges Kind, manchmal vielleicht ein wenig zu klug. Sie bemerkte Dinge, die anderen Kindern ihres Alters nicht unbedingt auffielen: wie sich der Tonfall eines Lehrers änderte, wenn er beeindruckt war, die unterschiedlichen Formen des Lächelns, welches Erwachsene zeigten, wenn sie sich unterhielten. "She's extraordinary." — Ein Satz der sie schon sehr früh begleitete und recht früh dafür sorgte, dass sie glaubte wirklich außergewöhnlich sein zu müssen. Von Anfang an war sie gut in der Schule, ihre Vorliebe zum Lesen sorgte ebenso dafür, dass sie verbissen am Ball blieb und Dinge schneller lernte und begriff, als man es von einem Mädchen ihres Alters erwarten würde. Auch sprach sie schon ziemlich früh mit einer Reife, die Erwachsene schnell entzückte, wann immer sie gegensätzlich das kindliche Gesicht der Choi vor sich sahen. Den Stolz ihrer Familie trug sie dabei wohl wie eines ihrer maßgeschneiderten Kleider: schön & elegant, aber eben auch enger als es von außen aussah. Mit der Zeit wurde Seoris Ehrgeiz etwas Komplizierteres. Sie hatte sich längst daran gewöhnt bewundert zu werden, nicht aus Eitelkeit allein, sondern weil die Anerkennung ihrer Leistungen für sie eine Art Beweis wurden: dass sie sich den Platz als Tochter ihrer Eltern verdient hatte.
Mit den Jahren begann sich die Welt der ältesten Choi langsam zu erweitern. Während Sie als Kind noch vor allem die warme Geborgenheit ihres Zuhauses gekannt hatte, lernte sie mit zunehmendem Alter auch die Kreise kennen, in denen sich ihre Eltern bewegten. Geschäftspartner, elegante Veranstaltungen, gesellschaftliche Anlässe – all das gehörte irgendwann genauso zu ihrem Leben wie die ruhigen Abende zuhause mit ihrer Familie. Doch anders als viele Kinder aus wohlhabenden Familien war Seori nie nur Beobachterin, sie war dieses neugierige Mädchen dass immerzu Fragen stellte. Viele Fragen. Warum Menschen so miteinander sprachen, warum einige Gespräche höflich klangen, obwohl man spürte, dass sie es nicht waren. Warum bestimmte Entscheidungen in einem Raum getroffen wurden, während andere nur dazu dienten, den Schein zu wahren. Und das beste daran? Sie erfuhr ausnahmslos [i]alles
was sie wissen wollte, wer ahnte denn auch, dass ein so bezauberndes Mädchen sich irgendwann später mal durch die von Männern dominierte Geschäftswelt beißen würde? Schon früh entwickelte sie daher ein bemerkenswertes Gespür für Dynamiken zwischen Menschen. Während andere Kinder in ihrem Alter sich noch hauptsächlich mit Spielen beschäftigten, beobachtete Seori aufmerksam, wie Erwachsene miteinander umgingen. Vielleicht war es genau diese Mischung aus Neugier und Ehrgeiz, die sie so schnell wachsen ließ.
In der Schule blieb sie weiterhin eine herausragende Schülerin. Ihre Lehrer bemerkten schnell, dass sie nicht nur intelligent war, sondern auch eine ungewöhnliche Fähigkeit besaß, Dinge zu analysieren und Zusammenhänge zu erkennen. Bücher wurden zu einem festen Bestandteil ihres Alltags, und je mehr sie las, desto größer wurde ihr Hunger nach Wissen. Doch obwohl ihre schulischen Leistungen beeindruckend waren, war Seori nie jemand gewesen, der sich ausschließlich über Zahlen und Ergebnisse definierte. Sie war lebhaft. Charmant. Und durchaus in der Lage, andere Menschen mit wenigen Worten aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ihre Eltern beobachteten diese Entwicklung mit einer Mischung aus Stolz und stillem Staunen. Sie hatten ihrer Tochter immer Freiheit geben wollen – und nun sahen sie, wie sie diese Freiheit nutzte, um ihre eigene Persönlichkeit zu formen.
Als Seori älter wurde, begann sie sich zunehmend für die Welt außerhalb der Vereinigten Staaten zu interessieren. Vor allem für Korea, das Land, aus dem ihre Familie stammte, war für sie lange nur ein Ort gewesen, von dem ihre Eltern gelegentlich erzählten. Doch mit der Zeit wuchs in ihr der Wunsch, diese Welt selbst kennenzulernen. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Neugier, immerhin hatten ihre Eltern dort gelebt und alles gelernt. Und vielleicht auch, weil sie herausfinden wollte, wie sie selbst in dieser Umgebung bestehen würde. Als sie schließlich beschloss, ihr Studium in Korea zu absolvieren, waren ihre Eltern zunächst überrascht – doch sie unterstützten sie ohne Zögern. Sie wussten, dass ihre Tochter ihren eigenen Weg finden musste, und sie vertrauten darauf, dass sie klug genug war, ihren Platz zu behaupten. Die Rückkehr nach Korea war für Seori eine Erfahrung, die sie prägte. Die Gesellschaft, in die sie dort eintauchte, war deutlich traditioneller als die Welt, in der sie aufgewachsen war. Hier waren Hierarchien stärker spürbar, Erwartungen klarer formuliert und Rollenbilder noch immer tief in der Kultur verankert. Doch statt sich davon einschüchtern zu lassen, betrachtete Seori diese Strukturen mit einem analytischen Blick. Sie erkannte schnell, wie oft Menschen sie unterschätzten. Für manche war sie einfach die hübsche Tochter aus einer wohlhabenden Familie. Für andere war sie eine junge Frau, die vermutlich irgendwann eine bequeme Rolle in der Geschäftswelt ihrer Eltern übernehmen würde. Seori ließ sie in diesem Glauben. Zumindest für eine Weile. Denn während andere glaubten, sie durchschaut zu haben, beobachtete sie längst die Mechanismen hinter ihren Worten. Sie lernte, wann es sinnvoll war zu widersprechen und wann es klüger war, andere ihre eigenen Annahmen treffen zu lassen. Diese Fähigkeit sollte sich später noch als äußerst wertvoll erweisen. Während ihres Studiums knüpfte Seori zahlreiche Kontakte und bewegte sich zunehmend sicher in Kreisen, in denen Geschäft, Einfluss und gesellschaftliche Beziehungen eng miteinander verbunden waren. In dieser Zeit kam auch ihre Verlobung zustande. Es war keine romantische Geschichte im klassischen Sinne, sondern vielmehr eine Verbindung, die auf gegenseitigem Verständnis und familiären Interessen beruhte. Ihr Verlobter wurde später ein langjähriger Freund, jemand, mit dem sie sich verstand und der die komplexe Welt der großen Familien ebenso kannte wie sie selbst. Anders als Keigo jedoch, wusste die Choi wie es war liebevoll aufzuwachsen und ihren eigenen Weg selbst zu bestimmen. Seoris Eltern hatten dieser Verbindung nur unter einer Bedingung zugestimmt: Die Entscheidung über eine tatsächliche Hochzeit würde allein bei ihrer Tochter liegen. Für Seori war diese Vereinbarung mehr als ausreichend. Sie wusste, dass solche Allianzen Türen öffnen konnten – und sie hatte längst gelernt, Chancen zu erkennen, wenn sie sich boten. Vielleicht hatte sie irgendwo tief in sich drin aber auch einfach nur Mitleid mit dem Matsuda und wollte eine Konstante in seinem sonst so von Einsamkeit dominierten Leben werden.
Während ihres Studiums sollte allerdings ein einzelner Tag ihre gesamte, zukünftige Laufbahn bestimmen, selbst wenn jene Erfahrungen absolut keine Seltenheit waren.

The conference room smelled faintly of coffee and polished wood. Seori sat quietly at the end of the table, her laptop open as the men around her debated the company’s latest investment expansion. Voices overlapped confidently, percentages were thrown around, and assumptions were made without anyone truly checking the data. She had already seen the problem. It was a simple misinterpretation of the quarterly risk report — one that made the expansion look far safer than it actually was. For a while, she waited. Then she spoke. “Actually, the risk exposure increases by fourteen percent if the expansion moves forward under the current projections.” The room went quiet. Director Kang looked at her with mild surprise, as if he had forgotten she was even there. “Miss Choi,” he said politely, “the senior analysts have already reviewed that report.” Seori turned her laptop toward him. “They reviewed the summary,” she replied calmly. “Page thirty-two adjusts the risk model once you include the currency volatility.” One of the analysts leaned forward, scanning the numbers. “…She’s right,” he admitted. A brief silence followed. Then Director Kang cleared his throat. “Well. Good attention to detail.” He gestured toward the table. “Could you make copies of that for the team?” Seori closed her laptop slowly. “Of course.” Meetings like this were not unusual. During her internships she had corrected financial models, prepared reports, and done research that others later presented as their own conclusions. Yet in the room she was still often treated like an assistant — someone who could take notes, order coffee, or quietly observe. Sometimes it went even further. A hand resting too long on her shoulder while someone leaned over her desk. Fingers brushing against her back when a colleague passed behind her chair. Smiles that suggested she should be grateful for the attention rather than irritated by it. Seori had learned to keep her expression calm. Arguing rarely helped. It only made her “difficult.” So she endured it. And she watched. When the meeting ended, Director Kang stopped her. “You’re capable,” he said. “But you should focus more on observing how meetings like this work.” Seori nodded politely. “I understand.” She stepped out into the hallway, heels echoing softly against the marble floor. Days like this had become routine. And with every one of them, the same thought returned. If this was the world she was expected to work in — where men like this decided what she was allowed to be — then she would simply build a different one. One where she didn’t need permission to speak. One where no one could mistake her for a secretary. One where she was the one making the decisions.

Nach ihrem Abschluss begann Seori ernsthaft darüber nachzudenken, welchen Weg sie selbst einschlagen wollte. Das Familiengeschäft stand ihr weiterhin offen – eine sichere Option, die kaum Fragen aufgeworfen hätte. Doch je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde ihr, dass sie etwas Eigenes schaffen wollte. Etwas, das nicht automatisch im Schatten des Erfolgs ihrer Eltern stand. Die Idee für einen eigenen Nachtclub entstand nicht aus einer spontanen Laune, sondern vielmehr aus Beobachtung. Während ihrer Praktika hatte sie unzählige Abende damit verbracht, Führungskräfte zu Geschäftsessen, Networking-Events und sogenannten „informellen“{ Treffen zu begleiten. Offiziell ging es dabei um Beziehungen und Kontakte. Inoffiziell waren es oft die Orte, an denen die wirklich wichtigen Gespräche stattfanden – lange nachdem die eigentlichen Meetings beendet waren. Und dabei fiel Seori immer wieder dasselbe Muster auf. Mächtige Männer redeten, besonders dann, wenn Alkohol im Spiel war. In Konferenzräumen waren sie vorsichtig, kontrolliert und bedacht auf jedes Wort. Doch sobald die Atmosphäre lockerer wurde, sobald das erste Glas geleert und das zweite bestellt war, veränderten sich die Gespräche. Investitionspläne wurden beiläufig erwähnt, Rivalitäten offen ausgesprochen, Strategien diskutiert, die eigentlich nie über einen bestimmten Kreis hinaus gelangen sollten. Und Seori hörte zu, wie immer bisher. Sie stellte selten Fragen, unterbrach kaum und zog keine Aufmerksamkeit darauf, dass sie weit mehr mitbekam, als den meisten bewusst war. In diesen Momenten verstand sie etwas Entscheidendes: Informationen waren eine eigene Form von Währung. Ein Nachtclub konnte mehr sein als nur ein Geschäft. Er konnte eine Bühne sein. Ein Ort, an dem sich einflussreiche Menschen trafen, wenn sie glaubten, unbeobachtet zu sein. Ein Ort, an dem Gespräche lockerer wurden, Allianzen entstanden und Geheimnisse gelegentlich zwischen zwei Gläsern Whisky ihren Weg nach draußen fanden und zwar direkt zu ihr. Mit dem Netzwerk ihrer Familie, den Kontakten ihres Verlobten und dem Kapital, das ihr zur Verfügung stand, eröffnete Seori schließlich ihren eigenen Club, was viele lediglich für eine modische Spielerei hielten. Ein luxuriöses Hobby einer wohlhabenden jungen Frau, die doch nur etwas neues einrichten wollte. Nur war Seori zu keinem Zeitpunkt in ihrem Leben je eine Frau gewesen, die Entscheidungen leichtfertig und lediglich aus einer Laune heraus traf. Sie lernte jeden einzelnen Aspekt des Geschäfts – von Lieferketten und Personalplanung bis hin zu Sicherheitskonzepten, Marketingstrategien und der sorgfältigen Auswahl ihrer Gäste. Sie wusste genau, welche DJs die richtigen Menschen anzogen, welche Getränke sich am besten verkauften und wie man eine Atmosphäre schuf, in der sich Menschen sicher genug fühlten, ihre Wachsamkeit fallen zu lassen. Vor allem aber kuratierte sie ihr Publikum. Investoren, Unternehmer, Politiker. Menschen, die daran gewöhnt waren, dass Räume sich nach ihnen richteten. Und manchmal, wenn der Abend lang wurde und die Gespräche zu vertraulich, sagten Menschen Dinge, die sie am nächsten Morgen lieber nicht gesagt hätten. Seori musste nur selten offen drohen. Eine beiläufige Erinnerung an ein Gespräch, eine subtile Andeutung darüber, wer an einem bestimmten Abend was erwähnt hatte – manchmal reichte das bereits aus, um Verhandlungen zu beeinflussen oder Türen zu öffnen, die sonst verschlossen geblieben wären. Information war Macht. Und Seori hatte sehr früh gelernt, Macht zu erkennen, wenn sie ihr begegnete. Heute gehört Seori Choi zu den wenigen jungen Unternehmerinnen, die sich in einer Branche behauptet haben, die lange von Männern dominiert wurde. Doch für sie ist ihr Club mehr als nur ein Geschäft, er ist ein Raum, den sie selbst geschaffen hat. Ein Ort, der allein nach ihren Regeln funktioniert und damit ein Ort, an dem sie die Atmosphäre kontrolliert, die Begegnungen lenkt und die Möglichkeiten erkennt, die zwischen zwei Gesprächen entstehen. Vielleicht ist genau das der Grund, warum sie nie das Gefühl hatte, im Schatten des Erfolgs ihrer Familie zu stehen. Sie hatte lediglich ihr Leben damit verbracht das, was ihre Eltern ihr mit auf den Weg gegeben hatten zu ihrem Vorteil zu nutzen.

PERSONALITY
Seori Choi ist jemand, den man nicht so leicht auf eine einzige Eigenschaft reduzieren kann. Auf den ersten Blick wirkt sie oft charmant, souverän und beinahe spielerisch im Umgang mit anderen Menschen. Sie versteht es, Gespräche zu führen, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen oder eine Situation mit wenigen Worten in eine andere Richtung zu lenken. Dabei entsteht schnell der Eindruck, dass ihr vieles einfach zufällt – als würde sie sich mühelos durch Räume bewegen, in denen andere deutlich vorsichtiger auftreten. Tatsächlich steckt dahinter jedoch viel mehr Bewusstsein, als man zunächst vermuten würde. Seori hat schon früh gelernt, Menschen genau zu beobachten. Sie achtet auf Kleinigkeiten: auf Tonlagen, auf kurze Blicke zwischen Gesprächspartnern, auf Pausen in einem Satz, die mehr verraten als das Gesagte selbst. Während andere sich auf das Offensichtliche konzentrieren, interessiert sie vor allem das, was zwischen den Zeilen passiert. Diese Aufmerksamkeit für Details macht sie zu jemandem, der Situationen schnell einschätzen kann und selten überrascht wird. Gleichzeitig trägt sie einen ausgeprägten Ehrgeiz in sich. Auch wenn ihre Eltern sie nie unter Druck gesetzt haben, entwickelte Seori schon als Kind das Bedürfnis, etwas Besonderes zu leisten. Vielleicht lag es daran, dass sie wusste, wie viel ihre Eltern aufgegeben hatten, um ihr ein freieres Leben zu ermöglichen. Vielleicht aber auch daran, dass sie selbst spürte, dass ihr mehr zugetraut wurde als vielen anderen. Anerkennung wurde für sie nie nur zu etwas Angenehmem – sie wurde zu einem Zeichen dafür, dass sie ihren Platz wirklich verdient hatte. Dieser Ehrgeiz zeigt sich besonders darin, wie ernst sie Dinge nimmt, die sie sich selbst vornimmt. Wenn Seori sich für etwas entscheidet, dann nur selten halbherzig. Sie arbeitet sich tief in Themen ein, möchte verstehen, wie Dinge funktionieren, und gibt sich selten mit oberflächlichen Antworten zufrieden. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass sie manchmal stur sein kann. Wenn sie überzeugt ist, dass sie einen richtigen Weg gefunden hat, fällt es ihr schwer, davon wieder abzurücken. Ein weiterer Teil ihrer Persönlichkeit ist ihre starke Unabhängigkeit. Obwohl sie aus einer wohlhabenden Familie stammt und ihr viele Wege offenstanden, hatte Seori nie das Bedürfnis, einfach nur in vorgefertigte Strukturen einzusteigen. Sie wollte etwas aufbauen, das wirklich ihr eigenes war. Diese Haltung bedeutet nicht, dass sie die Unterstützung ihrer Familie ablehnt – im Gegenteil. Sie weiß sehr genau, wie wertvoll diese Unterstützung ist. Aber sie möchte dennoch, dass ihre Entscheidungen am Ende auf ihr eigenes Konto gehen. Was viele an ihr unterschätzen, ist ihr strategisches Denken. Seori ist keine Person, die impulsiv handelt, zumindest nicht in wichtigen Fragen. Sie beobachtet lange, sammelt Eindrücke, hört zu und entscheidet erst dann, wie sie sich positioniert. Gerade weil sie gelernt hat, wie schnell Menschen andere unterschätzen, nutzt sie diese Momente manchmal bewusst zu ihrem Vorteil. Dabei kann sie durchaus berechnend wirken – nicht aus Grausamkeit, sondern weil sie gelernt hat, dass Einfluss oft subtiler funktioniert, als viele glauben. Trotz dieser kalkulierenden Seite ist sie jedoch keine distanzierte oder gefühllose Person. Die Art, wie sie aufgewachsen ist, hat ihr ein starkes Gefühl für Loyalität und Nähe vermittelt. Familie bedeutet ihr viel, besonders die Beziehung zu ihrem jüngeren Bruder. Menschen, die ihr wichtig sind, behandelt sie mit einer Wärme und Selbstverständlichkeit, die im starken Kontrast zu ihrer kontrollierten, geschäftlichen Seite stehen kann. Am Ende ist Seori jemand, der sehr bewusst durch die Welt geht. Sie versteht Macht, Einfluss und Dynamiken zwischen Menschen – aber sie versteht auch, dass ein Leben nicht nur aus strategischen Entscheidungen bestehen kann. Vielleicht liegt genau darin ihr größter Widerspruch: Sie ist klug genug, um alles zu analysieren, und gleichzeitig mutig genug, trotzdem ihren eigenen Weg zu gehen.
NAMESeori Choi
FACE CLAIMKim Jisoo
RESERVIERTYES | NO
AGE29 y/o
JOBnight club owner
WANTEDNO | YES OF @

MY ANTHEM

LOVE FAST CRY YOUNG
Bruklin

FAMOUS LAST WORDS

Ich glaub hier warten ein paar Herren auf mich - ein way too busy CEO und ein kleiner Welpe hinter meiner Bar. Ah, und natürlich mein Engelchen - mein Baby Bro!


Keigo Matsuda has been summoned by the rain
Keigo Matsuda wants to heal your trauma but also cause a little more
Keigo Matsuda is writing fanfiction in their head
Keigo Matsuda is simping
Keigo Matsuda is blushing
Keigo Matsuda believes you are the perfect match
Keigo Matsuda is giggling and kicking feet
Keigo Matsuda believes this is absolute cinema
Keigo Matsuda got you feeling holy
Keigo Matsuda is looking (dis)respectfully
Keigo Matsuda wants to bee with you ♡
Keigo Matsuda cannot wait to see you
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#51

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 21:35
von Keigo Matsuda | 182 Beiträge
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on a break ⸺ » away until 10.05.
charactersong ⸺ » spectator by friday pilots club

@keiotic.mats
Seori! There you are, I missed you! You know I'm a yearner, don't let me wait so long. It felt like AGES!
Oder wolltest du einen dramatischen Auftritt, damit ich dir weinend in die Arme falle? Du hättest auch echt einfach fragen können, ich würde alles für meine Verlobte tun ja! Und bevor du was sagst, ja, ich weiß, wir sind im Grunde nicht mehr verlobt, but please let me have this, okay?! I wanna keep my delulu
Anyway, ich kenne ja bereits deinen wirklich sehr starken Werdegang, hoffe das du die Kerle weiterhin ich schach hältst, fand es immer sehr amüsant wie die meisten sich in die Hose pissen, because they hate to see a girlboss winning. Aber so sind die meisten Kerle mit ihrem fragilen Ego, besonders solche, die viel zu viel Geld haben. Keine Ahnung, woran das liegt. Ich schweife aber ab. Bevor ich eins auf den Deckel von @Daewon Choi kriege, stehe ich dir nicht länger im Weg... aber los wirst du mich dennoch nicht

see ya on the flip side,
⸺ Keigo




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#52

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 22:54
von kein Name angegeben • ( Gast )
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@CAMERSON
STORYLINE
Do you know that feeling, when you try to hold onto someone, as if you’re trying to stop the ocean with your bare hands? You feel them slip through your fingers, no matter how hard you try, as if you had the power to stop the wind. But it doesn’t work. They slip away, becoming more distant, and all that’s left is the emptiness of your hands and a heart shattered into a thousand pieces. It’s like reaching for the stars, stretching higher and higher into the sky — but they’re always just out of reach, and the more you stretch, the more you realize you’ll never touch their light. You would move mountains, cross seas, throw your soul into the storm if only it could help you hold onto them, even for a moment. But all you feel is the growing pain inside you, like a crack that keeps widening, stretching farther until you no longer know what’s left of you. You lose yourself in the attempt to hold on, like drowning in a current that never lets up. You watch them slip further away, becoming a shadow running from you, while you beat against invisible walls that close in tighter and tighter, until you can hardly breathe. Your love, your effort, your hope — they vanish, disintegrating like smoke in the air. It’s a painful, relentless dance where you’re the one who always loses. And the pain? It’s like burning ice, gripping deep inside you. Like fire that’s frozen — unstoppable, yet cold. You’re the one who burns and freezes at the same time. And you know it will never be enough, no matter how hard you try. There’s no "enough," only the knowledge that you’ll always lose, again and again, until nothing of you remains. Until nothing of them remains. Until the only thing you got left is the biting memory of times that once were. That, ladies and gentlemen, is the feeling when you lose someone to cancer.

Cameron „Cam“ Harrington war nicht immer der Mann, der er heute ist. Einst, in den frühen Jahren seiner Kindheit, war er ein Junge von außergewöhnlicher Sanftmut und unerschütterlicher Intelligenz. Aufgewachsen in einem mittelständischen Haushalt, der oft von der Last finanzieller Sorgen gezeichnet war, suchte er Zuflucht in den Seiten von Büchern, in der sanften Stille der Worte, die ihn von der Welt da draußen forttrugen. Er war der Junge, der es vorzog, in der Ecke einer Bibliothek zu sitzen, in den unendlichen Welten der Literatur zu verschwinden, anstatt sich in die rauen Spiele seiner Mitschüler zu stürzen. Seine Augen, die anfangs so hell und voller Neugierde waren, spiegelten die Zartheit seines Herzens wider. In diesen frühen Jahren war er der Junge, der oft den Kopf neigte, um mit einem Lächeln die Worte zu finden, die das Gemüt anderer erhellen konnten. Doch mit der Pubertät kam der Wandel. Wie ein Sturm, der sich plötzlich am Horizont zusammenbraut, ohne dass man je seine Ankunft ahnte, änderte sich der junge Redmond. Der sanfte Junge, der stets das Wohl anderer im Blick hatte, begann, sich für das zu interessieren, was er vorher nie bemerkt hatte – für die Welt der Sinnlichkeit, für das Verlangen, das ihn in den unbekannten Tiefen seiner selbst rief. Mädchen, die ihn zuvor nicht beachtet hatten, wurden plötzlich zu faszinierenden Rätseln, und er begann, sich mit einer aufkommenden Unruhe von der intellektuellen Ruhe zu entfernen, die ihn einst umhüllt hatte. Er fühlte sich von etwas anderem angezogen – nicht nur von der körperlichen Nähe, sondern von der Art und Weise, wie diese neue Welt ihn fühlbar lebendig machte. Doch mit jedem Schritt weiter in diese Welt öffnete sich auch ein dunklerer Teil von ihm, den er zuvor nie kannte. Es war, als ob das Gewicht einer Leere in seiner Brust wuchs, eine Leere, die er nicht erklären konnte, die aber immer lauter und drängender wurde, je mehr er versuchte, sie zu ignorieren. Diese Leere war nicht einfach nur ein Gefühl – es war wie ein dunkles, hungriges Etwas, das immer mehr von ihm verlangte. Es begann mit kleinen Dingen. Eine verbale Auseinandersetzung in der Schule, die mit einem Schlag endete. Dann ein weiterer Vorfall – ein handgreiflicher Streit, bei dem er mit einer Geschwindigkeit zuschlug, die ihn selbst überraschte. Doch statt sich danach leer zu fühlen, fühlte sich Cam – das war der Name, den er inzwischen fast jeder Situation gab – lebendig. Er hatte das Gefühl, endlich etwas zu spüren, das diese Leere in ihm füllte. Der Schmerz, das Chaos, das Gefühl der Macht, das er beim Zuschlagen verspürte, gab ihm eine Art von Kontrolle über die Welt, die ihm zuvor immer entglitten war. Er suchte den Konflikt, nicht nur körperlich, sondern auch in seinen Beziehungen. Frauen, die ihn zogen und zugleich zerbrachen, Träume, die er nie zu fassen bekam, und das Gefühl, ständig zu fallen, aber nie ganz in den Abgrund zu stürzen. Mit jedem Schritt in die Dunkelheit, die er freiwillig betrat, wurde der Raum um ihn enger. Es war, als ob er in einem Labyrinth ohne Ausgang gefangen war, in dem jede Tür, die er öffnete, nur zu einer neuen, dunkleren Kammer führte.
Und dann, eines Tages, traf er sie. Es war nicht sofort – nicht der Moment, in dem er sie gesehen hatte, der ihn veränderte. Es war der Moment, als ihre Augen aufeinandertrafen, und die Antwort, die er nie auszusprechen gewagt hatte, plötzlich vor ihm stand. Ihre Präsenz war wie ein Lichtstrahl in der Dunkelheit, der ihm den Weg zeigte, den er immer gesucht hatte. Sie war nicht wie die anderen. Sie suchte nicht nach ihm, nicht nach seinen Fehlern oder seinen Abgründen. Sie sah einfach nur ihn – den Jungen, den Mann, den er immer war und der er immer sein wollte, und sie sah etwas Gutes in ihm. Etwas, das er nie selbst erkannt hatte. Es war wie der erste Tropfen Wasser auf verbrannter Erde. Langsam, Stück für Stück, begann die Dunkelheit in ihm zu verblassen. Sie war die Antwort auf den Ruf, den er so lange in sich getragen hatte. Die Leere, die so lange in seiner Brust gehaust hatte, schien sich langsam zu füllen, nicht mit Schmerz oder Zorn, sondern mit einer zarten Wärme, die er nie zuvor gekannt hatte. In ihren Augen fand er etwas, das er in all den Jahren der Kämpfe und der dunklen Nächte verloren hatte: Frieden. Aber es war nicht einfach. Sie war die Tochter eines international bekannten Medienmoguls und einer Designerin— wer kannte schon nicht die Marke Carson Design? Der Weg, den Ronan gehen musste, war gepflastert mit den Schatten seiner Vergangenheit, mit den Wunden, die er sich selbst zugefügt hatte. Doch er wusste jetzt, dass es nicht darum ging, die Dunkelheit zu verdrängen – sondern darum, sie zu verstehen, sie zu akzeptieren und schließlich zu erleuchten. Sie zeigte ihm, dass die Leere nicht etwas war, das gefüllt werden musste, sondern etwas, das er selbst definieren konnte. Und langsam, mit jedem Tag, lernte Cameron, dass der Weg aus der Dunkelheit nicht durch die Flucht führte, sondern durch die Konfrontation mit ihr. Er würde nie der sanfte Junge von einst sein, doch er konnte ein Mann werden, der mit sich selbst im Reinen war, der wusste, dass es das Licht war, das die Schatten vertrieb, nicht die Gewalt, die ihn einst lebendig gemacht hatte. Und in ihrer Nähe, in der stillen Antwort auf all seine unausgesprochenen Fragen, fand Cameron endlich den Frieden, den er immer gesucht hatte – nicht in der Welt da draußen, sondern in sich selbst.

The dusk settled slowly over the room, casting long, muted shadows across the worn couch where Kayla sat. Her gaze was distant, but it was filled with a pain that Cameron had never seen before. She had carried this weight for so long, buried it deep inside her, as though not speaking it aloud might keep it from becoming real. But now, it was impossible to hide any longer. And the time they had left, whatever small amount it was, was too precious to waste on silence. Cameron stood by the window, his back to her, staring out into the rain-soaked night. He didn’t hear the sound of the storm outside, didn’t notice the heavy gray sky. He only felt the tension in the room, a quiet that made the air thick and suffocating. He could sense her watching him, the weight of something unspoken hanging between them like an invisible wall. “Kayla..” His voice cracked slightly, a whisper barely escaping his lips. She didn’t answer right away. She just sat there, her hands gripping the edge of the couch, her shoulders shaking with each shallow breath. Cameron turned, his gaze falling on her, sensing that something had shifted in the space between them. The smile that had once been so effortless on her lips, the one that had lit up her face whenever their eyes met, was gone. Replaced by something hollow, something broken. “What’s going on, Kayla?” His voice was low, rough with concern, and yet, he already knew. Deep down, he already knew what was coming, and he wished with everything in him that he didn’t. She looked at him for a long moment, and then, as if finding the courage to speak the truth she’d hidden from him for so long, she finally broke the silence. “I..” Her voice trembled, and she lowered her eyes to her hands, pressing them hard against the fabric of the couch. “I found out, Cameron. I have cancer. Stage four.” The words hit him like a physical blow, a strike so sharp it left him breathless. For a moment, time seemed to stretch, to slow down, and everything around him blurred. His heart stopped beating, his lungs froze. He couldn’t breathe. He couldn’t think. The world tilted, the ground beneath him giving way like it was crumbling, pulling him into an abyss he couldn’t escape. “No.. no,” he whispered, the words scraping against his throat like glass. “That.. that can’t be..” - “I’m sorry,” she whispered, her voice so fragile, so full of sorrow that it tore through him. “I didn’t want to tell you. I didn’t want to..” But he couldn’t hear her anymore. Her words became a blur, a dull hum in his ears, as if the world had gone silent except for the pounding of his own heart. The room began to spin, and he reached out, stumbling toward her, his body moving on its own, as if he could close the distance between them and make it all go away. But the emptiness that was expanding in his chest felt too vast, too deep to fill. He couldn’t catch his breath. He couldn’t focus. He couldn’t—“You can’t.. you can’t just.. leave,” he choked out, his voice raw, desperate. “No, Kayla, you— you can’t.”Her eyes were filled with tears, and as they spilled down her cheeks, they seemed to burn through the veil of numbness that had descended upon him. Slowly, she stood and came toward him, her hands trembling as they reached for his chest, as if trying to hold him together, even though she was falling apart herself.“I never wanted to hurt you,” she whispered, her voice breaking as she touched his face. “But I’m so sorry, Cam. So sorry you have to go through this with me.” And in that moment, everything broke. It was as if the universe itself shattered into pieces around him, and he was left standing in the wreckage, unable to breathe, unable to speak. The light that had come back into his life with her—slowly, painfully, but surely—was fading. The warmth, the hope, the feeling of being whole again, it was all slipping away, like sand through his fingers, leaving him grasping at the void. He staggered back, his chest tightening with a suffocating emptiness that spread through him like wildfire. The ache was so sharp, so unbearable, it was as though his very soul was tearing apart. She had been the one who had pulled him from the darkness, the one who had breathed light back into his bones. But now, he was losing her. Losing everything. And he didn’t know how to stop it. Didn’t know how to make it stop. “I can’t.. I can’t lose you, Kayla,” he whispered, his voice broken and raw, like a man drowning in a sea of grief. “You’re everything to me. You’re all I have. I can’t.. I can’t do this without you.” She stepped closer, her hands reaching up to him, but the distance between them felt like miles. The world around him felt cold, empty. Like he was standing in a graveyard, surrounded by the ghosts of all the things he would never have, the future they had dreamed of together slipping away like smoke. “I’m sorry,” she whispered again, the words a prayer, a sorrow that reverberated in every part of him. “I wish I could fight it, but I can’t.” And in that moment, Ronan felt it—the light in his chest, the warmth that she had given him, that had healed him, was fading. Not with a slow burn, but with a sudden, painful pull, as if someone had ripped it from his very bones. The darkness he had once known, the cold, empty void, was creeping back in, claiming him piece by piece, until all that was left was the unbearable weight of loss. And all he could do was stand there, watching her, as his world crumbled around him, unable to stop it. The tears that had been building up in his eyes finally spilled over, and for the first time in a long time, Cam didn’t know who he was anymore. All he could feel was the cold emptiness that was swallowing him whole.

Die Tage zogen an ihm vorbei, wie graue Schatten, die in der Dämmerung verloren gingen. Als Kayla ihm die Wahrheit offenbart hatte, hatte er ihr versprochen, dass er da sein würde – in jeder Sekunde, in jeder Stunde, in jeder schmerzhaften Atmung, die sie noch hätte. Aber was er nicht wusste, war, dass er sich mit diesem Versprechen nicht nur ihr Leben aufbürdete, sondern auch seine eigene Seele in den Abgrund stürzte. Er hatte sich entschieden, alles für sie zu tun. Jeden Moment zu nutzen. Ihre letzte Zeit so erfüllend wie möglich zu gestalten, selbst wenn ihre eigenen Worte sie oft davor warnten. Sie wollte nicht, dass er sich aufopferte, nicht, dass er sich in ihren Schmerz verlor. Doch er konnte nicht anders. Der Gedanke, dass sie irgendwann nicht mehr an seiner Seite sein würde, ließ ihn innerlich verfallen wie ein verwelktes Blatt, das den letzten Atemzug in der kalten Dämmerung des Herbstes machte. Er war stets an ihrer Seite, fuhr sie zu Ärzten, sorgte dafür, dass sie an den Orten war, die sie noch sehen wollte. Doch je mehr er ihr Lächeln sah, das immer schwächer und gezwungener wurde, je mehr er den Glanz in ihren Augen verblassen sah, desto tiefer wuchs die Dunkelheit in ihm. Es war, als würde er jeden Tag ein Stück mehr von ihr verlieren, und er konnte es nicht verhindern. Jeden Tag, wenn er sie ansah, schien es, als würde sie langsam von ihm weggetragen werden, wie ein Blatt, das vom Wind fortgetragen wird. Er spürte, wie der Boden unter ihm immer schwächer wurde. Doch er ließ sich nicht davon abhalten, ihr die Welt zu zeigen. „Lass uns noch einmal nach Paris“, flüsterte er ihr eines Nachts zu, als sie sich in seinem Arm an ihn schmiegt und er das leise Zittern in ihrem Atem hörte. „Lass uns den Eiffelturm sehen, lass uns all die Dinge tun, die du noch tun willst.“ Sie lächelte schwach, aber er sah es – dieses Lächeln war ein Schatten dessen, was es einmal gewesen war. Trotz all seiner Bemühungen konnte er die Schatten nicht vertreiben. Und in den einsamen Nächten, in denen er allein in seiner Wohnung war, in denen er mit der Wut kämpfte, die ihm den Atem raubte, fand er keinen Ausweg. Die Wut, die er gegen die Welt fühlte – gegen das Leben, das so ungerecht war, gegen das Schicksal, das ihn und Kayla in diese Hölle geführt hatte – musste irgendwohin. Und so ließ er sie in seine Fäuste fließen, in seine Schläge, die er grundlos austeilte, wenn er auf die Straßen ging. Menschen, die zu nah kamen, Männer, die zu viel Reden wollten – sie waren alle nur Ablenkung für die Wut, die in ihm brodelte. Er wusste, dass er das nicht tun sollte, dass er sich selbst zerstörte, während er versuchte, die Dunkelheit in ihm zu bekämpfen. Aber in diesen Momenten fühlte er sich lebendig. Und das war das einzige, was zählte – das Gefühl, überhaupt noch zu existieren. Die Carsons, die ihn mehr als nur als einen Freund betrachteten, die ihn wie einen Bruder behandelten, halfen ihm, aus den rechtlichen Schwierigkeiten herauszukommen. Sie wussten, was er durchmachte. Sie fühlten den Schmerz, der in seinem Inneren brannte. Sie wussten, dass er nicht wirklich dieser Mann war, der sich in der Dunkelheit verlor, aber sie verstanden, dass der Schmerz ihn zu einem anderen gemacht hatte. Es war in einem dieser dunklen Nächte, als Ronan und Kayla beschlossen, zu heiraten. Vielleicht war es ein Versuch, ein Stück Normalität in das Chaos zu bringen, ein letzter, verzweifelter Versuch, etwas zu bewahren, das nicht unaufhaltsam verfiel. Sie waren gerade einmal 21, jung und voller Ideen, die sie nie wirklich erleben würden. Doch ihre Liebe war die einzige Konstante in einer Welt, die sich immer mehr aus den Fugen löste. Sie sagten ja, als wären sie die einzigen, die noch an diese Versprechen glaubten. „Ich nehme deinen Namen“, hatte Cam gesagt, als sie sich das Jawort gaben. „Damit ich immer etwas von dir bei mir trage. Immer.“ Doch während er ihren Namen trug, während er ihre Liebe wie ein kostbares Band um sich wickelte, fühlte er, wie er selbst immer mehr zerbrach. Ihre Hände, die er einst so fest gehalten hatte, wurden zu dünnen, zarten Fäden, die er zu verlieren fürchtete. Ihre Lächeln, das ihn früher wie ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit geführt hatte, verblasste mit jedem Tag, an dem sie kämpfte – und er wusste, dass er sie nicht retten konnte. Er versuchte, ihr zu zeigen, dass das Leben – ihr Leben – noch einen Sinn hatte. Aber in seinen Augen brannte nur noch die Dunkelheit. Die Dunkelheit, die er mit seinen Schlägen versuchte zu vertreiben, die Dunkelheit, die er in den Stunden der Einsamkeit spürte, wenn er in der Nacht durch die Straßen wanderte, auf der Suche nach einem Ausgang, den er nie fand. Er hatte das Licht für sie aufgebaut, es in einer Welt, die immer kälter und dunkler wurde, aber es war zu spät. Die Dunkelheit, die er so lange gekannt hatte, hatte ihn bereits eingeholt. Ronan war wie ein Mann, der versuchte, einen Horizont zu erreichen, der immer weiter zurückwich. Der mehr in der Dunkelheit verlor, je mehr er versuchte, das Licht zu bewahren. Doch je mehr er sich nach diesem Licht streckte, desto mehr wurde er selbst zu einem Schatten. Und in diesem Moment, als er Kay ansah – als er spürte, wie sie ihm immer weiter entglitt, wie der Raum zwischen ihnen wuchs – wusste er, dass er nichts tun konnte, um zu verhindern, was kommen würde. Die Dunkelheit hatte ihn längst schon in ihren Bann gezogen. Und er wusste, dass sie das einzige Licht in seinem Leben war, das er niemals wieder halten konnte.

The call came in the night, the rain lashed against the window, and the drumming of drops was the only sound that broke the silence. Cam picked up the phone with trembling hands. The words spoken to him by Michael, Kaylas father, hit him like a blow he hadn't expected. He knew exactly what was coming. He knew that this phone call was inevitable. But the feeling when reality hit him in the stomach was so devastating that it erased everything he'd ever known. “It's over, Ronan. Kay... she fell asleep. In the hospital. She's at peace.” The words hung in the room like lead. The emptiness that spread through him was unimaginable. At first he couldn't feel anything, just the dull ache that wrapped itself around his heart like a cold hand. “Thank you,” he said hollowly, his voice only a shadow of what it had once been. But there was nothing left in him. It was as if the ground had collapsed beneath him and he was now floating in a space of silence and darkness that suffocated him. “You were like a son to us, Cam. If you want, come to us. You always have a place with us.” The call ended, but Cam heard only the echo of the words reverberating in his head. At that moment, he couldn't breathe. It was as if the air itself had disappeared, as if the pain was so immense that it tore apart the room he was standing in. He stood there, phone in hand, staring into the darkness, not knowing how to continue. He had never believed that he would experience this moment. That he would ever hear these words. Kayla, the woman who had saved his life, who had been the reason for all his hope, was gone. And he was now standing on the ruins of his own life. But then - then came the rage. It exploded inside him like a volcano that had been bubbling inside him for months. It was a pure, untamed hatred that shot through his veins and permeated every fiber of his being. It was no longer grief, no longer quiet resignation. It was a wild, uncontrollable rage that he had nowhere to go, no way to vent it. The rage was a beast he couldn't contain, and it demanded a target. He stormed out of the apartment, the darkness outside like a crushing wall that trapped him. The rain hitting his face seemed to be nothing more than another shadow on his skin. He wanted to destroy this world, wanted to scream out the pain that was tearing him into a thousand pieces. He walked along the streets, his head full of screams that no one could hear. Then he saw him. A man standing in the middle of the street, laughing, carefree, as if life was still worth something. He had no idea what was going through Ronans mind at that moment. Cam didn't really know himself. But this man, who so easily remained in a moment of happiness, became a target. He had to break something, destroy something, to somehow make what he was feeling comprehensible. “What do you want, man?” The stranger looked at him with an arrogant smile. “You come here to insult me?” Ronan felt his body tense as if preparing for a fight. “You're the one I need,” he thought. “You're the one who's going to help me get rid of this fucking rage.” He kicked, without warning. The fist hit the man with a nasty thud. The blow was like an unloading of years of pain, of disappointment, of the emptiness he felt deeper and deeper inside himself. The man staggered back, the laughter on his face breaking, but Cam had no pity. There was nothing left to hold him back. He struck again, harder, faster. He wanted the pain that was eating away at him to disappear somewhere. Each blow was an attempt to fill the emptiness that was spreading inside him. But it didn't help. It didn't help to set things straight. It didn't help to dispel the darkness. The man tried to fight back, lurching from side to side, but Cam wouldn't let up. “You haven't experienced any of what I'm experiencing,” he thought as his fist struck the man's face again. “You've lost no part of what I've lost.” But then, as the man went down, letting out a horrified groan as his teeth took in the blood and his eyes glazed over, Ronan found a silence that almost overtook him. The pain in his chest didn't go away, the rage still blazing in his bones, but suddenly everything felt empty. He stood over the man, his hands trembling, his eyes wide. The knowledge of what he had just done crashed over him. It was too much. Far too much. What he was doing was not just an expression of anger. It was a cry for the world that Kayla had taken from him. But she wasn't here to see it anymore, to help him find control again. “I lost her,” he whispered as he saw the man lying there, his own tears of rage in his eyes. “And now I've lost myself.” When the police arrived and put him in handcuffs, he knew he had lost everything. The man who survived lay there like a shadow of his own suffering, but Cam was the one who had fallen into the deepest abyss. The light that Kay had given him when she had shown him what it was like to be loved was now extinguished forever. All that remained were ashes and the irrepressible rage that ate into every fiber of his body.

Zwei Jahre. Zwei Jahre in einer Zelle, in der der Raum so eng war, dass er sich darin fast auflöste, dass die Dunkelheit ihm wie ein enges Band um den Hals lag, das jeden Atemzug zu einem Krampf machte. Aber es war nicht die Enge der Wände, die ihn zerstörte. Es war die Leere, die er nun täglich in sich spürte. Diese Leere, die er immer gekannt hatte – als er Kayla verlor, als sie aus seinem Leben gerissen wurde – die Leere, die in den Tiefen seiner Seele wie ein hungriger Abgrund klaffte. Aber was noch schlimmer war, als nie zu wissen, wie es sich anfühlt, ganz zu sein, war es, diese Leere für einen kurzen Moment zu spüren, als sie noch erfüllt war, und dann mit einem brutalen Ruck alles wieder zu verlieren. Die Dunkelheit in ihm war kein harter, greller Schmerz mehr. Es war nichts, was er spüren konnte. Es war einfach.. ein Nichts. Er war eine leere Hülle, die vor sich hinexistierte, nur ein Schatten eines Mannes, der irgendwann gelebt hatte. Zwei Jahre in dieser Zelle. Zwei Jahre, die ihn bis ins Mark erschöpften und ihn zu einem Menschen machten, der mehr ein Gespenst war als ein lebendiger Mann. Und es gab keinen Ausweg. Keine Antworten. Nur der Gedanke, dass er nie wieder das Licht sehen würde. Aber dann kam der Anruf, der alles veränderte. Die Carsons. Sie, die ihm mehr beistanden als jeder andere. Sie, die ihn nie aufgegeben hatten, selbst als er sich selbst verloren hatte. Sie hatten sich um ihn gekümmert, als niemand sonst an ihn dachte, als seine eigene Familie ihn für tot erklärt hatte – innerlich, wenn nicht äußerlich. Sie hatten alles in Bewegung gesetzt, sie hatten mit Anwälten und Behörden gekämpft, als er glaubte, dass er nie wieder einen Tag in Freiheit erleben würde. Sie hatten ihn aus diesem Ort geholt, als er schon geglaubt hatte, dass seine Seele zu Staub zerfallen war. „Du bist frei, Ronan“, hatte Michael Carson ihm in der Zelle gesagt, seine Stimme fest, aber mit einem Ton von Anteilnahme, der tief in ihm nachhallte. „Du hast eine zweite Chance. Wir sind für dich da.“ Er trat aus dem Gefängnis, die frische Luft beißend kalt auf seiner Haut, aber das einzige, was er fühlte, war die gleiche Leere, die ihn schon so lange begleitete. Es war nicht der Freudentanz, den man sich erhoffte, wenn man aus einem Albtraum erwachte. Es war nur das Schweigen. Die Welt war genau so leer wie er es war, und er wusste nicht, wie er es aushalten sollte. Doch die Carsons wollten, dass er versuchte, weiterzumachen. Sie wollten ihm helfen, wenigstens ein kleines Stück Normalität zu finden, auch wenn er selbst nicht wusste, was das bedeutete. Sie arrangierten ein Studium in Literaturwissenschaften für ihn. „Bücher“, hatten sie gesagt. „Worte können dir helfen, Cameron. Sie können dir zeigen, dass es noch etwas anderes gibt als den Schmerz, den du in dir trägst. Kay hat uns gesagt, wie gerne du eigentlich immer darin versunken bist.“ Und so setzte er sich an den Schreibtisch, das Studium als seine einzige Rettung in der Hoffnung, dass es ihn aus diesem Abgrund holen würde. Aber die Bücher, die Worte – sie waren nichts weiter als ein weiteres Mittel, das seine Gedanken nur tiefer in den Abgrund zog. Sie halfen ihm nicht, sie füllten die Leere nicht. Wenn er las, tat es weh, weil es ihn an all das erinnerte, was er nie hatte, was er nie verstehen konnte. Er war in einem Raum, der noch kleiner war als das Gefängnis, das er gerade verlassen hatte. Es war ein verzweifelter Versuch, etwas anderes zu finden, um die Wut zu bändigen, die in ihm aufbrach, wenn er nachts allein war. Aber das Einzige, was er wirklich fand, war der Alkohol. Ein Gläser voll mit dem süßen, trüben Nebel, der ihn für eine Weile betäubte, der ihm die Welt ausblendete und die schmerzhaften Erinnerungen verschwinden ließ. Aber auch das war keine Lösung. Es war eine Lüge, die ihm einen Moment lang das Gefühl gab, lebendig zu sein, nur um ihn am nächsten Morgen mit der gleichen Leere zurückzulassen. Und dann war da noch die Gewalt. Er hatte gelernt, dass er auf diese Weise wenigstens ein Stück von dem zurückgewinnen konnte, was er in sich verloren hatte. Es war keine Kontrolle, es war ein Ausbruch. Wenn er Menschen traf, die ihn antrafen, die ihn anblickten, die seine Wut zu spüren bekamen – dann war es, als ob er wieder etwas fühlte. Etwas anderes als diese endlose Leere. Und so prügelte er sich durch die Nächte, ging von einem Streit zum nächsten, von einem Angriff zum anderen, ohne Rücksicht, ohne einen Gedanken an das, was er tat. Aber es half nie. Es war nichts als eine andere Art von Lüge, die ihn für einen Moment lebendig erscheinen ließ, nur um ihn dann noch weiter zu zerstören. Trotz allem – trotz seiner selbstzerstörerischen Tendenzen, trotz des ständigen Versuchs, sich zu ertränken, zu verprügeln oder zu betäuben – halfen die Carsons ihm weiter. Sie hielten an ihm fest, sie gaben ihm eine Richtung. „Kämpf weiter, Ronan“, hatten sie gesagt, als er an der Klippe stand und fast in die Dunkelheit fiel. „Du bist nicht allein. Du musst weitermachen. Für uns. Für dich. Für sie.“ Und während er sich an diese Worte klammerte, während er versuchte, sich in einem Leben zu bewegen, das er nie gekannt hatte, wusste er tief im Inneren, dass er nie wirklich entkommen würde. Die Dunkelheit hatte sich so tief in ihm eingenistet, dass sie nie ganz weichen würde. Es war ein Teil von ihm geworden, ein Schatten, der ihn ständig verfolgte. Und er wusste, dass er für immer mit dieser Leere leben würde – ein Leben, das er versuchte zu füllen, aber nie ganz füllen konnte. So saß er da, mit einem Buch in der Hand, dem die Bedeutung der Worte entglitt, die er las. Er hatte nie gelernt, wie man wirklich lebt, nicht ohne den Schmerz. Aber er versuchte weiter, Tag für Tag, sich durch diese Welt zu kämpfen, die ihn nicht verstand. Und vielleicht war das alles, was er tun konnte – weitermachen, auch wenn er wusste, dass er nie wieder der Mann sein würde, der er einmal war.

PERSONALITY
Cam isn’t easy to love. He’s the kind of person who walks into a room and shifts the air without trying. Everything about him is sharp—his words, his temper, the way he looks at people like he already knows how they’ll disappoint him. He’s impulsive, the kind of man who acts before thinking and deals with the consequences later, if he deals with them at all. Anger sits just under his skin, always ready to surface. When it does, it’s loud, messy, and impossible to ignore. He can be controlling, sometimes suffocatingly so. Cam likes to know where things stand, where people are, what they’re doing. It isn’t always pretty, and it certainly isn’t healthy. But to him, control feels like the only way to keep the world from falling apart. Yet beneath all that roughness, there’s something else. Cam notices things others don’t—the way someone’s voice changes when they’re tired, the quiet signs that something’s wrong. He remembers small details, the kind people assume he’d never care about. And when it comes to the people he loves, his loyalty borders on reckless. He would fight for them without hesitation. Lie for them. Ruin himself for them if it meant they’d be safe. Pride, reputation, consequences—none of it matters when someone he cares about is on the line. Cam is complicated like that. Too intense, too angry, too much of everything. But the same fire that makes him dangerous is also the reason he’ll never walk away when it matters most.

NAMEcameron carson
FACE CLAIMnoah beck
RESERVIERTyes
AGEtwentysix
JOBstudent
WANTEDnope

MY ANTHEM

GHOST OF YOU
5 SECONDS OF SUMMER

FAMOUS LAST WORDS

sperrt lieber die Türen und Fenster ab, wenn kolya und ich wieder vereint sind. sagt dann nicht, wir hätten euch nicht gewarnt.


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#53

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 23:00
von Rowyn Kael Rivera (gelöscht)
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@smokebyrowyn
Hallöchen, Cam.

Du hast doch sicherlich nichts dagegen, wenn ich schon mal einen Exorzisten für Nikolai und dich organisiere, oder? Ich halte auch eure Hände, wenn's zu sehr weh tut. Habe gehört, dabei in schöne Gesichter zu helfen, soll das Leiden mindern. Wobei... ob ich dich überhaupt noch mehr Schmerz aussetzen möchte? Du hast schließlich schon genug Päckchen zu tragen.

Deshalb bin ich ausnahmsweise auch so nett und nehme dir deine Koffer ab, ja?
Dafür kannst du mir dann ja einen Drink ausgeben.

xoxo,
Row.


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#54

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 23:04
von Rowyn Kael Rivera (gelöscht)
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APPLICATION ♥
Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
(Um auch Teil dieser umwerfenden Stadt zu werden, fülle einfach die angehangene Vorlage aus und wir sehen uns alsbald auf der anderen Seite!)

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[apply-box][username]@USERNAME[/username][apply-content][apply-left][apply-story]HIER KANNST DU DIE STORY DEINES CHARAKTERS ABLEGEN!
Bitte beachte, dass diese mindestens 500 Wörter beinhalten sollte[/apply-story]
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Willst du uns noch etwas sagen? Erwartet dich jemand? Bist du ein Plotting Character?
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#55

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 23:30
von arden
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@arden
STORYLINE
Arden war ein Fehler. Nicht in dem Sinne, dass ich sie nicht wollte – nein, das würde ich nie zugeben, nicht einmal vor mir selbst. Sie war ein Fehler, weil sie von Anfang an anders war. Sie war nicht wie Diego. Mein Sohn war eine einfache Gleichung – planbar, zuverlässig, vorhersehbar. Er wusste, wie man das Spiel spielte, wie man sich unterordnet, und am wichtigsten: wie man gewinnt. Arden jedoch ... sie war ein Rätsel. Von Anfang an war sie anders, beinahe unheimlich. Als Baby hatte sie diese dunklen, großen Augen, die nie wegschauten, die einen zu durchdringen schienen. Ihre Mutter, Santiago, hatte sie „ojos de la verdad“ genannt – die Augen der Wahrheit. Sie meinte das als Kompliment. Ich sah darin nur Gefahr. Schon als Kleinkind stellte Arden Fragen, die kein Kind stellen sollte. „Why does Uncle Gerald say you're not being honest, Daddy?“ oder „Why do I always have to help Diego when he shouts at me?“ Sie sprach nicht wie ein fünfjähriges Mädchen. Und sie schwieg auch nicht, wenn sie es sollte. Ich begann, sie zu beobachten, genau wie ich es mit meinen Geschäftspartnern tat, um Schwächen zu finden. Doch bei Arden fand ich keine. Sie war viel zu stolz für ein Kind. Viel zu stolz, um schwach zu sein. Diego nannte sie „la princesa“. Anfangs war das harmlos, ein Spitzname, den Geschwister sich geben. Aber als die Jahre vergingen, klang es immer mehr nach Spott. Diego war der Thronfolger, derjenige, der die Geschäfte übernehmen sollte. Doch er hatte schnell erkannt, dass Arden nicht in die Rolle passte, die ich für sie vorgesehen hatte.
Ich gebe zu, dass ich Diego unterschätzt habe. Er war nicht immer freundlich zu seiner Schwester. Es begann mit kleinen Dingen – er zog an ihren Haaren, versteckte ihre Spielsachen, nannte sie „mexicana“ in einem Ton, der deutlich machte, dass es kein Lob war. Santiago, meine Ehefrau, versuchte, die beiden zu versöhnen. „They are siblings“, sagte sie immer. „Children argue sometimes.“ Doch ich wusste, dass es mehr war. Diego spürte, dass Arden nicht so einfach zu kontrollieren war wie er. Sie widersetzte sich ihm, genauso wie sie sich mir widersetzte. Es störte mich nicht. Geschwisterrivalität war normal. Und Diego würde eines Tages lernen, wie man Menschen wie Arden handhabt – Menschen, die denken, sie seien etwas Besonderes. Aber ich habe die Zeichen nicht gesehen.
Es war ein regnerischer Abend, Arden war etwa neun Jahre alt. Ich saß in meinem Büro und ging Unterlagen durch, als ich ein leises Klopfen hörte. Es war nicht das Klopfen eines Erwachsenen, sicher nicht von Santiago, und auch nicht das energische Pochen, das Diego benutzte, wenn er etwas wollte. Es war vorsichtig. Fast ängstlich. „Come in“, sagte ich, ohne aufzusehen. Die Tür öffnete sich einen Spalt, und Arden steckte ihren Kopf herein. Sie trug einen blauen Schlafanzug, ihre langen Haare waren unordentlich, ihr kindliches Gesicht gerötet, als hätte sie geweint. Ich erinnere mich noch an den Ausdruck in ihren Augen. Es war nicht das übliche Trotzige, das ich gewohnt war. Es war etwas anderes. Etwas Zerbrechliches. „Daddy, can I talk to you?“, fragte sie flüsternd. „Not now, Arden. It's late. “, antwortete ich schroff. Ich dachte, sie würde gehen. Aber sie blieb, öffnete die Tür weiter und trat in den Raum. Ihre kleinen Füße machten kaum ein Geräusch auf dem Teppich, aber sie zitterten, das fiel mir auf. „What's going on?“ fragte ich schließlich, mehr genervt als besorgt. Sie schwieg eine Weile, kaute auf ihrer Unterlippe, wie sie es immer tat, wenn sie nervös war. Schließlich sagte sie: „ Diego was mean to me.“ Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und seufzte. „Arden, you know how Diego is. Just leave him alone and he'll leave you alone too.“ Wie oft ich versucht habe, ihr das verständlich zu machen. „But he has -“ Wiederworte waren noch schlimmer als Ungehorsam. Beides Eigenschaften, die meine Tochter mit sich brachte. „Enough!“ Meine Stimme schnitt durch den Raum wie ein Messer. Sie zuckte zusammen, blieb aber stumm. „Go to bed“, sagte ich und wandte mich wieder meinen Unterlagen zu. Sie blieb noch einen Moment stehen, dann drehte sie sich um und schloss die Tür hinter sich. Ich dachte, das wäre das Ende der Geschichte. Doch am nächsten Morgen fiel mir auf, dass Arden nicht frühstückte. Ihre Mutter fragte sie, was los sei, und sie sagte nur: „I'm not hungry.“ Ich ignorierte es. Kinder hatten manchmal schlechte Tage. Aber in den nächsten Wochen zog sie sich immer mehr zurück. Sie lachte nicht mehr, sprach kaum noch, und wenn Diego den Raum betrat, wurde sie still und verkrampfte sich.
Ich wollte es nicht sehen. Vielleicht war es, weil ich zu beschäftigt war. Vielleicht, weil ich dachte, es sei nicht meine Sache. Aber ich wusste, was geschah. Ich wusste, dass Diego mehr tat, als nur gemein zu sein. Ich hörte es manchmal – das gedämpfte Schluchzen hinter verschlossenen Türen, die hastigen Schritte, wenn ich den Flur entlangging. Aber ich sagte mir, dass es nichts war. Kinder streiten. Es war normal. Und dann, eines Tages, kam Santiago zu mir. „Jonathan“, sagte sie, ihre Stimme war ruhig, aber ihr Blick durchbohrte mich. „We need to talk about Diego.“ Ich wusste sofort, worauf sie hinauswollte. „What about him?“ fragte ich und tat so, als hätte ich keine Ahnung. „He is ... hard on Arden. Too hard. I think it's more than that.“ Ich sah sie an, meine Frau, die ich einst wegen ihrer Stärke bewundert hatte. Jetzt sah ich nur Schwäche. „And what do you suggest? That I punish him? That I send him away?“ Sie wusste, dass er der rechtmäßige Erbe meines Unternehmens war, mein Goldjunge. „No“, sagte sie schnell. „I just want you to talk to him.“ Ich tat es nicht.
Arden veränderte sich in den nächsten Jahren. Sie wurde verschlossener, aber gleichzeitig auch entschlossener. Sie lernte, wie man lügt, wie man lächelt, auch wenn es nichts zu lächeln gab. Sie lernte, sich zu verteidigen – nicht körperlich, aber auf eine Art, die ich respektierte. „You become strong“, sagte ich einmal zu ihr, als sie zwölf war. Es war als Kompliment gemeint, aber sie sah mich nur an und sagte: „ I had to.“ Ich wusste, was sie damit meinte. Und für einen kurzen Moment fühlte ich ... etwas. Keine Schuld. Schuld ist für Schwache. Aber vielleicht Bedauern. Nur für einen Moment.
Die Schulzeit von Arden war für mich eine sorgfältig orchestrierte Bühne, und sie selbst ein Schlüsselstück in meinem Spiel, ob sie das wollte oder nicht. Sie war vierzehn, als sie zum ersten Mal auf die renommierte „Convent & Stuart Hall“ ging. Eine Schule, deren Name für Exzellenz stand, eine Institution, die Türen öffnete, wo andere verzweifelt anklopften. Ich hatte keine Kosten gescheut, um sie dort unterzubringen. Nicht, weil ich glaubte, dass sie den Platz verdiente, sondern weil ich es brauchte. Eine Tochter, die in solch illustrem Umfeld glänzte, war ein Symbol. Ein Zeichen für meine Geschäftspartner, dass meine Familie ebenso makellos und beeindruckend war wie die Projekte, die ich ihnen verkaufte. Doch schon in den ersten Monaten war klar, dass Arden sich nicht in dieses goldene Bild fügen wollte. „Why can't I just go to the public school in the neighborhood?“ hatte sie gefragt, als ich ihr die Uniform reichte – ein makelloses Ensemble aus marineblauem Blazer, weißer Bluse und einem Rock, der genau über dem Knie endete. „Because you are a Hawthorne. And Hawthorne's are not satisfied with the average“, hatte ich geantwortet. Das war meine Standarderklärung „I'm not a mannequin“, murmelte sie, zu leise, um eine Antwort zu erwarten. Doch ich hörte es, aber ich tat so, als hätte ich es nicht.
Die Schule selbst stellte eine neue Herausforderung für sie dar. Arden war intelligent, das war unbestreitbar, aber sie war nicht willens, die Regeln zu akzeptieren, die ihr auferlegt wurden. Ihre Lehrer beschrieben sie als „eigensinnig“, ihre Klassenkameraden als „schwierig“. Doch die Wahrheit war, dass sie sich einfach weigerte, sich in eine Rolle pressen zu lassen, die sie nicht selbst gewählt hatte. Ich erinnerte mich an einen Vorfall im zweiten Jahr. Die Schule veranstaltete eine große Spendenveranstaltung, ein jährliches Gala-Dinner, bei dem die Schüler die Aufgabe hatten, die Gäste zu bedienen – eine Tradition, die dazu diente, Demut und Respekt vor harter Arbeit zu lehren. Arden hasste es. „I'm not a waitress“, hatte sie gesagt, als ich sie anwies, sich vorzubereiten. „No. You are a Hawthorne. And as a Hawthorne, you're there to create the impression I need“, antwortete ich kühl. Sie schwieg daraufhin, zog sich zurück und tat schließlich, was ich verlangte. Aber ich sah es in ihrem Blick – den Widerstand, den sie nie ganz abschalten konnte.
Diego blieb ein beständiger Schatten über Ardens Leben, auch nachdem sie in die Convent & Stuart Hall gekommen war. Er war zwei Jahre älter als sie, mittlerweile im letzten Jahr der Highschool und bereit, sich an einer angesehenen Universität einzuschreiben. Seine Misshandlungen waren subtiler geworden, aber sie hörten nie ganz auf. Ich wusste, dass etwas zwischen ihnen nicht stimmte, doch ich ließ es geschehen. Diego war der Erbe meines Imperiums, derjenige, der alles übernehmen würde. Seine Fehler zu korrigieren oder ihn zu konfrontieren, schien unnötig riskant. Es war einfacher, wegzusehen – oder besser gesagt, aktiv zu ignorieren, was direkt vor meinen Augen geschah. Doch eines Abends, als ich spät nach Hause kam, hörte ich laute Stimmen aus Ardens Zimmer. „Let me go!“ Ihre Stimme war scharf, voller Panik. Ich zögerte einen Moment, bevor ich die Tür öffnete. Diego stand vor ihr, seine Hand an ihrem Arm. Arden zitterte, ihre Augen groß und voller Wut. „What's going on here?“ fragte ich, meine Stimme kalt. Diego ließ sie sofort los und trat zurück, sein Gesicht eine Maske der Unschuld. „Nothing, Dad. Arden's just exaggerating again.“ Ich sah zu meiner Tochter. Sie hielt den Blick gesenkt, die Lippen fest zusammengepresst. „Is that true?“ fragte ich. Sie zögerte, dann nickte sie. Ich wusste, dass sie log. Aber ich beließ es dabei.
In der elitären Welt, in der ich mich bewegte, war Arden nicht nur meine Tochter. Sie war ein Werkzeug. Es gab Momente, in denen ihre bloße Anwesenheit ausreichte, um den Eindruck von Stabilität und Erfolg zu vermitteln, den ich brauchte, um Geschäfte abzuschließen. Einmal, als sie fünfzehn war, bat ich sie, einen Nachmittag mit einem Geschäftspartner von mir und dessen Familie zu verbringen. Die Beckhams waren alteingesessene Investoren, deren Unterstützung ich dringend benötigte. Ihre Tochter, Chloe, war ein Jahr jünger als Arden, und ich wusste, dass sie sich gut verstehen würden – oder zumindest so tun konnten. „Just be nice to her. Smile. Be charming. That's all I ask of you “, sagte ich, bevor sie ging. „So you want me to be your figurehead again.“ Sie warf mir einen Blick zu, der gleichzeitig verächtlich und resigniert war. „You shall do what is necessary“, korrigierte ich sie. Sie tat es. Wie immer. Aber als sie später nach Hause kam, war sie stiller als sonst. „How was it?“ fragte ich beiläufig. „Good“, sagte sie nur. Und damit war das Thema erledigt.
Die letzten Jahre ihrer Schulzeit waren geprägt von zunehmender Distanz zwischen uns. Sie sprach weniger, stellte keine Fragen mehr, wehrte sich nicht einmal mehr. Sie lernte, sich anzupassen, so wie ich es immer gewollt hatte. Doch in ihren Augen sah ich etwas, das mich beunruhigte. Eine Kälte, ein Funken von Verachtung, der nicht dorthin gehörte. Eines Abends, als sie achtzehn war, fand ich sie in der Bibliothek unseres Hauses. Sie saß auf dem Boden, ein Buch in der Hand, und schrieb etwas auf die bedruckten Seiten. „What are you doing?“ fragte ich. Sie sah auf, überrascht. „Nothing.“ Ich nahm ihr das Buch ab und sah, dass sie kleine, wütende Sätze in die Margen geschrieben hatte. Worte wie „Gefängnis“ und „Flucht“ sprangen mir ins Auge. „Arden. What does that mean?“, fragte ich leise. Sie stand auf, nahm mir das Buch aus der Hand und sah mich direkt an. „It means that one day I will be free.“ Ich lächelte. Nicht, weil ich amüsiert war, sondern weil ich wusste, dass sie niemals wirklich frei sein würde. Nicht, solange sie eine Hawthorne war.
Ich hatte gehofft, Arden würde nach der High School ihre rebellischen Anwandlungen ablegen, doch wie so oft hatte sie mich enttäuscht. Es war nicht so, dass sie nicht talentiert war – ganz im Gegenteil. Sie hatte das Charisma ihrer Mutter geerbt, ihre Schönheit und ihre Gabe, Menschen um den Finger zu wickeln. Doch wo Santiago diese Eigenschaften genutzt hatte, um unser Familienimage zu festigen, verschwendete Arden ihre Talente für nutzlose Ideale. Sie wollte helfen, unterstützen, sich um die Belange anderer kümmern – eine grenzenlose Naivität, die mich immer wieder wütend machte. Es war lächerlich. In einer Welt wie der unseren gab es keinen Platz für selbstlose Gesten. Man nimmt, was man bekommen kann, und lässt den Rest hinter sich. Doch anstatt sich von mir etwas beibringen zu lassen, widersetzte sie sich. Immer subtil, nie direkt. Arden hatte ihren eigenen Weg gefunden, mich zu provozieren, ohne dass ich einen Grund hatte, sie zur Rechenschaft zu ziehen. Ihr Entschluss, an der University of Seattle zu studieren, war ein guter Schritt. Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikationswissenschaften – ein solider Plan, dachte ich zunächst. Sie könnte in die PR-Abteilung des Unternehmens einsteigen, vielleicht den weiblichen Touch hinzufügen, den unser Unternehmen brauchte. Ich hatte gehofft, sie würde endlich ihren Platz in der Familie einnehmen, sich als nützlicher Teil unseres Systems beweisen. Doch sie verschwendete ihre Zeit mit Praktika in gemeinnützigen Organisationen, mit Menschen, die weit unter unserem Niveau waren. Einmal erfuhr ich, dass sie an einem Obdachlosenprojekt mitarbeitete. Ich hatte Mühe, meine Wut zu zügeln. Sie war eine Hawthorne – was machte sie dort, inmitten von Dreck und Versagen? Es war das gleiche Muster wie immer. Sie weigerte sich, die Rolle zu akzeptieren, die ich ihr zugedacht hatte. Doch das war nicht das Schlimmste. Das Schlimmste war, dass sie trotz all ihrer Ablehnung meine Methoden nicht vollständig von sich wies. Sie wusste, was ich tat. Ich hatte nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass unser Erfolg nicht nur auf harter Arbeit basierte. Nicht nur jedenfalls Aber sie spielte mit, wenn es ihr passte, profitierte von dem Luxus und dem Ansehen, das mein Unternehmen uns brachte, während sie gleichzeitig so tat, als würde sie auf einer höheren moralischen Ebene stehen. Diese Heuchelei war unerträglich.
Die Nacht, in der er in mein Leben trat, begann wie jede andere. Ich hatte ein langes Meeting hinter mir, ein Gespräch mit Investoren, die unzufrieden mit den Renditen waren. Meine Laune war miserabel, als ich mein Büro betrat. Es dauerte nicht lange, bis ich bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Ein leichtes Verschieben von Papieren, eine Schublade, die nicht ganz geschlossen war. Es war subtil, aber ich bemerkte es. Ich ließ es jedoch zunächst auf sich beruhen, bis ich die erste Nachricht erhielt. Ein Bild. Dunkel, grobkörnig. Ein Screenshot von Dokumenten, die ich als vertraulich erkannte. Es dauerte Sekunden, bis mir klar wurde, dass jemand Zugang zu Informationen hatte, die niemals außerhalb dieses Büros hätten existieren dürfen. Es war nicht nur die Tatsache, dass jemand die Wahrheit über meine Geschäfte kannte – es war die Art, wie dieser jemand vorging. Der Ton der Nachricht war fast beiläufig, die Drohung im Subtext statt in klaren Worten. Ein Amateur, dachte ich zuerst, doch ein Amateur mit genug Wissen, um gefährlich zu sein. Innerhalb von Stunden fand ich heraus, wer dahintersteckte. Es war kein großer Aufwand; Menschen wie er hinterlassen immer Spuren. Ein Junge aus einem verkommenen Viertel, jemand, der sich in die kriminelle Szene eingearbeitet hatte, um über Wasser zu bleiben. Er hatte Talent, das musste ich ihm lassen. Die Fälschungen, die er anfertigte, waren nahezu perfekt, und seine Fähigkeit, sich in Systeme zu hacken und Informationen zu beschaffen, war bemerkenswert. Doch er war unvorsichtig, zu selbstsicher. Jemand wie er hatte keine Ahnung, mit wem er sich anlegte. Ich hätte ihn einfach beseitigen lassen können. Ein Anruf, und er wäre in einer Gasse gelandet, mit einer Kugel im Kopf. Aber das Risiko, dass die Informationen trotzdem publik würden, war zu groß. Und dann kam mir ein anderer Gedanke. Ich hatte ihn unterschätzt. Sein Vorstoß, mich zu erpressen, zeigte, dass er verzweifelt war, ja, aber auch intelligent. Es gab eine Möglichkeit, ihn zu kontrollieren, ohne Gewalt anwenden zu müssen. „Du glaubst, du hättest eine Wahl?“ Meine Stimme klang ruhig, als ich ihm gegenüberstand. Er war jünger, als ich erwartet hatte, und trotz seiner Versuche, selbstsicher zu wirken, konnte ich die Unsicherheit in seinen Augen sehen. „Du weißt nicht, in welchem Spiel du mitspielst, Junge. Aber ich werde dir eine Chance geben.“ Er war überrascht, als ich den Vorschlag unterbreitete. Kein Geld, keine Drohungen – nur ein Geschäft. Ich bot ihm Stabilität, Schutz und eine Möglichkeit, sich aus der Misere zu befreien, die sein Leben war. Alles, was ich verlangte, war Gehorsam. Und ein kleiner Preis: eine Verbindung zu meiner Familie, die ihm einen Platz in der Gesellschaft sichern würde, während ich die Kontrolle behielt. Arden wusste nichts davon. Noch nicht. Aber sie würde gehorchen, wie sie es immer getan hatte. Sie hatte keinen anderen Ausweg. Und dieser Junge? Er würde lernen, dass man sich mit einem Mann wie mir nicht anlegt, ohne die Konsequenzen zu tragen.
Die Hochzeit war ein taktisches Meisterwerk – schlicht, elegant und genau so inszeniert, wie es für den Schein nötig war. Arden hatte ihre Rolle widerwillig gespielt, was mich nicht überraschte. Seit sie alt genug war, ihren eigenen Kopf zu haben, hatte sie immer versucht, sich mir zu widersetzen. Doch wie schon oft in der Vergangenheit hatte sie auch dieses Mal keinen Ausweg. Meine Tochter mochte glauben, sie könne sich gegen mich stellen, aber in Wahrheit wusste sie genau, was auf dem Spiel stand. Es war eine private Zeremonie. Kein großes Getöse, keine aufdringlichen Journalisten. Nur ausgewählte Gäste, die meine Macht und Verbindungen bestätigen sollten – Geschäftspartner, Politiker, einige meiner wichtigsten Kontakte. Arden sah aus wie eine perfekte Braut, makellos in einem Kleid, das ihre Anmut und Eleganz unterstrich. Ihr Gesicht war eine Maske, die nichts von ihren wahren Gefühlen preisgab. Ich hatte sie gut darauf vorbereitet. Eine Hawthorne zeigt keine Schwäche. Ihr neuer Ehemann – der Junge aus den Schatten – hatte sich erstaunlich gut in diese Welt eingefügt. Er trug einen perfekt sitzenden Anzug, den ich ihm hatte anfertigen lassen, und hielt seine Unsicherheit geschickt verborgen. Natürlich war er ein Fremdkörper in unserem Kreis, das war offensichtlich. Doch mit etwas Zeit und Führung würde er lernen, seinen Platz einzunehmen. Noch hatte er keine Ahnung, dass ich bereits an Plänen arbeitete, um ihn loszuwerden, sobald seine Nützlichkeit abgelaufen war.
Seit der Hochzeit sind vier Monate vergangen, und das Arrangement hat bisher seinen Zweck erfüllt. Arden bleibt, wie ich erwartet habe, auf Distanz zu ihrem Mann. Sie lebt in einer Art höflicher Kälte, die mich an ihre Mutter erinnert. Es ist faszinierend, wie ähnlich sie Santiago geworden ist, obwohl sie es nie zugeben würde. Diese Kälte ist jedoch nicht völlig ohne Nutzen – sie hält ihn in Schach. Er mag clever sein, aber er hat noch viel zu lernen, vor allem, wenn es darum geht, in meiner Welt zu überleben. Ihre gemeinsame Wohnung, eine luxuriöse Eigentumswohnung in bester Lage von Seattle, ist für sie beide eher ein Käfig als ein Zuhause. Arden verbringt die meiste Zeit mit ihrem Studium und ihren gemeinnützigen Projekten – eine Leidenschaft, die ich immer noch für eine dumme Verschwendung halte. Dennoch lasse ich sie gewähren. Es lenkt sie ab und hält sie beschäftigt, während ich die Fäden ziehe. Ihr Mann dagegen beginnt langsam, seine Rolle zu akzeptieren. Seine Fähigkeit, sich in der Schattenwelt zu bewegen, ist nach wie vor beeindruckend, auch wenn ich ihm niemals vollständig vertrauen werde. Doch ich spüre, dass Arden nicht so gefügig bleibt, wie ich es mir erhofft hatte. Es gibt einen Trotz in ihr, der nicht vergeht, eine Flamme, die ich bisher nicht löschen konnte. Sie zeigt es selten, aber ich weiß, dass sie jeden Moment nutzt, um gegen die Ketten zu kämpfen, die ich ihr angelegt habe. Und dieser Trotz, so sehr er mich manchmal wütend macht, erinnert mich daran, warum ich sie überhaupt in diese Rolle gezwungen habe. Arden ist ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck. Und solange sie ihren Platz einnimmt, werde ich alles tun, um zu verhindern, dass sie ausbricht - denn solange sie ein Hawthorne ist, gehört sie mir.

PERSONALITY
Arden is intelligent, perceptive, and quietly defiant. Raised in a powerful but emotionally cold family, she learned early how to hide her true thoughts behind composure and restraint. She possesses a sharp mind and a strong moral instinct, which often puts her at odds with the ruthless world she grew up in. Arden is observant and difficult to deceive, noticing details others tend to overlook. While she can appear distant or guarded, her empathy for others runs deep, driving her to help people even when it contradicts her family's expectations. Years of manipulation and pressure have made her resilient and emotionally controlled, yet beneath that calm exterior lies a stubborn determination and a longing for freedom and self-determination.
NAMEArden Maeve Hawthorne
FACE CLAIMDina Denoire
RESERVIERTYES | NO
AGETwenty-four
JOBStudent - Public Relations
WANTEDNO | YES OF @

MY ANTHEM

Control
Halsey

FAMOUS LAST WORDS

Ich werde (denke und hoffe ich) erwartet. Irgendwie zumindest.


Verity Jean Banks has been summoned by the rain
Cameron Carson is sipping wine and watching your drama unfold
Cameron Carson has entered a confusion spiral
Cameron Carson woke up and chose chaos
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#56

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 23:37
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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on a break Nicht angegeben
charactersong ఇ sports car by tate mcrae

@banksilla
hello over there, arden


Wo fange ich denn am besten an? Am Anfang, mitten drin oder doch beim Ende? Gott, apropos Ende, so musst du dich doch auch bestimmt fühlen, oder? Da es nicht so fernab der Möglichkeit liegt, dass wir beiden uns kennen, kann ich dir nur sagen: Meine Türen stehen dir immer offen, just come over and stay for as long as you want. Auch wenn mir ein Vögelchen gezwitschert hat, dass es da jemanden gibt, der ohnehin immer ein Auge auf dich hat.. beinah schon gruselig. Wenn du da Hilfe brauchst, sag auch Bescheid, ok? Mit Männern kann ich gut, noch besser gegen sie. Aber das besprechen wir genauer, sobald du hier bist - ich lege den Wein kalt und schick dir den Aufzug schon mal runter!

dont behave too well without me.. kisses,
─ vee.






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#57

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 07.03.2026 23:43
von Rowyn Kael Rivera (gelöscht)
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APPLICATION ♥
Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
(Um auch Teil dieser umwerfenden Stadt zu werden, fülle einfach die angehangene Vorlage aus und wir sehen uns alsbald auf der anderen Seite!)

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[apply-box][username]@USERNAME[/username][apply-content][apply-left][apply-story]HIER KANNST DU DIE STORY DEINES CHARAKTERS ABLEGEN!
Bitte beachte, dass diese mindestens 500 Wörter beinhalten sollte[/apply-story]
[apply-person]HIER IST PLATZ FÜR EINE CHARAKTERBESCHREIBUNG!
Hier reichen auch Stichworte: mindestens 3 positive und 3 negative Eigenschaften
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[reserviert]YES | NO[/reserviert]
[age]YOUR AGE HERE[/age]
[job]YOUR JOB HERE[/job]
[gesuch]NO | YES OF @[/gesuch][/apply-basics][apply-music][apply-musiccover]//files.homepagemodules.de/b926360/a_100_131770fb.png[/apply-musiccover][apply-musictext][apply-musicline]MY ANTHEM[/apply-musicline][b]SONG NAME[/b]
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Willst du uns noch etwas sagen? Erwartet dich jemand? Bist du ein Plotting Character?
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#58

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 08.03.2026 01:17
von kein Name angegeben • ( Gast )
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@USERNAME
STORYLINE
Der Regen fiel unaufhörlich auf die Straßen von Seattle, als Si‑ran den Motor ihres Wagens startete. Die Stadt lag unter einer Decke aus Nebel, die Lichter verschwammen und für einen Moment schien die Welt den Atem anzuhalten. Nur das tiefe Grollen des Motors durchbrach die Stille - ein Klang, der sich für die junge Frau wie ein Herzschlag anfühlte. Nicht ihr eigener, sondern der eines Wesens, das sie selbst erschaffen hatte.
Der schwarze Wagen vibrierte unter ihr, als würde er leben, die Sitze rochen nach Leder und Öl, das Armaturenbrett glühte in einem warmen Rot und draußen spiegelten sich die Neonlichter der Stadt in den Pfützen.
Sie legte den ersten Gang ein und während sie losfuhr, die Reifen das Wasser aufschnitten und die Stadt an ihr vorbeizog, wusste sie:  
Das war der einzige Ort, an dem sie wirklich existierte. Nicht auf einer Gala voller High Society ​​Lächeln, auf dem Eis, wo Perfektion wichtiger war als Freude oder in einem Haus, das sie formte, aber nie richtig verstand.Nie wirklich sah, wer sie wirklich war und sein wollte. 
Sondern hier zwischen Asphalt und Geschwindigkeit, Dunkelheit und Freiheit.


Si‑ran war in einer Welt aufgewachsen, die funkelte und glänzte — aber nie die Wärme versprach, die sie eigentlich brauchte. Die wohl jedes Kind brauchte..  
Ihre Eltern gehörten zur High Society Seouls, Menschen, deren Leben aus Empfängen, Galerien, Charity Veranstaltungen und makellosen Fassaden bestand.  
Ihre Mutter, eine ehemalige Primaballerina, bewegte sich durch das Haus wie eine Statue aus Porzellan. Ihr Vater, ein einflussreicher Kulturmagnat, kannte nur die Sprache des Erfolgs - von Liebe hatte er wohl wenig Ahnung. Dabei war es eigentlich das, was seine Tochter eigentlich gebraucht hätte: Liebe und Verständnis.
Für die Außenwelt waren sie perfekt, wie eine Familie aus dem Bilderbuch. Dass das alles nur Fassade war und nicht dem entsprach, was im Inneren eigentlich passierte, sah niemand - oder wollte eher jeder verdrängen.  
Schon in den ersten Jahren ihres Lebens wurde sie in die Welt des Eiskunstlaufens gedrängt. Kaum war sie vier Jahre alt, zwang man sie förmlich aufs Eis und lernte, dass fallen keine Option war und später, dass ein Mädchen in ihrer Position nicht weinte.
„Nur Perfektion hat Liebe verdient“, sagte ihre Mutter einmal.  
Si‑ran verstand damals nicht, wie falsch dieser Satz war.
Ihre ältere Schwester war der einzige Mensch, der sie wirklich sah.  
Sie stellte Wärme in einem Haus aus Glas dar, war diejenige, die ihr heimlich Schokolade zusteckte, diejenige, die ihr die Haare flochte, wenn sie weinte und sagte:  
„Du musst nicht perfekt sein, um du zu sein. Wir brauchen sie nicht, sondern nur uns“
Damals glaubte das kleine Mädchen ihr nicht - heute wünschte sie, sie hätte es getan.
Als Si‑ran gerade einmal zehn Jahre alt war, zog die Familie nach Seattle. Ein Umzug, der für sie unglaublich viel Stress und Unmut in ihr hervorrief. Sie wollte nicht weg, nicht weg von dem, was sie kannte. Wollte nicht weg von ihren Freunden, die ihr alles auf dieser Welt bedeuteten. Außer ihrer Schwester hatte sie nun nichts und niemanden mehr in einem neuen Land, mit einer neuen Sprache, aber denselben Erwartungen.
Trotzdem hatte Seattle etwas an sich, das Seoul ihr nie gegeben hatte: Ecken, Kanten und Risse durch die nicht nur ihre Freiheit sickern konnte. 
Während ihre Eltern sich in die amerikanische High Society einfügten und begannen ihre Netze zu spinnen, fand Si‑ran etwas anderes: ihre Vorliebe und Leidenschaft für Autos.
Dabei war es wohl fürs Erste dem Zufall geschuldet, als sie einen Nachbarsjungen dabei zusah, wie er an alten Autos schraubte. Das junge Mädchen blieb stehen, fasziniert von dem Klang des Motos, der nicht vorgab, etwas anderes zu sein. Für sie war es was völlig Neues in einer Welt, in der so viel gelogen wird, um dazuzugehören. 
Sie begann heimlich Videos zu schauen, in Foren zu lesen, kleine Reparaturen an alten Rollern und Schrottplatzfunden zu üben.  Ihre Hände rochen nach Öl, ihre Fingernägel waren schwarz, und zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte sie sich nicht schuldig dafür, etwas zu lieben. Irgendwann sprach sie den Nachbarsjungen drauf an und fragte ihn, ob sie ihm helfen konnte und mitfahren durfte, wenn er den Wagen fuhr. Natürlich war er überrascht, dass sie sich zum einen überhaupt für Autos interessierte und zum anderen den Mut fand ihn einfach darauf anzusprechen, wo sie doch die letzten Wochen einfach nur beobachtet hatte - denn natürlich war es ihm nicht entgangen. 
Mit vierzehn sah sie zum ersten Mal dabei zu wie er mit ein paar Kumpels in einem verlassenen Industriegebiet driftete. Es war chaotisch, die Imperfektion in Person und wild - aber das Schönste, was sie zu dem Zeitpunkt je gesehen hatte. Zwei Jahre später war es dann soweit, dass sie ihr erstes illegales Rennen fuhr und verlor - aber sie fühlte sich lebendiger als je zuvor. Sie wusste, ihr bester Freund, den sie auf der High School kennengelernt hatte, würde es nicht gutheißen, was sie tat - es wäre zu gefährlich und doch würde sie damit nicht aufhören. Es war das, was sie zum ersten mal so richtig glücklich machte. Si-ran beschloss also in der Racing Szene ein Geheimnis um ihre Identität zu machen, trug stets Perücke und Maske als auch einen Künstlernamen: Nyx. In der Hoffnung, dass er so nie davon erfahren würde. Ihr tat es weh, ihm nichts davon zu erzählen - wo sie sonst doch keine Geheimnisse voreinander hatten - und doch empfand sie es als das Richtige. Für beide Seiten. 
Jahre später erzählte man sich schon Geschichten über sie, manche aus Faszination, andere aus Furcht. Manchmal fragte man sich, ob sie überhaupt wirklich existierte und sie nicht nur ein Gerücht war, das man in die Welt gesetzt hatte. Ein Mythos.
Wann genau sie sich daraufhin den Heathens angeschlossen hatte, konnte keiner so wirklich sagen, aber von jahr zu Jahr wurden sie für Si-ran zu ihrer ersten richtigen Familie. Eine, der es egal war, woher du kommst, wie viel Geld du hast oder welchen Namen du hast. Eine, in der nur zählte, was du bereit bist zu geben. Die junge Moon gab alles, was sie hatte: Mut, Herzblut und ihre Leidenschaft für Autos und Rennen. Sei es Drag, Drift oder Speed. Sie kam mit allem klar, auch wenn der Drift wohl ihre Spezialität darstellte. Für jede Art von Rennen hatte sie sich einen eigenen Wagen zusammengebaut, der ihre Handschrift trug. Jedes Auto war für sie ein Wesen, das sie erschaffen hatte, jedes einzelne war für sie ein Baby, das am besten niemand anderer außer sie fuhr.

Der Regen ließ nach, als sie die Stadtgrenze erreichte - in den verlassenen Industriegebieten wartete die Szene bereits, Motoren waren im Leerlauf, Stimmen, die durch die Dunkelheit hallten, Musik, die den Boden vibrieren ließ.
Niemand sprach sie an und doch kannten sie alle und wussten, was sie konnte. .  
Ein breitschultriger Mann trat auf sie zu, sein Grinsen eine Mischung aus Respekt und Herausforderung.
„Du bist spät.“
„Ich bin hier“, war alles, was sie darauf erwiderte und doch war ein Anflug eines Schmunzelns auf ihren Lippen zu erkennen.
Er lachte.  
„Heute gibt es wieder viele, die es drauf anlegen, gegen dich zu fahren.“
„Sollen sie.“ Keine Sekunde später stieg sie wieder in ihren Wagen, bereit darauf, das erste Rennen zu starten.

Moon Si‑ran war längst kein perfektes Mädchen mehr, das sie früher einmal spielte. Keine Marionette oder Trophäe. Das Eiskunstlaufen hatte sie, um den Schein zu wahren, noch nicht an den Nagel gehängt - arbeitet nebenberuflich jedoch nur noch als Trainerin. Etwas, was sie als Kompromiss eingehen musste, damit sie sich ihr Studium selbst aussuchen durfte: Fahrzeugtechnik. Natürlich ahnte niemand, was der eigentliche Grund dafür war wegen ihrer geheimen Identität. 
Seit kurzem hatte sie ihren Master in der Tasche und kaufte sich eine kleine Werkstatt, um offiziell als Fahrzeugtechnikerin zu arbeiten. Dass es lediglich Tarnung ist, um nun freier an ihren eigenen Autos zu arbeiten, wusste außer ihr wohl niemand. 



PERSONALITY
- empathisch - loyal - ruhig - diszipliniert - mutig - furchtlos - musikalisch - kreativ - zuverlässig - präzise - leidenschaftlich -

- unberechenbar - perfektionistisch - stur - selbstkritisch - risikofreudig - misstrauisch - nachtragend - sensibel - nimmt ungern Hilfe an - innerlich zerrissen - impulsiv
NAMESiran Moon
FACE CLAIMKim Se-ri
RESERVIERTYES | NO
AGE28 y.o.
JOBFahrzeugtechnikerin & (Eiskunstlauftrainerin) {inoffiziell Racerin der Heathens
WANTEDNO | YES OF Boardgesuch The Heathens

MY ANTHEM

CASTLE
HALSEY

FAMOUS LAST WORDS

HIER IST PLATZ FÜR EIN PAAR LETZTE WORTE!
Ich freue mich schon auf euch


Verity Jean Banks has been summoned by the rain
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#59

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 08.03.2026 01:26
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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charactersong ఇ sports car by tate mcrae

@banksilla
hello over there, siran


Du bist auch Team Nachteule, wie es scheint, hm? Oder nennt man halb zwei schon.. Frühaufsteher? Anyway, es freut mich, dass du hergefunden hast. Und ich muss direkt eine Sache los werden. Ich bin neidisch. Worauf fragst du dich? Weil @Keigo Matsuda sich noch nie so charmant mir gegenüber geäußert hat, wie bei dir. Und wenn du ihn wirklich noch als Kind kanntest.. well, da kann ich nicht mithalten (auch wenn es wohl für die Allgemeinheit besser war, dass wir zwei Chaoten uns nicht vorher schon kannten). Ich muss aber auch nochmal kurz auffangen.. was ist das nur mit einflussreichen Familien, dass die Kinder meist so verkorkst sind, obwohl sie nach außen hin immer als perfekt abgestempelt werden? Aber wem erzähl ich das, wenn ich mir so anschaue, wie meine Mutter die Medien so dreht wie es ihr beliebt.. Ich gebe dir noch einen Tipp: Halt deinen Kreis klein, leb dein Leben, anstatt nur Erwartungen anderer nachzukommen. Ist befreiend, ich rede aus Erfahrung.

Genug aber nun von meinem elendigen Tedtalk um halb zwei.. stattdessen sage ich jetzt lieber; Welcome Home!

dont behave too well without me.. kisses,
─ vee.






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#60

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 08.03.2026 01:30
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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on a break Nicht angegeben
charactersong ఇ sports car by tate mcrae


APPLICATION ♥
Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
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