VEE @banksilla
no rizz, just seductive eyes, a pretty face and multiple personalities

KEI @keiotic.mats
The funniest thing about haters is that they’re still technically fans. Just very committed ones.

VICKY @vic.torious
I’ve been described as a ‘heartless villain’ and a 'little shit’, but I prefer… 'has alternative ways of having fun’


#151

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 26.03.2026 17:18
von kein Name angegeben • ( Gast )
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@DJ
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Seattle, Washington: Gegenwart
01:11 morgens. Als die blauen Augen der jungen Frau die Uhrzeit erblicken lässt sie sich kurz von ihrer Arbeit ablenken und schmunzelt. Ein sanftes Leuchten tritt in diese als sie sich an die Worte ihrer Mutter zurück erinnert. Diese sagte immer das die Engel anwesend sind wenn sich die gleichen Zahlen auf der Uhr zeigen. Ein tröstlicher Gedanke, vor allem wenn man tatsächlich jemanden hat den man schmerzlich vermisst. Ihrer Mom hat dieser Gedanke letztendlich keinen Trost gespendet, Dillon schon. Ihr Blick sucht nach dem Bild auf dem Schreibtisch. Es zeigt einen jungen Mann mit einem breiten grinsen. So hat sie ihn in Erinnerung und auch wenn es oftmals nur eine Fassade ist und jeder Mensch aus guten und schlechten Eigenschaften besteht, wird sie immer nur positiv an ihn denken. Tobias war jahrelang ihr heimlicher Held und Beschützer. Tief durchgeatmet zwingt sie sich wieder in die Gegenwart zurück zu kehren. Ihre Gedanken neigen dazu sich zu sehr in der Vergangenheit festzukrallen und dann wird sie nie fertig. Sie muss eine Präsentation vorbereiten, da sie in ein paar Tagen eine Fortbildung für Nachwuchs Dispatcher halten wird. Dabei ist die Uhrzeit nicht ungewöhnlich für die junge 911 Dispatcherin. Auch durch ihren Job, wo sie meist die Nachtschichten macht, ist sie es gewohnt zu dieser Zeit aktiver zu sein. DJ war schon immer in der Lage nachts besser zu arbeiten als tagsüber. Außerdem hat es sich so eingebürgert, wenn es sich mit ihren wenigen Terminen vereinbaren lässt, dass auch sie arbeitet wenn ihr Mitbewohner hinter der Bar steht und die Damen mit seinen Cocktails bezirzt. Ohja, bei diesem Gedanken kann sie gar nicht abstreiten das sich eine leichte Wut bildet. Sie kennt die Wirkung ihres Mitbewohners, ihrer Affäre, ihres Kumpels auf Frauen. Der volltätowierte Bad Boy der wohl so manches Kopfkino anspringen lässt. Erneut atmet sie durch. Sie muss sich nun wirklich konzentrieren! Normalerweise auch kein Problem. Die Augen kurz geschlossen atmet sich tief durch und richtet ihren Blick wieder zu dem Unterlagenchaos. Sie ermahnt sich selbst sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren und nimmt ihre Arbeit erneut auf.

Dillons Kindheit
Dillon ist in einem Trailerpark aufgewachsen. Für viele eine schlimme Vorstellung. Sie selbst hat es nicht so empfunden. Dort hat sie gelernt was Zusammenhalt bedeutet und sie ist für manche Lektionen sehr dankbar. Niemals wieder hat sie eine derart hilfsbereite Gemeinschaft kennen gelernt. Es ist was dran das Menschen die wenig haben bereit sind mehr zu geben. Sie ist die ersten Jahre sehr behütet und liebevoll aufgewachsen. Natürlich hatte es die Familie Rhodes nicht leicht, vor allem weil das Geld kurz vor Monatsende knapp wurde, aber Dillons Mutter hat versucht das Beste daraus zu machen. Genau wie ihr Bruder Tobias war Dillon kein Wunschkind, jedoch hat es ihr an Liebe und Fürsorge nicht gemangelt. Laura, Dillons Mom, hatte zwei Jobs um alle Rechnungen bezahlen zu können denn ihr Ehemann und Vater der Kinder, Andrew, hat es lieber vorgezogen sich mit seinen Freunden Jack, Jim und wie sie alle heißen zu vergnügen. Die Familie hat meistens nur dann oberste Priorität gehabt wenn er trocken aus dem Gefängnis entlassen wurde. Diese Phase hat jedoch nie sehr lange angehalten und schon bald lag er schnarchend auf dem Sofa anstatt sich um seine Kinder zu kümmern. Laura hingegen hat sich regelrecht für ihren Nachwuchs aufgeopfert. Vor Geburts- oder Feiertagen hat sie sogar einen dritten Job angenommen oder extra Schichten geschoben. Dieses Geld war einzig und allein für die Feierlichkeiten gedacht. Vor allem die Geburtstage der Kinder oder Weihnachten sollten ein unvergessliches Erlebnis werden. Genau das hat sie auch mit den wenigen Mitteln geschafft. Weihnachten wurde der kleine Trailer geputzt und geschmückt und auch an den Geburtstagen gab es immer ein Motto. Die Geschenke mochten nicht üppig sein und doch waren es ganz besondere Tage an die Dillon auch heute noch gerne zurück denkt. In ihrer Erinnerung ist ihre Mutter eine starke Löwin die alles dafür getan hat damit es ihren Kindern mal besser geht als ihr selbst. Laura ist in diesem Trailerpark groß geworden und unkluge Entscheidungen haben sie nie aus diesem geführt. Ihre Kinder sollten es besser machen, die Schule regelmäßig besuchen und einen guten Job haben. Vielleicht Wunschdenken in einer Gegend in der Kriminalität an jeder Ecke statt findet und doch hat sie alles gegeben um ihre Kinder behütet aufwachsen zu lassen. Dillon kann sich an die erste negative Erfahrung im Alter von sieben Jahren erinnern. Hier hat sie gehört zu was ihr Vater unter Alkoholeinfluss fähig ist. Gleichzeitig erinnert sie sich aber auch an zwei Hände die sich liebevoll an ihre Ohren legten um die Geräusche zu dämpfen. Es war ihr Bruder der versucht hat sie in diesen Momenten abzulenken und ihr damit die Angst zu nehmen. Andrew war gerade unter Alkoholeinfluss sehr streitsüchtig und ließ sich leicht provozieren. Er hat nicht nur einmal die Hand gegen seine Frau erhoben. Manchmal war der Streit so laut das die Polizei angerückt ist um ihn mitzunehmen. Doch am nächsten Tag kam er angekrochen und entschuldigte sich. Laura wusste das eine Trennung besser wäre doch sie liebte diesen Mann und wollte den Kindern nicht den Vater nehmen. Auch wenn dieser nie eine tiefe Bindung zu beiden aufgebaut hatte. Laura war dankbar das es zu der Zeit wo Dillon in den Kindergarten gehen sollte gerade ein soziales Projekt ins Leben gerufen wurde wo die Ganztagsbetreuung vom Staat finanziert wurde. Die Politiker überschlugen sich mit Angeboten und Versprechungen, denn gerade die „ärmere Gesellschaft“ musste unterstützt und manipuliert werden damit man Wahlen gewinnen konnte. Doch Dillons Mutter konnte so ihren Jobs nachgehen und musste sich um die Kleinste keine Sorgen machen. Auch die Trailernachbarn halfen sich untereinander, denn alle hatten ein ähnliches Schicksal. Dillon liebte den Kindergarten und die darauffolgenden Vorschule. Sie war unbeschwert, lachte viel und konnte mit ihrer offenen Art die Herzen schnell für sich gewinnen. Es war eine Freude zu sehen wie sie über die Wiese vor dem Trailer tobte und ihr glockenhelles Lachen zu hören war. Doch auch diese Blase sollte bald platzen, aber zu diesem Zeitpunkt war die Welt noch in Ordnung.

Dillons Schulzeit
Die Einschulung ist ein großer Schritt für einen kleinen Menschen. Plötzlich musste man sich an Regeln halten, still sitzen, aufmerksam sein, Hausaufgaben machen und lernen. Dillon freute sich auf die Schule und die Nacht vor der Einschulung war sie so aufgeregt das sie zu ihrem großen Bruder ins Bett kroch um nicht alleine zu sein. In schlaflosen Nächten oder wenn sie Angst verspürte war ihr Bruder immer die erste Anlaufstelle. Sie hätte sich auch gerne in die Arme ihrer Mutter gekuschelt, aber sie mochte den Geruch nicht den ihr Vater verströmte wenn er mit offenem Mund schnarchte. DJ konnte es kaum abwarten endlich richtig lesen und schreiben zu lernen. Ihren Namen konnte sie schon lange schreiben und buchstabieren, aber sie wollte richtige Bücher lesen und in eine andere Welt abtauchen. Am ersten Schultag wurde sie von ihrer Mutter geweckt. Die langen Haare wurden zu zwei Zöpfen geflochten und sie hat ein neues Kleid bekommen. Nach den ersten Schulstunden ist sie mit ihrer Mom in den Diner zum Essen gefahren. Dillon wusste damals noch nicht das ihre Mutter deshalb mehrere Nachtschichten übernommen hatte. Immer dann wenn sie bei ihrer besten Freundin übernachtet hatte, übernahm Laura eine Extraschicht. Sie wollte das Dillon eine schöne Erinnerung hatte. Den Schulranzen, Stifte und Hefte bekamen sie von der Wohlfahrt. Doch das war Dillon egal. Sie war stolz endlich zu den großen Mädchen zu gehören. Sie war sogar mit ihrer besten Freundin in der gleichen Klasse. Besser konnte es nicht laufen. Dillon war sehr daran interessiert neues zu lernen und eignete sich das Schreiben und Lesen schnell an. Auch die Lehrer erkannten ihre Begeisterung und belohnten sie mit extra Aufgaben wenn sie vor den anderen fertig gewesen ist. Jude hat sich darauf aber nichts eingebildet. War eine Aufgabe für sie beendet hat sie jemanden geholfen der nicht so schnell voran kam. Sie hatte schon früher eine sehr ausgeprägte soziale Ader und die Lehrer der Grundschule waren sich einig das Dillon großes Potential hatte. Hausaufgaben machte sie entweder mit ihrer besten Freundin oder ihrem Bruder. Hat sie etwas besonders gut gemacht fand sie am nächsten Tag einen neuen Stift oder einen Radiergummi neben ihrem Bett. Das diese Dinge gestohlen waren wusste sie damals noch nicht und hätte sie auch nie hinterfragt. Sie konnte nicht ahnen das ihr Bruder dabei war sich auf einen gefährlichen Weg zu begeben. Aber wie hätte sie das auch erkennen sollen? Ihre Welt bestand noch nicht aus Kriminalität oder schlechten Erlebnissen. Doch auch das sollte sich sehr bald ändern und die Realität ließ nicht lange auf sich warten. Der Übertritt zur Highschool war alles andere als leicht für Dillon. Denn war es in der Grundschule egal aus welchem Viertel man kam, wurde in der Highschool ganz klar abgesteckt wer zu wem gehört. Das Einzugsgebiet war größer und plötzlich merkte man deutlich den Unterschied zwischen arm und reich. Anfangs bemerkte Dillon weder die Blicke noch das Gerede hinter vorgehaltener Hand. Viel zu überfordert war sie mit der neuen Schule, den neuen Kursen und den vielen Menschen. Doch langsam wurde ihr bewusst das sie niemals zu den „coolen Kids“ gehören würde. Oftmals machten sie die Sprüche über ihre Kleidung, die nicht dem Trend entsprachen, traurig. Auch das ihre Arbeitsmaterialien weiterhin von der Wohlfahrt kamen und diese dementsprechend gekennzeichnet waren machte es nicht einfacher. Nicht nur einmal kamen ihr die Tränen wegen den gemeinen Hänseleien. Nicht nur einmal wurden ihr oder ihrer besten Freundin Gegenstände weg genommen und kaputt in den Mülleimer geworfen. Am nächsten Tag musste sie Tobias davon abhalten die Leute zur Rede zu stellen oder sie gar zu verprügeln. Sie brüllte ihn regelrecht an das er gehen solle. Sie wollte nicht von ihm beschützt werden sondern sich selbst um diese Dinge kümmern. Da half es auch nichts wenn er seinen unheimlichen besten Freund mit brachte. Dieser mischte sich nicht ein, war im Hintergrund und einfach nur anwesend. Sie konnte sich nicht einmal erinnern das er jemals auch nur ein Wort sagte. So ein Verhalten konnte sie nicht verstehen und dementsprechend ignorierte sie ihn auch. Okay, sie muss zugeben sie machte sich über diesen Kerl insgeheim auch lustig. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin haben sie wilde Theorien entwickelt warum er mit ihnen nicht sprach. Vielleicht hatte er keine Stimmbänder oder gar Zunge mehr oder die Gesichtsmuskulatur war im Lippen Bereich gelähmt. Der Brüller schlechthin war aber das er Dillon süß fand und er einfach kein Wort heraus brachte. Alleine bei diesem Gedanken kamen den beiden vor lachen die Tränen. Heute schämt sie sich für dieses Verhalten, jedoch wusste sie es damals auch nicht besser. Mit Übertritt in die Highschool und den Kontakt zu Kindern anderer Schichten stürzte die Realität auf sie ein und diese war härter als gedacht. Dillon begann in den Pausen die anderen Schüler zu beobachten. Die Hänseleien gehörten bald zu ihrem Alltag und sie versuchte sich durch Ablenkung davor zu schützen indem sie diese ausblendete. In den Pausen saß sie mit Kopfhörern auf einer Bank, hörte Musik und beobachtete ihre Umgebung. Manchmal unterhielt sie sich auch mit ihrer besten Freundin oder schnappte Gesprächsfetzen auf. Immer öfter hörte sie das sich Tobias geprügelt hat oder das er und sein bester Freund die Schule schwänzten. Tobias war bereits einige Klassen höher und die Schulhöfe waren getrennt und doch konnte man sehen wie gekichert wurde wenn die älteren Jungs doch einmal den Weg auf deren Schulhof fanden. Tobias war sogar oft am Schulgelände da er aufpassen wollte welche Gruppe es war die Dillon die Schulzeit erschwerte. Er tat nichts, aber er wollte sich vergewissern das es seiner Schwester gut ging. Mit den ganzen Veränderungen die eine größere Schule mit sich bringt bekam Dillon immer mehr mit was in ihrer unmittelbaren Umgebung vor sich ging. So wusste sie zum Beispiel nicht das der große Bruder ihrer besten Freundin an der Highschool mit Drogen dealte. Er war bereits im Abschlussjahr und hatte einen beachtlichen Kundenstamm. Sie wusste auch nicht das Mr. Lancaster, von zwei Trailer weiter, wegen Mordes im Gefängnis gesessen hat. Seit dem Wissen ist sie nur noch mit Herzklopfen an dessen Trailer vorbei gegangen und hat er sie gegrüßt, er kannte sie von klein an, hat sie gelächelt und gewunken und hat schnell das Weite gesucht. Dillon hatte das Gefühl Tag für Tag ihr Leben neu kennen zu lernen und fragt sich heute noch wie naiv man durch die Welt gehen kann. Auch die vorhandenen Probleme zuhause hat sie bewusster wahr genommen. Die Alkoholsucht ihres Vaters aber auch ihre Mutter griff immer mehr und öfters zur Flasche. War das schon immer so? Hatte Dillon es nicht mit bekommen? Warum hat Tobias nie etwas in diese Richtung erwähnt? Jedoch ist ihr auch eine Veränderung bei ihrem Bruder aufgefallen. Er war die Wochenenden kaum noch zuhause, hat sich mit seinen Freunden herum getrieben und kam häufig mit einem blauen Auge nach Hause. Auf Fragen hat er genervt reagiert und sie fühlte sich zunehmend ausgeschlossen. Seinen besten Freund konnte sie ebenfalls nicht fragen, denn nach wie vor zog er es vor den schweigsamen zu spielen. So hat es begonnen das auch Dillon die meiste Zeit nach der Schule außerhalb des Trailers verbrachte. Sie hat ihre Hausaufgaben entweder bei ihrer Freundin oder draußen im Park gemacht. Das Diner um die Ecke hat immer eine warme Mahlzeit für die Kinder des Trailerparks bereit gestellt und ihr Bruder hat ihr hin und wieder Geld gegeben für einen Kinonachmittag mit Freunden oder damit sie sich neue Schuhe oder Klamotten kaufen konnte. Woher er das Geld hatte verschwieg er. Nur nachts war sie immer zuhause und musste mit erleben wie die Streitigkeiten der Eltern heftiger und lauter wurden. Sie nahmen kaum noch Rücksicht auf das Mädchen welches mittlerweile zum Teenager heran gewachsen ist. Sie hörte die Beschimpfungen, die Schläge und den anschließenden lauten Versöhnungssex. Gerade in diesen Momenten wurde ihr eines bewusst: Ich werde so ein Leben nicht führen.

Dillons Teenagerzeit
Mit dem Beginn der Teenagerzeit veränderte sich alles für DJ. Ihr Bruder ließ sie mit 14 Jahren alleine zurück und ihre Reaktion darauf war reine Rebellion. Es ist nicht so das er das freiwillig getan hätte. Nach einem lauten Streit mit seinem Vater wurde der älteste Sohn, bereits 20, vor die Tür gesetzt. Er konnte Dillon gerade noch mitteilen das er mit Josiah zusammen wohnen würde und sie sich täglich treffen können. Dillon fragte sich nur wann. Denn ihr Bruder arbeitete mittlerweile nachts als Türsteher und tagsüber musste er schlafen oder traf sich mit seinen Freunden. Eher zufällig hat sie erfahren das er sich einer Organisation angeschlossen hat. Sicherlich treffen die sich nicht nachmittags zum Schach spielen aber sie hat nie genaueres erfragt. Erstens weil sie keine Antwort bekommen hätte und zweitens weil sie es gar nicht bis ins Detail wissen wollte. Ihr war wichtig das es Tobias gut ging und er schien glücklich mit dem Leben welches er führte. Jedoch konnte sie nicht verstehen warum er mit dem stummen Fisch zusammen wohnen wollte und sich nicht mit ihr eine Wohnung suchen konnte. Der Trailer von Mr. Lancaster wurde gerade frei. Dieser war nämlich erneut des Mordes überführt worden und brauchte seine Unterkunft nicht mehr. Natürlich war dies gesetzlich nicht möglich da auch die Eltern niemals zustimmen würden, aber für Dillon fühlte es sich an als würde ihr Bruder sie im Stich lassen. Mit dem Auszug ihres Bruders begann die rebellische Phase und diese kam mit voller Wucht. Dillon war alles egal. Sie fing an sich mit den falschen Leuten abzugeben und die Schule zu schwänzen. An den Wochenenden war sie auf Partys anzutreffen und torkelte angetrunken nach Hause und beim Einkaufen entwickelte sie ein Geschick für kleinere Ladendiebstähle. Kontaktversuche der Schule konnte Dillon selbst unterbinden in dem sie die Briefe abfing und das Telefon aussteckte. Mittlerweile waren beide Elternteile mehr betrunken als nüchtern und ihre Mutter schaffte es gerade mal so ihren Jobs nachzugehen. Wer das alles mit bekam war ihr Bruder. Er hat mehrfach versucht mit ihr zu sprechen doch Jude hatte das alles ignoriert. Als er sie betrunken von einer Party abholen musste, wo sie kaum noch ansprechbar war und Josiahs Badezimmer voll gekotzt hatte, wusste er das es so nicht weiter gehen konnte. In diesem Jahr hatte es Dillon geschafft sich von einer Einser Schülerin zu einer Schülerin zu entwickeln die gerade noch die Versetzung schaffte. Dillon ging es am nächsten Tag so schlecht das sie gar nicht bemerkte in welcher schönen Wohnung sie die Nacht verbrachte. Josiah war auch gar nicht da oder sie hat ihn einfach nicht wahr genommen. Ihr Bruder brachte sie nach Hause und bestrafte sie mit eisernem Schweigen. Ohne ein Wort ließ er sie aussteigen um am nächsten Morgen auf der Matte zu stehen. Er weckte sie, machte ihr was zu essen und fuhr sie zur Schule. Er ließ sich ihren Stundenplan geben, fuhr mit ihr in die Bar wo er abends arbeiteten und dort musste sie Hausaufgaben unter der Aufsicht des Barmannes machen. Abends fuhr er sie nach Hause da er arbeiten musste. Dies wiederholte sich täglich. Ihr Bruder nahm all die Strapazen auf sich um sicher zu gehen das sie nicht vom Weg abkommt. So schaffte es Dillon wirklich zurück auf den Weg den sie immer gehen wollte: raus aus dem Trailerpark. Gemeinsam mit ihrer Freundin schmiedete sie Zukunftspläne wo sie zusammen wohnen werden, welchen Job sie ausüben und was sie sich leisten werden können. Dabei stapelte Dillon sehr tief. Geld bedeutete ihr nichts. Es war wichtig um zu überleben aber sie musste nicht im absoluten Luxus leben. Hier wusste sie nicht wie schnell sich ihr Leben erneut verändern sollte. Dillon genoss es ihren Bruder nun jeden Tag zu sehen. Auch wenn sie diese Vorgaben nicht mehr brauchte da sie sich von Ärger und Alkohol nun fern hielt, so mochte sie die Tatsache ihren Bruder wieder regelmäßig um sich zu haben auch wenn er nicht mehr zuhause wohnte. Weshalb sie die Nachricht seines Unfalles vollkommen überrollte. Sie kennt keine Details, denn diese sind auch nicht wichtig, aber sie weiß das er betrunken ins Auto gestiegen ist. Er wollte seine Freundin nach Hause fahren und hat ein Stoppschild missachtet. Der LKW fuhr frontal in seine Seite und da er nicht angeschnallt gewesen ist wurde er aus dem Fahrzeug geschleudert. Gerade als er im Krankenhaus angekommen war hat er den Kampf um sein Leben verloren. Seine Beifahrerin war auf der Stelle tot. Dillon konnte es nicht fassen. Die Todesnachricht, welche die Familie in der Nacht erreichte und die anschließende Zeit bis zur Beerdigung hat sie wie in einem Nebel erlebt. Noch nie hatte sie einen so heftigen Schmerz verspürt der einfach nicht enden wollte. Statt sich komplett der Trauer hinzugeben, hat sie angefangen exzessiv zu lernen. Sie war davon besessen nur perfekte Noten zu bekommen. Etwas das sie ihrem Bruder nach all den Strapazen schuldig gewesen ist. Sie war so in ihrem Sog von Schule, Hausaufgaben, Nebenjob und Lernen gefangen das sie selbst nicht mit bekam das sie eigentlich kein Zuhause mehr hatte. Ihre Mutter hat mit dem Tod von Tobias komplett den Halt verloren. Sie konnte keinen Job halten, keine Rechnungen bezahlen und die Nähe ihrer Tochter hat sie, aus Angst diese auch noch zu verlieren, nicht mehr ertragen. Dillon weiß nicht wie sie durch die Wochen und Monate nach dem Tod ihres Bruders gekommen ist aber sie hat es irgendwie gemeistert. Zuhause herrschte absolutes Chaos und doch schaffte das junge Mädchen nach außen den Schein zu wahren. Vielleicht war sie auch deshalb so überrascht als sie eines Tages von der Schule nach Hause kam und einen gut gebauten Mann mit vielen Tattoos sah der zwei Reisetaschen in der Hand hielt. Bei genauerem hinsehen erkannte sie das es ihre Taschen waren. Der Mann blickte auf und sah sie direkt an. Er bewegte sich in dem Chaos als wäre er schon oft hier gewesen. Ohne viele Worte sagte er sie solle ihm folgen und das sie nun bei ihm wohnen würde. Mit offenem Mund stand sie da, und als sie protestieren wollte reichten die Worte “Dein Bruder hat es so gewollt“ um wortlos dem Mann zu folgen der einen wirklich schicken Wagen fuhr. Dieser ist ihr bei der Ankunft zuhause nicht aufgefallen. Als sie noch immer sprachlos im Wagen saß sah sie zum letzten Mal zum Trailer. Ihre Eltern haben gar nicht mit bekommen das eine fremde Person bei ihnen zuhause war, geschweige denn das ihre Tochter nun auszieht. Das machte sie unendlich wütend und diese Wut richtete sich plötzlich gegen den Mann hinter dem Steuer. Die Sprachlosigkeit verwandelte sich plötzlich in einen Schwall von Beschimpfungen und erst als sie Luft holte erkannte sie den Kerl. Der Fisch. Er hatte sich ganz schön verändert. Sein Körper wirkte durchtrainierter und seine Haut war überzogen von Tätowierungen. Sie konnte sich nicht erinnern ihn bei der Beerdigung gesehen zu haben und das machte sie noch wütender. Doch anstatt wieder loszupoltern musterte sie ihn schweigend. Er trug eine Jogginghose und ein TShirt. Die Kappe die er trug hatte er verkehrt aufgesetzt und die Sonnenbrille verdeckten seine Augen. Trotzdem konnte sie erkennen das er müde aussah. So müde wie sie sich fühlte weshalb sie tiefer in den Sitz rutschte und den Blick abwandte. Auch weil sie erkannte wie heiß er aussah. Dillon war sechzehn zu dem Zeitpunkt und ihre Hormone spielten verrückt. Ihre Gedanken kamen nicht zur Ruhe weshalb sie auch nicht bemerkte wie er sicher den Wagen aus dem Viertel hinaus bewegte und sich die Gegend veränderte. Sie waren noch immer in der Stadt, doch die Trailer wurden von schönen Wohnblöcken abgelöst. Vor einen dieser hielt er an und stieg aus. Wortlos nahm er ihre Taschen und deutete ihr ihm zu folgen. Sie wusste zwar nicht warum, aber sie tat es. Josiah klärte alles mit den Behörden und ihre Eltern stimmten zu das sie bei ihm wohnte. Sie fragte nicht genauer nach wie er das geschafft hatte, denn sie war einfach nur froh dort raus zu sein. Vor allem aber war sie dankbar für diese Möglichkeit.

Ein anderes Leben
Seit diesem Tag hat sich Dillons Leben komplett verändert. Nicht nur das sie eine neue, wirklich schöne Gegend kennen gelernt hat, so lebte sie seit diesem Tag in einem luxuriösen Loft mit dem größten High Tech Schnick Schnack den man sich vorstellen kann. Josiah fuhr sie täglich zur Schule und holte sie wieder ab. Langsam begann er auch mit ihr zu reden und sie lernte den besten Freund ihres Bruders von einer Seite kennen die sie niemals dachte an ihm zu entdecken. Sie dachte er wäre ein Schlägertyp der lieber Fäuste sprechen lies als Worte. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um den loyalsten Menschen den sie bis jetzt kennen lernen durfte. Er erzählte ihr das Tobias schon früh auf die schiefe Bahn geraten sei und er ihn nicht vor Dummheiten bewahren konnte. Jedoch hatte er ihm auch versprochen immer ein Auge auf Dillon zu werfen. Wochen vor dem Unfall hatte Tobias mit ihm über die Situation zuhause gesprochen und nach dem Tod seines besten Freundes stand für ihn fest sie nicht aus den Augen zu verlieren. Er hörte sich im Trailerpark um wie es der Familie Rhodes ging und hat erfahren das der Tod die Familie ins Chaos gestürzt hatte. Also stand der Entschluss fest sie zu ihm zu holen. Geld kann alles regeln und auch wenn Josiah sich schon lange von dieser Gesellschaft abgenabelt hatte, so nutzte er eben dieses Mittel um das zu bekommen was nötig war. Er ist nie ins Detail gegangen und das musste er auch nicht. Dillon hat seit dem Auszug aus dem Trailer nichts mehr von ihren Eltern gehört. Ihre beste Freundin hielt sie auf dem Laufenden, aber es waren keine schönen Erzählungen. Josiah hat tagsüber häufig geschlafen da er nachts in den Bars von San Francisco arbeitete. Trotzdem brachte er sie jeden Tag zur Schule, sorgte für Frühstück und warmes Essen, holte sie ab und war auch nachts ständig für sie erreichbar. Umso besser sie ihn kennen lernte desto mehr bemerkte sie wie sie sich in ihn getäuscht hatte. Er war sogar sehr witzig, konnte unglaublich gut kochen und er hatte jeglichen Drogen in seinem Leben abgeschworen. Mit der Zeit wollte sie jedoch etwas zurück geben, auch wenn sie das Gefühl hatte das müsste sie nicht. Sie suchte sich wieder einen Job im Diner um zum Lebensunterhalt etwas beisteuern zu können. Sie hätte auch liebend gerne in einer Bar gejobbt aber nicht nur Josiah war dagegen sondern auch das Gesetz. Außerdem musste sie ausgeruht sein da sie sich langsam auf ihren Abschluss vorbereiten musste. Dillon trauerte noch immer um ihren Bruder und es gab Tage wo sie den Tod nicht begreifen konnte. Jedoch halfen ihr in dieser Zeit ihre Freunde und der Alltag um langsam mit dem Verlust umzugehen. Am Tag ihres Abschlusses ist sie zum Friedhof gefahren und hat Tobias ihr ausgezeichnetes Zeugnis gezeigt. Nun hatte sie die Highschool abgeschlossen und wusste gar nicht was sie tun wollte. Heute kann sie nicht sagen wie genau sie auf den Trichter gekommen ist als 911 Dispatcherin zu arbeiten. Es ist eher dem Zufall geschuldet das sie diesen Beruf erlernte. Nach einem einmonatigen, unbezahlten Praktikum, wusste sie sofort das sie dafür geeignet war. Ihre besonnene und ruhige Art waren genau richtig und sie konnte sich gut und schnell auf neue Situationen einstellen. Wie der Zufall es so wollte, oder war es Bestimmung, war nach Beendigung des Praktikums eine Stelle frei auf die sie sich bewarb. Sie glaubt noch immer das ihr Bruder sie in diese Richtung geschickt hat, denn sie ist bis heute davon überzeugt das er immer bei ihr ist.

Seattle, Washington: Gegenwart
Mittlerweile ist es halb vier Uhr morgens und Dillon steht am Herd um etwas zu kochen. Sie hat die Präsentation fertig und die Folder liebevoll gestaltet. Josiah wird in einer Stunde zuhause sein und sie hofft das sie sich nicht wieder die halbe Zeit anschweigen. Momentan ist es etwas schwierig zwischen den beiden. Im Freundeskreis ist bekannt das sie eine Affäre haben aber man kann nicht von einer Beziehung sprechen. Sie sprechen generell nicht darüber was zwischen ihnen ist, es passiert einfach. Jedoch merkt sie auch wie sehr es Josiah stört wenn andere Männer Interesse an ihr haben. Letztens hat er sogar einen Kerl verprügelt der sie immer wieder angeflirtet hat. Das ist komplett untypisch für ihn. Aber auch sie verspürt immer wieder eine leichte Eifersucht wenn sie mit bekommt wie Frauen ihn anhimmeln wenn er den bestellten Cocktail mixt. Er hat so einen gewissen Charme und weiß ihn einzusetzen. Diese verwirrenden Gefühle macht die besondere Beziehung der beiden verdammt kompliziert und führt immer wieder zu Missverständnissen. Heute macht sie ihm aber sein Lieblingsfrühstück bevor sie zusammen ins Bett verschwinden. Kurz bevor sich die Tür öffnet schaltet sie die Kaffeemaschine ein und ihr Herz macht einen extra Sprung als sie seine Stimme hört. Ein ganz normaler Tag, in einem manchmal doch chaotischen Leben…

PERSONALITY

Dillon zu beschreiben ist nicht einfach. So extrovertiert sie sein kann, so introvertiert ist sie im nächsten Moment. Sie fühlt sich in großen Kreisen schnell unwohl und benötigt anschließend wieder Zeit für sich. Sie ist ein wandelnder Gegensatz und seit dem Tod ihres Bruders ist dies nur noch mehr ans Tageslicht gekommen. Dillon ist ein sehr loyaler und einfühlsamer Mensch. Nach wie vor hat sie die gleiche beste Freundin wie im Kindergarten. Auch wenn beide mittlerweile unterschiedliche Leben führen, darf der wöchentliche Mädchenabend nicht fehlen. Sie geht vollkommen in ihrem Beruf auf und ihre besonnene, emphatische und verständnisvolle Art kommen ihr hier zu gute. Doch sie nimmt sich häufig die Schicksale zu sehr zu Herzen und dies äußert sich durch Rückzug. Dann muss sie alleine sein bis sie wieder klar kommt. Tobias ist noch immer ein wichtiger Teil ihres Lebens. Seine Fürsorge hat sie geprägt und die Grausamkeiten der Eltern erträglicher gemacht.
NAMEDillon Jude Rhodes
FACE CLAIMLeni Klum
RESERVIERTYES
AGE25 Jahre alt
JOB911 Dispatcherin
WANTEDNO

MY ANTHEM

Control
Halsey

FAMOUS LAST WORDS

HIER IST PLATZ FÜR EIN PAAR LETZTE WORTE!
Willst du uns noch etwas sagen? Erwartet dich jemand? Bist du ein Plotting Character?


Verity Jean Banks has been summoned by the rain
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#152

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 26.03.2026 17:36
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Triggerwarnung: Häusliche Gewalt bei Kindern, Drogenmissbrauch
Josiah könnte eine Selbsthilfegruppe gründen mit dem Namen: Ich bin eine Enttäuschung für meine Familie, kann aber gut damit umgehen“. Dieser Satz alleine würde sein gesamtes Leben zusammen fassen. Ein Leben das er liebt wie es ist. Als er am heutigen Abend, der etwas ruhiger ist als gewöhnlich, hinter der Bar steht und die Gäste mit Getränken versorgt, muss er immer wieder feststellen wie zufrieden er ist. Natürlich gibt es in einigen Bereichen noch Optimierungsbedarf, jedoch hat er immer das gemacht was er wollte und hat sich von niemanden vorschreiben lassen wie er sein Leben zu führen hat. Er liebt es hinter der Bar des Masterminds zu stehen. Immerhin hat er geholfen das Pub mit aufzubauen. Er gehört somit zum Team der ersten Stunde und ist stolz darauf was in den letzten Jahren aus dem Pub geworden ist. Er selbst mag aufgrund seines Aussehens den Schein erwecken hochgradig kriminell zu sein, doch hat er sich noch nie aktiv in dieser Welt bewegt. Den nächsten Getränkewunsch entgegen genommen, denkt er nicht mehr über diese unwichtigen Fragen nach, sondern hört sich die Sorgen seiner Gäste an. Denn wie jeder weiß erfährt der Mann hinter Bar fast alle Geheimnisse.

Sidney & Richard Crowe waren ein aufstrebendes Anwaltspaar. Ihre Karrieren hatten immer oberste Priorität und sie haben sich ansehen und Reichtum hart erarbeitet. Hinter vorgehaltener Hand behauptete man das die beiden für ihre Erfolge sogar über Leichen gehen würden. Definitiv haben sich zwei Menschen ineinander verliebt die sich ähnlicher nicht hätten sein können. Richard war auf dem besten Weg Partner in der Kanzlei zu werden als er erfahren hat das er Vater wird. Er war sehr glücklich über diese Nachricht. Vor allem war er aber erleichtert das nicht er seine Karriere zurück schrauben musste sondern Sidney. Man kann behaupten das Josiah, das einzige Kind der Crowes, nicht gerade erwünscht gewesen ist. Sidney wollte Mutter werden, aber nicht zu dem Zeitpunkt. Sie steckte knietief in einem Fall und sollte sie diesen gewinnen würde sie die Karriereleiter nach oben fliegen. Weshalb es niemanden verwunderte das sie bis knapp vor dem Geburtstermin im Gerichtssaal stand. Erst als das Urteil und somit ihr Erfolg verkündet wurden gönnte sie sich die letzte Woche vor der Entbindung eine Auszeit. Am Tag von Josiahs Geburt gab es zwei Unwetter Warnungen und die Nacht war dementsprechend stürmisch. Vielleicht schon ein Vorbote was das Ehepaar erwarten sollte. Immerhin haben sie mit Josiah nicht den perfekten Vorzeigesohn erhalten. Nichts was sie jetzt schon erahnen konnten, aber es sollte sie auch nicht überraschen. Immerhin war ihre Ehe auch mehr Trugbild als Wahrheit. Drei Wochen nach der Geburt kümmerte sich eine Nanny um den Neugeborenen. Beide Eltern waren schon wieder arbeiten und ihr Sohn wurde morgens und abends auf die Stirn geküsst. Nur wenn sie draußen zusammen spazieren waren dann haben sie die perfekte und überaus glückliche Familie gespielt. Logisch, immerhin wollte Richard in die Politik und was kam bei der Bevölkerung gut an? Genau, ein liebender Familienvater. Zuhause war er augenblicklich von seinem Sohn genervt wenn dieser schrie oder später Fragen stelle. Josiah konnte sich nicht erinnern von seinem Dad jemals umarmt worden zu sein. Jedenfalls nicht zuhause. Auf späteren Wahlveranstaltungen schloss er seinen Sohn liebevoll in die Arme, warf ihn in die Luft und küsste ihn. Alles für die Kamera. In Juristen Kreisen war Richard Crowe als Choleriker bekannt und diese Seite lernte Josiah schon sehr früh kennen. Sein Vater hasste es wenn man nicht das tat was er wollte. Kinder wollen nun mal nicht mitten im spielen aufhören um für Fotos zu posieren oder sich umzuziehen. Anfangs fing er an seinen Sohn anzubrüllen später erhob er auch die Hand gegen ihn. Sidney Crowe hat alles mit bekommen doch sie wäre nie so töricht gewesen sich gegen ihren Mann zu stellen. Nicht weil sie Angst vor ihm hatte, sondern weil sie die Befürchtung hatte etwas könnte nach außen dringen. Totschweigen ist ein ständiger Begleiter gewesen. Josiah hatte schon früh eine mütterliche Bindung zu seiner Nanny. Hier haben die Eltern zum ersten Mal auf die Bedürfnisse ihres Jungen geachtet. In ihren Kreisen war es üblich die Nannys alle paar Jahre zu tauschen, am besten noch aus unterschiedlichen Ländern, damit die Kinder kulturell etwas lernen konnten. Die Crowes brachen mit der Tradition und Josiahs Nanny begleitete die Familie bis zu seinem 15. Lebensjahr. Riccarda war seine Ansprechpartnerin, seine Lehrerin und Vertraute. Ging es ihm schlecht ist er zu ihr gegangen. Er ist sogar bis heute noch im Kontakt mit ihr und ihrer Familie. Ihr Sohn Ezekiel gehört noch heute zu seinem engsten Freundeskreis. Die Liebe die er von seinen Eltern nicht bekam, bekam er von Riccarda. Sie war es auch die den Jungen tröstete wenn der Vater wieder gewalttätig wurde. Richard hat in seiner Rage penibel darauf geachtet ihn nicht sichtbar zu verletzen und doch sind einige Narben am Körper zurück geblieben. Niemals hätte sich der Junge jemandem außerhalb der Familie anvertraut. Wem auch? Richard wusste wie er andere vom Gegenteil überzeugen konnte, das war immerhin sein Job, und schlussendlich hätte man Josiah unterstellt undankbar zu sein. Dabei ist er sich immer bewusst gewesen welches Glück er hatte sich nicht sorgen zu müssen wie man die nächste Miete bezahlt oder ob das Geld noch für Lebensmittel reicht. Er hatte immer alles und das im Überfluss. Doch macht dies wirklich glücklich wenn man sich dauerhaft unerwünscht fühlt?
Es muss nicht erwähnt werden das Josiah einen Privatkindergarten und anschließend eine Privatschule besuchte. Ursprünglich wollten sie ihn in der Grundschule bereits ins Internat schicken, aber da war Sidney dagegen. Auch wenn sie ihren Sohn nur selten in den Arm genommen hat, wollte sie ihn in der Nähe haben. Er war ein intelligenter, aufgeweckter und fröhlicher Junge. Er lernte gut, hatte Spaß an der Schule und brachte gute Noten nach Hause. Mit dreizehn wurde er nach mehreren Prügeleien von der Schule verwiesen und musste auf eine öffentliche Highschool wechseln. Josiah selbst störte das nicht, Sidney war nicht begeistert und Richard verprügelte seinen Sohn dermaßen das er eine Woche später als geplant starten konnte. Seine Klassenkameraden waren mit dem Unterricht deutlich hinter seinen Kenntnissen weshalb er sich immer öfter in der Schule langweilte. Dann störte er den Unterricht, war frech zu den Lehrern oder machte sich über Mitschüler lustig. Nicht weil diese aus einer anderen Gegend stammten, sondern sondern einfach weil er es tun wollte. Er liebte es zu provozieren und Riccarda vermutete sofort das es mit der Situation zuhause zu tun hatte. An der öffentlichen Schule wurde er in den ersten zwei Jahren mehrfach suspendiert und seine Eltern, vor allem sein Vater, konnten nicht oft genug sagen was für eine Enttäuschung er wäre. Die Noten waren nicht schlecht jedoch stiegen die Fehlzeiten ins unermessliche. Aber er schaffte immer wieder die Versetzung und mehr wollte Josiah nicht. Langsam fügte er sich auch in die Gemeinschaft ein. Er hatte keinen großen Freundeskreis aber die wenigen Menschen in seinem Umfeld taten ihm gut. Er hat sich sofort von der oberen Gesellschaft abgewendet und nun bestand sein Freundeskreis hauptsächlich aus Jungs & Mädchen aus der Mittel- und Unterschicht. Vor allem Tobias und ihn verband eine besondere Freundschaft. Tobias hatte zufällig mit bekommen das er Verletzungen hatte und hat nachgefragt. Fast hätten sie sich geprügelt, aber Tobias schreckte nicht zurück. Etwas das Josiah imponierte und von diesem Tag an waren sie in- und außerhalb der Schule unzertrennlich. Josiah zeigte ihm nur einmal sein Zuhause und sonst trieben sie sich auf der Straße herum, trafen sich im Skaterpark oder in der Mall. Auch Tobias nahm ihn nie mit nach Hause und wenn dann nur wenn er was holen wollte. Es war wie eine stille Übereinkunft der beiden Freunde. Mit der Zeit wurde aus dem lauten und unangepassten Jungen, ein stiller und zurück gezogener Teenager. Plötzlich trug er fast ausschließlich schwarze Klamotten und versuchte sich von der breiten Masse abzuheben. Er wollte nicht wie jeder sein. Vor allem widerstrebte es ihm ein Mitläufer zu sein. Zuhause musste er oft gute Miene machen weshalb er es in seiner Freizeit genoss er selbst zu sein. Ein heranwachsender Junge der überhaupt nicht wusste wo er hingehörte und begann sich auf die Suche zu machen.

Als sich die Highschool dem Ende näherte, wurde der Druck auf ihn zuhause größer. Sein Vater bestand darauf das er Jura studiert. Genau wie seine Mutter und er. Doch Josiah interessierte sich nicht dafür. Er hätte gerne ein Handwerk erlernt oder wenn es schon ein Studium sein muss dann etwas mit sozialer Arbeit. Doch darin wurde er nicht unterstützt. Sein Vater sah es als Rauswurf des hart verdienten Geldes. Zumal er keinen Widerspruch duldete und es stand außer Frage das sein Sohn einen herkömmlichen Beruf erlernte. Josiah mochte es mit seinen Händen zu arbeiten. Schon während der Schulzeit hat er in einem Handwerksbetrieb ausgeholfen und sich so sein eigenes Taschengeld verdient. Ihm war es wichtig selbst etwas zu tun als sich, wie üblich in seinen Kreisen, aushalten zu lassen. Beruf Sohn war noch nie etwas für ihn zumal er den Erwartungen seiner Eltern schon lange nicht mehr entsprach. Richard hingegen verkaufte dieses Engagement seines Sohnes als freiwillige soziale Arbeit. So etwas mache sich immer gut in College Bewerbungen. Niemals hätte er in seinem elitären Freundeskreis zugegeben das sein Sohn in dieser Branche arbeiten möchte, während er neidisch mitansehen musste das der Nachwuchs seiner Freunde die Eliteuniversitäten des Landes stürmten. Ja, Richard schämte sich für seinen Sohn. Er ging sogar soweit seinen Sohn zu erpressen. Er strich ihm jegliche finanzielle Unterstützung. Dies würde sich erst ändern wenn der Nichtsnutz bereit wäre in der Kanzlei seines Vaters ein Praktikum zu absolvieren. Hier war es Sidney die sich zum ersten Mal gegen ihren Mann stellte. Denn sie gab ihrem Sohn wöchentlich gutes Taschengeld, lies ihn aber auch den Nebenjob machen. Sie merkte das sich Josiah in dieser Umgebung wohler fühlte. Ihr Sohn hasste die Welt in der er aufwuchs und passte auch nicht dazu. Er machte sich nichts aus Markenklamotten, wünschte sich kein teures Auto zum 16. Geburtstag und die Reisen in die Hamptons oder nach St. Moritz führten dazu das er sich den gesamten Urlaub in seinem Zimmer einschloss. Nach einem Streit über seine Zukunft wollte Richard das sein Sohn mit 18 auszog. Er kam nicht einmal zur Abschlussfeier und das obwohl Josiah als Jahrgangsbester abgeschlossen hatte. Sidney besorgte ihrem Sohn ein Appartement und sie kam für die Miete und notwendigen Ausgaben auf. Ihr Sohn arbeitete nach der Schule weiter auf der Baustelle und eignete sich viele handwerkliche Dinge an. Sein Geld hatte er vollkommen für sich zur Verfügung und nutzte es um am Wochenende Party zu machen, hin und wieder Drogen zu nehmen und sich zu betrinken. Immer dabei war Tobias. Dieser hatte zuhause nur noch Streit, rutschte immer weiter in die Kriminalität ab und war ebenfalls dabei sein Leben weg zu schmeißen. Die beiden Männer beschlossen zusammen zu ziehen und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Josiah begann immer öfters seine Schichten zu verpassen und wurde letztendlich gekündigt. Nichts was ihn interessierte denn seine Mutter finanzierte seinen Absturz. Er kümmerte sich kaum noch um etwas. Hin und wieder jobbte er in einem Kaffee, aber er blieb nie lange genug um eine Festanstellung zu bekommen. Er verplemperte die meiste Zeit und kümmerte sich nicht darum etwas sinnvolles aus seinem Leben zu machen. Immerhin war er doch sowieso eine Enttäuschung und somit musste er sich nicht anstrengen. Erst als er nach einer Party im Krankenhaus aufgewacht war hat er wieder die Kurve gekriegt. Tobias hatte ihn nicht ansprechbar in einem Zimmer gefunden. Natürlich wurde alles von seinen Eltern unter dem Teppich gekehrt und da er die Lügen satt hatte brach er den Kontakt ab. Sein Vater sprach seit seinem Auszug sowieso nicht mehr mit ihm und seine Mom wollte die nicht gegebene Liebe mit Geld ausgleichen. Seit seiner Geburt zahlte sie monatlich eine gewisse Summe auf ein Konto ein über welches er seit seinem 18. Geburtstag frei verfügen konnte. Da seine Mom weiterhin Geld überwies sparte sich eine beachtliche Summe an und mit diesem Geld kaufte er sich ein Loft. Tobias ist nicht mit ihm eingezogen da er mit seiner Freundin zusammen gezogen ist. Mike begann sich einen Job in einer Bar zu suchen und machte Kurse für Barkeeper. Er war in mehreren Bars der Innenstadt angestellt und verdiente so täglich sein Geld. Seine Narben am Körper verdeckte er anfangs mit einzelnen Tattoos und mit der Zeit waren kaum noch stellen sichtbar die nicht von Kunst überzogen gewesen ist. Im Gegensatz zu seinem besten Freund hielt er sich von Kriminalität fern. Er wusste das diese vorhanden ist aber er wollte damit nichts zu tun haben. Auch reduzierte er seinen Alkoholkonsum und ließ die Drogen ganz weg. Josiah war auf den Weg zu einem deutlich gesünderen Lebensstil als sein bester Freund der bei einem Autounfall starb. Es war das erste Mal das er jemanden in seinem Umfeld verloren hatte und damit umzugehen war nicht einfach. Tobias und ihn verband eine besondere Freundschaft und nach seinem Tod zog er sich erstmal von allen zurück. Die Beerdigung beobachtete er von sicherer Entfernung. Dabei beobachtete er Dillon ganz besonders. Sie war auch der Grund warum er begonnen hat sich im Trailerpark umzuhören. Er fühlte sich für die Teenagerin verantwortlich. Immerhin konnte ihr Bruder nicht mehr auf sie achten. Als er mit bekam das sie aufgrund der Alkoholsucht ihrer Eltern auf sich alleine gestellt war richtete er ein Zimmer in seinem Loft für sie ein, packte ihre Sachen zusammen und nahm sie mit. Er hat ihren Eltern eine gute Summe geboten das sie den Antrag unterschreiben damit sie bei ihm wohnen konnte und er bezahlte die Schulden. Ihm war egal das sie sich wahrscheinlich mit dem Geld zu Tode trinken würden. Er wollte sein Versprechen einhalten: sich um Dillon zu kümmern. Das zusammen leben war anfangs nicht einfach. Dillon war misstrauisch, auch warum er sich ein Loft leisten konnte und für ihn war es ungewohnt sich um ein 16jähriges Mädchen zu kümmern. Er selbst war knapp 22 und oft mit ihren Launen überfordert. Doch sie haben einen gemeinsamen Weg gefunden und die WG besteht heute noch. Jedoch haben sich die Gefühle verändert und auch damit ist er mehr als überfordert.

Den jetzigen Job im Mastermind hat er durch Mundpropaganda bekommen und heute ist er der Barchef des Pubs. Es ist ein fester, gut bezahlter Job der ihm Spaß macht. Er kommt oberflächlich mit Menschen in Kontakt ohne viel von sich preis geben zu müssen. Die Menschen erzählen ihm alles mögliche und er hört zu. Seine Mom kontaktiert ihn hin und wieder, aber er würde nicht behaupten das es eine intensive Bindung ist. Außerdem tätigt sie weiter die monatliche Überweisung. Muss sie nicht doch sie besteht darauf und damit unterstützt er wohltätige Zwecke. Ja, er hat ein gutes Leben und wenn er endlich die Beziehung zu Dillon erklären könnte wäre ein Stressfaktor in seinem Leben weg. Aber das kann er nicht. Josiah blickt auf seine Uhr. Die Theke ist sauber und Pat komplementiert die letzten Gäste nach draußen. Er wird bald nach Hause fahren wo Dillon mit Frühstück auf ihn wartet. Wie es zwischen den beiden weiter geht weiß er nicht aber er ist sich sicher das es spannend bleibt.

PERSONALITY
Never judge a book by its cover, dies könnte Josiahs Lebensmotto sein. Er liebt die Nacht, die Ruhe und manchmal die Einsamkeit die sie mit sich bringt. Beruflich ist er sehr extrovertiert, deshalb meidet er privat Menschen. Er kommt sowieso nicht besonders gut mit ihnen zurecht. Seine Tattoos sollen abschreckend wirken und doch steckt in ihm ein liebevoller Charakter mit viel Empathie und einem großen Herz. Seine Kindheit hat ihn gezeichnet, seine Umgebung geprägt. Er hat sich früh von der oberen Gesellschaftsschicht abgewendet und mit seinem Aussehen will er genau diese Menschen provozieren. Doch hat man ihn als Freund, kann man sich Tag & Nacht auf ihn verlassen.
NAMEJosiah Crowe
FACE CLAIMJord Liddell
RESERVIERTYES
AGE31 years old
JOBBarkeeper
WANTEDNO

MY ANTHEM

Do I wanna know?
Arctic Monkeys

FAMOUS LAST WORDS

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Verity Jean Banks has been summoned by the rain
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#153

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 26.03.2026 17:44
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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charactersong ఇ sports car by tate mcrae

@banksilla
hello over there, dillon


Erst einmal, wie cool ist bitte der Username DJ, wegen Dillon Jude?! I really like that one! Aber um ehrlich zu sein, ist es auch beinah alles, was ich so richtig an dem mag, was ich lese.. wie kommt es eigentlich dazu, dass sich die Schicksale jener immer so ähneln, die mit so wenig gross werden? Nicht, dass ich da relaten könnte aber damn, das ist echt eine schwere Kost. Der Verlust deines Bruders tut mir leid, aber irgendwie hält er ja sinnbildlich eine Hand über dich durch Josiah, zumindest könnte man sich das so einreden, oder nicht?
Ich habe aber tatsächlich ein paar Rückfragen.. Dillon war 16 als Josiah sie zu sich holte, dieser Punkt ist zwar machbar, aber zu mau ausgearbeitet. Es klingt eher so, als wäre er eben vorbei gekommen und hätte sie eingesteckt, was natürlich nicht so machbar ist. Ihren Eltern wird es trotz allem aufgefallen sein und aufgrund der Minderjährigkeit muss hier auch offiziell das Jugendamt involviert sein, um Themen wie Vormundschaft und Sorgerecht zu klären. Das musst du bitte unbedingt anpassen. Außerdem sollte man festlegen, wann besagte Affäre begann.. Weil well, sie ist minderjährig, was wiederum eine Straftat darstellt. Außerdem ist die Entfernung zwischen Seattle und San Francisco unerheblich weit, entweder war hier nur ein Städtefehler oder auch das muss realistischer ausgearbeitet werden. Und auch das die Polizei öfter kam, ist realistisch, würde jedoch wieder kritisch im Bezug auf das Sorgerecht wirken.. wobei letzteres definitiv nur eine Anmerkung war. Könntest du mir hierzu nur kurz eine Rückmeldung geben? Vielen Dank! ❥

dont behave too well without me.. kisses,
─ vee.






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#154

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 26.03.2026 17:52
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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charactersong ఇ sports car by tate mcrae

@banksilla
hello over there, josiah


Wo Dillon ist, bist du nicht weit entfernt, hm? [eses] Ich hatte es schon im Gefühl, dass der Retter des Tages nicht weit weg sein wird! Manchmal ist die weibliche Intuition echt alles, lemme tell you. Dein Leben sah ja aber im vergleich doch etwas.. anders aus. Auch hier muss ich den Punkt wie bei Dillon schon aufnehmen bezüglich dem Sorgerecht und/oder Vormundschaft.. das muss definitiv realistischer ausgearbeitet werden, stimmt euch da gerne einmal ab. Ansonsten bin ich gespannt, wie Seattle für euch so wird. ✨

dont behave too well without me.. kisses,
─ vee.






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#155

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 26.03.2026 18:06
von DJ
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Einen schönen Nschmittag!

Also San Francisco war ein Städtefehler das kann ich einfach beantworten. Die Affäre hat erst vor ein paar Jahren begonnen, definitiv als auch Dillon volljährig war. Alles andere hätte ich da gar nicht in Betracht gezogen.
Für den letzten Punkt muss ich etwas ausholen:
Ich bzw wir haben uns nochmal Gedanken gemacht. Kann man es so machen das der Bruder vor dem Tod schon einmal seine Fühler ausgestreckt hat das er sie in seine WG mit Josiah holt. Er war nicht nur mit dem Jugendamt in Klärung, sondern hat auch mit den Eltern - hinter Dillons Rücken - hat er immer wieder Gespräche geführt, da er gesehen hat das sich die Familie deutlich in einer Abwärtsspirale befunden hat. Leider kam es nicht dazu da er den tödlichen Unfall hatte. Josiah wusste natürlich davon denn sie wäre ja in die WG mit eingezogen und so hat er diesen Part übernommen. Was natürlich etwas gedauert hat, immerhin musste auch er mit dem Jugendamt und ihren Eltern sprechen damit sie das Sorgerecht abtreten. Haben sie sich bei Tobias noch gewehrt hat Josiah ihnen die Unterschrift gegen Geld (Bezahlung der Schulden etc) aus den Rippen geleiert und mit den unterschriebenen Papieren ist er zum Jugendamt. Dann wurde ein Termin vereinbart wo man gemeinsam sie raus geholt hat. Das Jugendamt hat die Umstände ja gesehen und mit der Unterschrift der Eltern war es besiegelt? Wie er zu der Unterschrift kam weiß das Jugendamt ja nicht und die Eltern würden wahrscheinlich nicht sagen das sie das Geld gerne genommen haben. Wäre das realistischer gestaltet.


Verity Jean Banks has been summoned by the rain
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#156

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 26.03.2026 18:21
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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Hello again ❥

Vielen Dank für die ausführliche Beantwortung und das Annehmen der Einwände. Mit der Ausführung habe ich nichts mehr auszusetzen. Und somit: Welcome back home!
 






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#157

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 26.03.2026 18:36
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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charactersong ఇ sports car by tate mcrae


APPLICATION ♥
Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
(Um auch Teil dieser umwerfenden Stadt zu werden, fülle einfach die angehangene Vorlage aus und wir sehen uns alsbald auf der anderen Seite!)

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Bitte beachte, dass diese mindestens 500 Wörter beinhalten sollte[/apply-story]
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[age]YOUR AGE HERE[/age]
[job]YOUR JOB HERE[/job]
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Willst du uns noch etwas sagen? Erwartet dich jemand? Bist du ein Plotting Character?
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#158

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 28.03.2026 20:13
von lunette
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@clairdelunette
STORYLINE
TRIGGERWARNUNG: Ess- und Selbstbildstörung, Mobbing

“I can’t do this… I really can’t. I’m not ready.” The words finally broke free after a day of silence. She had carried them through every rehearsal, through every step of the new choreography, swallowing them down while they pressed harder against her ribs, suffocating, like a cage that shrank with every passing second. Now it was too much. Lunette crouched on the floor in front of her brother, her gaze fixed somewhere beneath him, anywhere but his eyes. Her fingers curled into the fabric of her skirt, twisting and clutching, like she might come apart if she let go.
“But you know the steps, Lunette. You’ve trained your whole life for a moment like this, and you still refuse it? I know how talented you are. You’ll do more than fine… you’ll be amazing.” A small part of her knew he was right; the rest of her wouldn’t listen. Her hands flew up, pressing hard against her ears, fingertips digging into her skull as if she could force the voices out. Lies. They echoed, sharp and merciless. She had heard them for as long as she could remember; quiet at first, then louder, until they felt like something living inside her. Something that knew exactly where to hurt. “I can’t!” She whispered again, shaking her head, faster now, as if she could outrun them.
Only when her brother lowered himself in front of her, settling onto his knees, did the motion slow. Carefully, he took her hands, easing them away from her head, holding them as though they were something fragile. His smile was soft. Familiar. Lunette finally looked at him. She always did, in the end. There was something in the way he looked at her, like he could see through everything she tried to hide. Like he understood her in ways she never could herself. It should have been comforting. Sometimes, she almost hated him for it.
“You always act like you’ll break any second, but the truth is, Lu… you’re the strongest out of all of us.” Her brows pulled together, confusion flickering through her expression. Strong? There was nothing strong about hiding, about shrinking, or about being afraid of being seen. “Stop doubting yourself. You’ve come this far. So own it. Go out there and show them what you can do. Prove them wrong. Prove yourself wrong.” His grip tightened just a little around her hands.
“Do you really think so?” Her voice barely held shape, but for the first time that day, something else lived inside it. A flicker, small and fragile. Hope.
“Of course.” He said, without hesitation. “If anyone can do this… it’s you.”


Keiner in Jay und Yunas Umfeld hat damals erwartet, dass ihre Beziehung länger als ein Jahr überdauern würde. Die beiden waren einfach viel zu verschieden. Sie mochten vielleicht beide aus recht wohlhabenden Familien stammen und doch schienen ihre Welten so gegensätzlich, dass es beinahe unmöglich wirkte, dass beide harmonisch nebeneinander existieren könnten. Jay, ein lebhafter Eishockeyspieler, welcher sein Herz schon beim ersten Anblick der jungen Ballerina Yuna verloren hatte und nicht aufgab, auch das ihre zu erobern. Keine sonderlich einfache Aufgabe. Die Frau war stolz, temperamentvoll und gesegnet mit einem gesunden Selbstbewusstsein. Es brauchte einen Unfall während einer ihrer Aufführungen, um ihr Herz zu erweichen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der junge Eishockeyspieler öfter als andere an ihrem Krankenbett erschien, ihr Blumen und andere Aufmerksamkeiten schenkte, wissend, dass sie so vermutlich niemals wieder ihrer Berufung nachgehen könnte. Yuna versuchte es nach einigen Operationen an ihrem Knöchel immer wieder, doch der Schmerz war einfach zu groß, um jemals wieder auf großen Bühnen tanzen zu können. Dafür hatte sie jedoch ihren zukünftigen Mann gewonnen, der sie auch auf ihren weiteren Weg bedingungslos unterstützte.
Nachdem sie sich das Ja-Wort gegeben hatten, dauerte die Familienplanung nicht sehr lange. Knapp ein halbes Jahr nach ihrer Hochzeit wurde Yuna das erste Mal schwanger. Es war das erste Mal nach ihrem Unfall, dass sie sich wieder für etwas bestimmt fühlte. Ihr kleiner Sohn war der größte Stolz der Familie, geliebt und umsorgt wie ein Schatz. Ähnlich sollte es ablaufen, als zwei Jahre darauf auch ihre Tochter das Licht der Welt erblickte. Damals hörte das Mädchen noch auf den Namen Naeun, noch bevor sich die kleine Familie dazu entschied, Sükorea den Rücken zuzuwenden und in Amerika ihr Glück zu versuchen. Sie war zwei Jahre alt, als ihr Vater ein Angebot bekam, welches er so bestimmt nicht ablehnen konnte. Der Höhepunkt seiner gesamten Karriere als Sportler. Eigentlich erwartete er nicht, dass seine Frau mit den Kindern folgte. Es kam ihm grausam vor, sie einfach so aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen, und doch bestand sie darauf, ihm auf seinem Weg zu folgen, sowie er es für sie davor getan hatte. Die Kinder waren noch jung, viel zu klein, um sich später noch an ihre erste Heimat Seoul zu erinnern. Die Umstellung fand vielmehr bei ihren Eltern statt, die sehr schnell feststellen mussten, dass sie in eine ganz neue Lebensrealität gerutscht waren, an welche sie sich zunächst gewöhnen mussten.
Seattle war ihr neues Zuhause. Abseits ihrer Erwartungen nahm man die Familie in ihrer Nachbarschaft eigentlich gleich an. Man kannte den Namen Ahn bereits, nicht nur weil Jay das Trikot seines neuen Teams stolz ausführte, wann immer er die Chance dazu hatte, sondern auch weil Yuna sich bereits als Trainerin für zukünftige Talente im Ballett aktiv gemacht hatte. So wurde aus Naeun schließlich Lunette. Benannt nach einem der liebsten Klavierstücke ihrer Mutter. Das Mädchen war nie sonderlich laut. Nicht so wie ihr Bruder. Meistens merkte man nicht einmal, dass sie überhaupt anwesend war. Es war, als würde die gesamte Welt sie einschüchtern, so sehr, dass sie sich gerne in kleinste Ecken verkroch und ihre Bücher las. Ihr machte es nichts aus, alleine zu sein; reichte es ihr eigentlich, wenn sie die Trainingsstunden mit ihrer Mutter besuchte und dort gezwungen wurde, mit den anderen Mädchen zu interagieren. Schon früh war es klar, dass sie in die Fußstapfen der Frau treten sollte. Man beschrieb es zunächst als Versuch, sie unter Menschen zu bringen. Tanz sollte verbinden, aber Lunette schaffte es nicht, sich unter den anderen einzubringen. Sie brachte zwar das nötige Talent und die Disziplin mit, die es brauchte, um eine Ballerina zu werden, aber die Verbundenheit, welche die anderen Mädchen mitbrachten, war für sie kaum greifbar. Vielleicht war sie dazu bestimmt, einfach nur ein Zuschauer zu sein. Nun, zumindest wenn sie alleine war. Ihr Bruder vergaß seine kleine Ballerina seltenst. Schwirrte er um sie herum, war sie immer Teil des Geschehens, sie war präsent und fühlte sich weniger eingeschüchtert von der Welt um sie herum. Er war ihr Ritter, ihre Stütze, jemand, der sie verstand, ohne dass sie etwas sagen musste.

Lunette gab ihr Bestes, um irgendwie in die Vorstellungen ihrer Mutter zu passen, selbst wenn ihr Vater ihr deutlich machte, dass sie durchaus die Freiheit hätte, sich für etwas anderes zu entscheiden. Nicht selten ein Streitthema unter dem Paar. Während Jay wollte, dass sich seine Tochter als eigenständiger Mensch entwickelte, wollte Yuna ihre eigene vertane Chance zur Ballerina an dem Mädchen ausleben. Bedauerlicherweise gehorchte sie, selbst als man sie auf ein Eliteinternat in Frankreich einschrieb. Wieder etwas, was ihre Mutter tat, ohne solches vorher mit ihrem Mann zu besprechen, der dementsprechend entsetzt war, das Schreiben in den Händen zu halten. Er wusste zwar, dass Yuna selbst einst diese Schule besuchte, doch eine Tochter? Sie sollte nicht das Gefühl haben, von ihren Eltern abgeschoben zu werden, aber so wie er das Mädchen einschätzte, würde sie sich nicht einmal wehren, obwohl sie sich dabei nicht wohl fühlte. So war es. Lunette weinte an dem Tag, an welchem sie alleine in den Flieger steigen musste. Am liebsten wollte sie in Seattle bleiben. Sie wollte nicht von ihrem Bruder getrennt werden, aber der Wunsch, ihrer Mutter gerecht zu werden und sie nicht zu enttäuschen, war sehr viel größer. Die Frau hatte schlussendlich doch nur gute Absichten. Sie wollte das Talent ihrer Tochter fördern in einem Umfeld, das darauf ausgelegt war, professionelle Ballerinas auszubilden. Das damals 11-jährige Mädchen wusste noch nicht, dass vor ihr die wohl einsamste Zeit ihres Lebens liegen würde, dass sie besser hätte umdrehen sollen. Es war zu spät. Ihre eh schon viel zu fragile Seele sollte brechen.

“Take Lunette, for example. Her posture is flawless, and she holds more control in her movement than any of you girls. I want to see effort. Passion. Do it again!” Even before the music resumed, Lunette could feel the shift in the room—the glances that followed, like needles pressed into her sides. She hated moments like this. Being singled out, held up like something to admire; it only gave the others more reason to turn away from her. Some of them came from the same world she did, parents who knew ballet, who lived it, but none of them trained like she did. None of them had nothing else. Her days were simple. Training. Studying. And when the hours finally loosened their grip, she disappeared into books and into the soft glow of her phone, places where people seemed kinder and where no one looked at her like she was a mistake made flesh.
The lesson ended like it always did. A shoulder brushing too hard. No words and no confrontation, just absence. As if she wasn’t there at all. One by one, they left. Silence settled over the studio. The mirrors reflected an empty room, save for her. For a while, there was only the sound of her breathing. Then it broke. Lunette sank down onto the floor, her hands trembling slightly as she reached for the ribbons of her pointe shoes, loosening them with careful fingers. Her feet slipped free at last. Only then did the tears come. She pulled her knees to her chest, folding into herself as if she could disappear between her own limbs, pressing her face into the soft fabric of her pink tights. Her shoulders shook, like even her sorrow didn’t want to take up space.
The praise from earlier echoed faintly in her mind. It hadn’t helped. It never did. If anything, it only pushed her further away from everyone else. Maybe she just needed to be less. Even smaller. Quieter. Maybe then they would like her. Her chest tightened. She still wanted to make her mother proud. That part never went away, and she hated it. Hated this place. The mirrors, the silence, the way everything here seemed to sharpen the edges of her until there was nothing left but something too thin to hold. It wasn’t like home. Back then, being alone had been a choice. Here, it was something that pressed in from all sides.
Lunette squeezed her eyes shut. She wanted to run. She wanted to go back. She wanted, but she didn’t. In the end, she stayed because she always did. Pain had become something familiar. Loneliness, something she knew how to carry. Maybe she was drowning in it, but at least her mother would be proud… wouldn’t she? Was it ever worth it?


Die Zeit auf dem Internat fühlte sich die meiste Zeit wie stille Folter an. Wenngleich man Lunette nie verbal beleidigte oder körperlich anging, waren es mehr die Blicke ihrer Mitschüler, welche dieses Gefühl der Schwere in ihr auslösten. Immer wenn sie den Klassenraum betrat, fühlte sie es wie ein Gewicht auf ihrer Brust. Hier gab es keine Freunde, auch wenn sie sich am Anfang größte Mühe machte, die anderen Mädchen irgendwie zu erreichen. All die Tricks, welche sie von ihrem Bruder kannte, brachten nichts. Sie passte einfach nicht, egal wie sehr sie bog und wendete, bis sie es schließlich einfach akzeptierte. Stattdessen konzentrierte sie sich auf ihre Ausbildung zur Ballerina und versuchte im Unterricht die besten Noten zu liefern. Ihre sozialen Kontakte beschränkten sich auf ihr Handy und ihren Laptop. Wenn sie nicht gerade für die Schule lernte oder alleine in der Halle ihren Tanz perfektionierte, verbrachte Lunette ihre Zeit damit, sich in Foren mit anderen Personen ihres Alters über ihre Interessen neben dem Tanz auszutauschen. Dort fühlte sie sich nicht verurteilt. Die Menschen fanden sie interessant, wollten mehr über ihre Ausbildung erfahren, war es doch etwas sehr Elitäres, eine Ballerina werden zu wollen. Damals wusste sie es noch nicht, doch lernte sie dort neben ihrer Freundin aus Kindheitstagen eine Konstante kennen, die ihre Krallen so tief in ihr Leben bohrte, dass er nun kaum wegzudenken war. Der Junge, welcher am anderen Ende der Welt saß, nicht weit entfernt von ihrer Heimat, wurde sowas wie ihr Tagebuch. Einer der drei Menschen in ihrem Leben, die wohl jedes noch so kleinste Detail über sie wusste. Vielleicht einer der wenigen Dinge, auf welche sie sich noch wirklich freuen konnte. Und doch traute sie sich niemals vor seine Augen zu treten, aus Angst, er würde am Ende doch nur ignorieren, wie es auch die anderen taten.
Zwar legte sich die Abweisung ihrer Mitschüler mit den Jahren, in denen sie zusammen trainierten, jedoch Freunde wurden sie niemals wirklich; es reichte nur dafür, dass sie wenigstens miteinander sprachen und sich irgendwie gegenseitig für aufkommende Auftritte unterstützten. Sonderlich helfen tat es Lunette allerdings nicht. Je mehr die Mädchen alle langsam zu jungen Frauen heranwuchsen, wurden die Unsicherheiten nicht nur in ihr selbst größer, sondern auch als Kollektiv als Tänzerinnen. Perfekt, immer wunderschön, niemals zu viel, aber auch nicht zu wenig. Gesellschaftlicher Druck und der einer Ballerina gepaart schafften ein Umfeld, in welchem sich die Mädchen konstant selbst kritisierten. Die Hüfte war zu breit geworden, die Beine zu dick, die Siluette nicht schmal genug. Natürlich war Lunette unsicher, doch zu sehen, wie sich die anderen im Spiegel betrachteten, färbte langsam aber sicher auf sie ab. War sie auch zu dick? Ihre Nase vielleicht zu lang? Vielleicht sollte ihr Bauch doch weniger rund sein. Und so rutschte sie langsam aber sicher in ein Essverhalten, das besorgniserregend wurde, nur um sich abermals den anderen anzupassen. Essen wurde gemieden, solange ihr Körper es zuließ, und dann auch nur das Nötigste, sonst lebte Lunette nur von Kaffee und stillem Wasser. Wenn sie mal großzügig zu sich selbst war, aß sie vielleicht ein Eis, wenn ihre Familie zu Besuch war, stand ein Auftritt in naher Zukunft an. Solche war stets anwesend, wenn ihre einzige Tochter auf der Bühne stand, ganz egal, ob sie nur Nebenrollen tanzte.
Leider folgte ihr gestörtes Essverhalten ihr bis zurück nach Seattle, kaum hatte sie den Abschluss in Frankreich hinter sich gebracht. Ein Geheimnis, welches sie bis heute aus Scham hütet und man bis dato auch nur erahnen konnte. Mittlerweile war Lunette ein Meister darin, die Menschen um sich herum zu täuschen. Wenn sie mal mit anderen zusammen aß, schraubte sie ihren Konsum die nächsten Tage einfach zurück. Vielleicht aus Bestrafung, weniger aus Angst wirklich zuzunehmen. Es war gewohnter Alltag geworden, alles zu kontrollieren, was sie zu sich nahm, wenngleich sie niemals wirklich obsessiv Kalorien zählte. Dabei schien ihr Leben einen positiven Lauf zu nehmen. Ein angefangenes Studium, um ein weiteres Standbein zu haben, sollte ihr so etwas passieren wie ihrer Mutter, und dazu fiel es ihr nicht schwer, mit ihrem Talent an einem großen und bekannten Ballettensemble als Tänzerin angenommen zu werden und sich innerhalb der Reihen einen Namen zu machen. Sich das Essen zu verweigern war einfach ihre Art geworden, sich selbst zu verletzen, weil ihr Kopf immer noch der Meinung war, sie habe all das niemals verdient. Rational betrachtet, weiß sie, dass sie für all das hart gearbeitet hat und doch schafft es Lunette immer noch, ihren Wert in sich selbst zu erkennen. Im Spiegel sieht sie immer nur ihre Fehler.
Am Ende ist sie doch nur die, die sich verstecken muss, um akzeptiert zu werden, und jede Hauptrolle, die ihr jemals angeboten wurde, zur Verwunderung aller ablehnte. Das Rampenlicht war nicht für sie gemacht; es fühlte sich falsch an wie die Blicke ihrer Mitschüler, wie Nadeln, die sich in ihre Haut bohrten. Dennoch schaffte es eine ihrer Kolleginnen, sie dazu zu überreden, ihr Back-Up zu werden, sollte sie verhindert sein, Odette in der nächsten Aufführung von Schwanensee zu tanzen. Lunette kannte bereits die Schritte; es war nicht nur eines der Klassiker im Ballett, sondern auch das Stück, welches sie am meisten mit ihrer Mutter besuchte, als sie noch klein war. Sie hoffte nicht auf die Rolle, wäre lieber im Hintergrund geblieben, doch hatte das Schicksal eigene Pläne. Vielleicht etwas vorauszusehen, vielleicht ironisch—sie wäre am liebsten an Ort und Stelle verschwunden, kaum erreichte sie die Nachricht. Lunettes größte Chance und doch will sie lieber in ihrem Schatten verweilen, anstatt der Welt zu beweisen, dass sie es wert war, bejubelt zu werden.

PERSONALITY
Lunette is the kind of person you might miss at first glance, not because she isn’t there, but because she never tries to take up space that isn’t freely given to her. She is soft in the way morning light is soft. Gentle and careful, almost hesitant. There is a sweetness to her, something warm and genuine that settles easily around others. She smiles often, not out of habit, but because she truly wants the people around her to feel comfortable and seen. Being kind comes naturally to her. Almost too naturally.
The ballerina is cheerful, in her own way. Not loud or bright like a spark, but steady, like something that glows rather than burns. The kind of presence that doesn’t demand attention, yet makes things feel lighter simply by being there. And still, there is something fragile about her. Not really weak, but delicate, like something that has been handled too carefully for too long, and never quite learned how much it can actually withstand. Lunette has always been someone who steps back so others can step forward. She listens more than she speaks, encourages more than she asks for herself. When her friends succeed, she is the first to celebrate them, the one clapping from the sidelines, even if her own hands are trembling. She doesn’t envy the spotlight. If anything, she avoids it, preferring to exist just outside of it, where things feel safer.
Lu doesn’t really know her own worth. Compliments slide off her like they don’t belong to her. Praise feels misplaced, like it was meant for someone else entirely. It’s easier for her to believe in others than it is to believe in herself. But she is not as breakable as she seems. Over time, slowly and almost without noticing, Lunette has begun to learn where her limits lie. She still struggles to voice them, but she no longer lets everything pass through her unchecked. There are moments now, small but significant, where she pulls back, even if it feels unfamiliar on her tongue. It’s quiet growth, but it’s there.
Lunette may not see her own strength yet, but it exists in every gentle kindness she offers, in every boundary she learns to hold, and in the way she continues, even when everything in her wants to disappear.
NAMELunette Ahn
FACE CLAIMCho Miyeon
RESERVIERTYES
AGE24 y/o
JOBprofessional ballerina &' literature student
WANTEDNO

MY ANTHEM

ballerina
Ellise

FAMOUS LAST WORDS

I'm finally here!
Ich hab es leider doch erst jetzt geschafft! I'm sorry


Victoria Pérez has been summoned by the rain
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#159

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 28.03.2026 20:40
von Victoria Pérez | 284 Beiträge
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on a break ⸺ all there for my emeralds ☾
charactersong ⸺ like that by loveshy 𝄞

@vic.torious
hello there, lunette


Erst einmal: Girl, stahp! you're making me cry - Nein ehrlich. Zu lesen und dabei Zeugin davon zu werden, wie du langsam aber sicher an den Erwartungen anderer, die du in deinem Kopf nicht erfüllen konntest, zu zerbrechen hat mich echt fertig gemacht. Ich hoffe ehrlich dein Bruder schüttelt dich mal sanft, aber ordentlich durch. Like girl, you deserve the world.

Lunette... Odette... Du scheinst wirklich wie gemacht für diese Rolle zu sein. Ich bin sicher du rockst das! Ich werde natürlich auch da sein und sogar @Nicolas Hayes mitbringen, der wahrscheinlich nach den ersten zwanzig Minuten seine Aufmerksamkeit irgendwas anderem widmen wird... Nimm das nicht persönlich, er hat einfach nur die Aufmerksamkeitsspanne einer Erbse!

Anyways; beeil dich mit dem rüberkommen - ich glaube es wartet ja bereits jemand auf dich und dir folgen wird wohl (hoffentlich) auch recht bald jemand.

see you on the other side,
Vic




Nicolas Hayes is not beating the allegations
Nicolas Hayes takes that personally
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#160

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 28.03.2026 20:51
von Keigo Matsuda | 182 Beiträge
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on a break ⸺ » away until 10.05.
charactersong ⸺ » spectator by friday pilots club


APPLICATION ♥
Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
(Um auch Teil dieser umwerfenden Stadt zu werden, fülle einfach die angehangene Vorlage aus und wir sehen uns alsbald auf der anderen Seite!)

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Bitte beachte, dass diese mindestens 500 Wörter beinhalten sollte[/apply-story]
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[reserviert]YES | NO[/reserviert]
[age]YOUR AGE HERE[/age]
[job]YOUR JOB HERE[/job]
[gesuch]NO | YES OF @[/gesuch][/apply-basics][apply-music][apply-musiccover]//files.homepagemodules.de/b926360/a_100_131770fb.png[/apply-musiccover][apply-musictext][apply-musicline]MY ANTHEM[/apply-musicline][b]SONG NAME[/b]
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Willst du uns noch etwas sagen? Erwartet dich jemand? Bist du ein Plotting Character?
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#161

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 29.03.2026 10:12
von kein Name angegeben • ( Gast )
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@USERNAME
STORYLINE
TRIGGERWARNUNG: Mobbing | Bullying
In der Umkleidekabine der Schule roch es nach kaltem Metall, Schweiß und nassen Turnschuhen. Angewidert rümpfte sich seine Nase, ehe er seine Sporttasche auf die Bank platzierte. Noah zog sich langsam um. Er war zwölf. Vielleicht auch dreizehn. „Ey, Kim.“ Er reagierte nicht sofort. Tat er nie. Denn er wusste, dass dies keinen Unterschied machte, und doch hoffte er, auf wundersame Weise unsichtbar zu sein. „Juniiii!“ Das Verzerren seines Namens klang falsch in ihren Mündern. Zu laut. Zu spitz. Zu fies. Ein Junge trat näher, groß, rote Ohren, Grinsen wie eine offene Wunde. Vom Schweiß klebten seine Haare an der Stirn. „Zeig mal die Füße. Sind das diese… Eislaufdinger?“ Lachen. Kein lautes. Das Schlimme war das gedämpfte, beiläufige Tuscheln. Er wusste, dass sich dieser Junge stärker fühlte, weil er nicht allein war. Sowie Noah sich allein fühlte, weil er es war. Seine Schultern spannten sich an. Nicht wehren. Nicht reagieren. Vater hatte gesagt: Kontrolle ist alles. In jeder Lebenslage. „Warum machst du überhaupt diesen Mädchenkram?“ „Weil er für Eishockey zu tuntig ist.“ „Oder weil er lieber Röckchen trägt.“ Das Wort Juniii fiel wieder. Immer wieder. Sie benutzten es, weil sie wussten, dass es etwas in ihm traf, das er nicht erklären konnte. Noah senkte den Blick. Seine Hände zitterten kaum sichtbar. Er verspürte Angst. Auf dem Eis zitterte er nie und auf dem Eis hatte er niemals Angst. Dann geschah es. Dieser Junge stieß ihn und Noah stolperte gegen die Bank. Nichts Dramatisches. Dennoch schmerzhaft. Niemand griff ein. Allesamt lachten sie. „Sag doch was, Juniii. Wehre dich.“ Er tat es nicht. Er dachte an das Eis. An die Linie, die seine Kufen zog. An die Stille, die kam, wenn Musik einsetzte. Dann geschah es ein weiteres Mal. Ein anderer zog an ihm, heftiger, sodass er auf den Boden fiel. Dann folgte ein Tritt, so heftig, dass ihm die Luft wegblieb und die Tränen sich in seinen Augen sammelten. Als der Raum sich leerte, blieb er sitzen. Allein. Sein Name lag noch in der Luft wie etwas Schmutziges und Abartiges. Er ließ es raus. All seine Tränen, die Angst und den Schmerz. Minuten über Minuten. Bis schließlich die Tränen versiegten. Er wischte sich über das Gesicht und zog seine Schlittschuhe an und ging. Draußen war es kalt. Das Eis wartete und dort war er nicht falsch. Dort war er frei.

Claire Walker befand sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Ebenso wie es Kim Minho tat. Sie beide waren begnadete Eisläufer und auch wenn sie Kontinente zumeist trennten, so träumten Massen davon, sie eines Tages gemeinsam laufen zu sehen. Zunächst waren es flüchtige Begegnungen, innerhalb eines Trainingscamps auf internationalem Boden. Dies änderte sich jedoch, als Claire nach dem Lauf von Minho während eines internationalen Turniers ohne darüber nachzudenken ansprach, nachdem er an ihr vorbeiging. „Du läufst, als hättest du Angst, etwas zu verlieren.“ Er blieb stehen und drehte langsam den Kopf zu ihr. „Und du läufst“, erwiderte er nach einem Moment, „als würdest du hoffen, gefunden zu werden.“ Dann ging er weiter. Und irgendetwas begann. Sie trafen sich immer häufiger. Aus Flüchtigkeit wurde etwas Festes und aus etwas Festem wurde ein Bund. Emotionen trafen auf Disziplin und während die Klatschpresse ihr Eislauftraumpaar gefunden hatte, blieb der Wunsch der eiskunstfanatischen Masse eine sehr lange Zeit unerhört. Sie hatten geplant, gemeinsam als Paar auf das Eis zu gehen. Dafür trainierten sie hart, Stunden über Stunden. Doch das Schicksal nahm eine andere und einschneidende Wendung. Claire wurde schwanger und ihre Karriere pausierte. Mit der Schwangerschaft entschied sich das Paar, zu heiraten und sesshaft zu werden. Nun, vielmehr nicht mehr von Kontinent zu Kontinent zu pendeln. Während die Öffentlichkeit in Amerika sowie das Umfeld von Claire Minho mit offenen Armen empfing und amerikanische Eiskunstsportverbände eine Verpflichtung des Koreaners sehr begrüßten, war Korea gegenüber Claire eher zurückhaltend, beinahe schon missbilligend. Möglicherweise hätten sie sich eine Koreanerin an der Seite ihres Superstars gewünscht. Etwas, was für Minho kaum einen Gedanken wert war. Um seine Familie vor potenziellen Anfeindungen zu schützen, verlegte er seinen Wohnsitz in die USA. Schon kurz nach der Geburt von Noah Jun und sobald sich Claire von dieser erholt hatte, reisten sie als Familie zu dem nächsten Turnier von Minho. Ein Jahr später stand auch schon Claire wieder auf dem Eis und trainierte für ein baldiges Comeback. Eigentlich war es kaum verwunderlich, dass Noah selbst das Schlittschuhlaufen schon im Kleinkindalter erlernte. Sobald die ersten Familienfotos auf der Eisfläche während eines Trainings in den Händen der Presse landeten, war der Werdegang des Jungen schon in Stein gemeißelt. Liebevoll nannte man ihn den kleinen Eisprinzen. Etwas, was seinen Eltern gefiel. Immerhin waren sie stolze Eltern und als sie ihn fragten, ob er das Laufen in Kunstform erlernen wollen würde, stimmte Noah Jun eifrig zu. Immerhin bewunderte er seine Eltern für die Schönheit, die sie auf dem Eis besaßen. Sicherlich hätte er die Möglichkeit gehabt, andere Sportarten auszuführen. Doch Eishockey oder Football waren ihm zu ruppig und er zu sensibel, als dass er jemals erfolgreich darin sein würde. Etwas, was besonders Minho in seinem Sohn erkannte. Mit strenger und doch liebevoller Hand führte er seinen Sohn zur Disziplin hin. Denn ohne, so wusste er, würde Noah niemals auch nur im Ansatz Erfolge feiern können. Seine Mutter hingegen bot Jun eine Hinführung, welche viel empathischer und emotional intelligenter war. Beide Eltern wussten, wie viel Noah Jun schon während seiner Kindheit opfern musste, um im weiteren Verlauf erfolgreich zu werden. Während andere Kinder sich nach der Schule zum Spielen verabredeten, wusste Noah Jun nicht einmal, welche Schule er im nächsten Jahr besuchte, und legte zeitgleich seinen Fokus auf das Trainieren auf dem Eis, das Ballett- sowie Tanztraining.

Das leise Kratzen der Kufen durchschnitt die Stille. Noah war neun. Es war nicht mehr lang hin bis zu seinem zehnten Geburtstag. Mittlerweile waren seine Finger kalt, obwohl er Handschuhe trug. „Nochmal.“ Die Stimme seines Vaters hallte über die Fläche. Ruhig. Nicht laut. Das machte es für ihn schlimmer. Noah nickte kaum sichtbar und setzte sich wieder in Position. Einatmen. Ausatmen. Dann stieß er sich ab und nahm Tempo auf. Die Bewegungen saßen. Sie mussten sitzen. Der Absprung kam und für einen kurzen Moment war alles still. Dann die Landung. Ein leichtes Wackeln. Kaum sichtbar. Aber es war da. Er fing sich sofort, glitt weiter, als wäre nichts gewesen. „Stopp.“ Noah bremste und drehte sich jedoch nicht um. Schritte auf dem Eis waren zu hören. Sein Vater kam näher. Nicht hastig. Auch nicht wütend. „Was war das, Jun?“ Noah schluckte. „Zu weit rechts… beim Absprung.“ Ein kurzes Nicken war auf dem Gesicht von Minho zu erkennen. „Und?“ „Gewicht nicht gehalten.“ „Nochmal.“ Noah schloss für einen Moment die Augen. Seine Beine fühlten sich schwer an. Seine Lunge brannte leicht. „Ich kann…“ Er brach ab. Sein Vater schwieg. Kein Druck. Keine Drohung. Nur ein Blick. Und das reichte ihm. Noah drehte sich wieder aufs Eis hinaus. Einatmen. Ausatmen. Dieses Mal war der Sprung höher. Kontrollierter. Die Landung war sauber. Still. Für einen Moment sagte niemand etwas. Dann hörte er die Schritte auf dem Eis. „Gut gemacht.“ Noah spürte, wie sich etwas in seiner Brust löste, und als die große Hand durch das dichte, schwarze Haar rieb, grinste er breit.

Noah war 13 Jahre alt. Die Familie lebte für seinen Geschmack ungewöhnlich lang in einer Großstadt in Kansas. Fast zwei Jahre hielt er hier schon aus. Er war ein guter Schüler. Das musste er sein. Dies war stets eine Bedingung seiner Eltern gewesen. Ebenso galt er als fortgeschrittener Nachwuchsleistungssportler. Er gehörte zu den Besten seiner Altersklasse. Nicht nur regional, auch national wurde er bereits von Verbänden beobachtet. Auf dem Eis bewegte er sich technisch sauber und emotional stärker als seine Mitstreiter. Mittlerweile hatte sich sein Trainingspensum erhöht. 6 Tage in der Woche trainierte er und dies bis zu 25 Stunden in der Woche. Kaum verwunderlich, dass Noah keine Freundschaften pflegen konnte. Wer wollte auch mit einem Jungen befreundet sein, der lieber zum Ballett ging als auf einen Kindergeburtstag? Noah tat nicht einmal mehr so, als würde er dazugehören wollen. Sie würden ihn ohnehin auslachen. Ihn ein Mädchen nennen. Ihn schubsen. Das dazugekommene Krafttraining half ihm. Es war anstrengend, powerte ihn aus. Wahrscheinlich hätte Noah es einfacher haben können, hätte er sich seinen Eltern anvertraut. Doch dies tat er nie. Er wollte keine Last sein. Denn er sah den Stolz seiner Eltern, sobald Noah auf dem Eis stand. Ein Jahr später würde er zum ersten Mal ganz oben stehen. Und das Nicken seines Vaters würde sich nicht verändern.

Die Halle war größer als die, die er aus Kansas kannte. Heller. Offener. Fast schon freundlicher. Und doch bewegte er sich, als müsste er sich kleiner machen. Die ersten Runden fuhr er allein. Gewohnheit. Abstand halten. Nicht auffallen. Dann hörte er es. „Hey.“ Noah reagierte nicht und fühlte sich nicht angesprochen. „Ich mein dich.“ Er blieb stehen und drehte sich nur halb. Ein Junge im Eishockeytrikot, vielleicht in seinem Alter, lehnte an der Bande. Kein Grinsen. Kein Spott. „Dein Sprung…“ Eine kurze Pause folgte. „Der war echt sauber.“ Noah sagte nichts. Seine Schultern spannten sich an, als würde gleich etwas kommen. Ein Lachen. Ein Spruch. Irgendetwas. Es kam nichts. „Danke“, brachte er schließlich leise hervor. Der andere nickte nur, als wäre es das Normalste der Welt. Und genau das war es, was Noah nicht verstand.

Noah war 16 Jahre alt, als sie Kansas verließen und in Seattle ihre Zelte aufschlugen. Er war alt genug, um alles um ihn herum bewusster wahrzunehmen, und jung genug, dass es ihn tief prägte. Ein erster Schultag an einer neuen Schule war ihm nicht fremd. Diese hatte er schon zur Genüge. Dennoch stand er angespannt vor seiner neuen Klasse und sollte sich vorstellen. Zu Beginn hatte er den Blickkontakt vermieden. Den erwarteten Spott wollte er umgehen. Doch er blieb aus. Als sein Blick durch die Reihen seiner neuen Mitschüler streifte, erkannte er, dass sie ihn interessiert ansahen. Es war niemand, der ihn angriff. Keiner lachte. Und das traf ihn härter als jedes Mobbing zuvor. Hier wurde er nicht als seltsam angesehen. Keine beschimpfte ihn für die Leidenschaft, die er ausübte. Ganz im Gegenteil. Einzelne Mitschüler suchten aktiv das Gespräch. Man band ihn in Gruppenarbeiten aktiv ein.

>Lunette! Schläfst du schon?< ,gebannt starrte Noah den Bildschirm seines Rechners an und hielt Ausschau auf das Symbol, welches ihm verriet, dass sie ihm antwortete. Doch das tat sie nicht. Weder das Symbol erschien, noch erklang die ersehnte Chatnachricht. >Schade, wir haben uns wohl verpasst. =( Dabei wollte ich dir unbedingt von meinem Tag erzählen. Kannst du dir vorstellen, dass ein Klassenkamerad mich heute nach meinem Trainingsplan gefragt hat? Er würde gerne auch so muskulös werden. Ich wurde gefragt, ob ich ein Spagat kann und es nicht diese typische Frage, die man einen stellt, um sich lustig zu machen. Man wollte es wirklich wissen! Ich habe zum ersten Mal nicht allein gegessen. Das war total seltsam, aber auch wirklich schön. Schreiben wir uns morgen? Vielleicht schaffen wir es auch zu telefonieren. Ich vermisse dich. <3<

Noah war 17 Jahre alt, als er das erste Mal mit einem Sponsor in Berührung kam. Er befand sich wie so oft auf dem Eis. Das leise Kratzen seiner Kufen auf dem Eis begleiteten ihn. Der Axel war perfektioniert. Sauberer als je zuvor. Am Rand der Eisfläche konnte er jemanden entdecken, den er noch nie gesehen hatte. Ein Mann in einer schlichten Jacke, die ein kleines Logo trug: Riedell Skates. In der Hand hielt er eine Schachtel. Glänzend, schwarz, neu. „Hey, Noah Jun?“ Noah blieb stehen und nickte. „Ja?“, erkundigte er sich unsicher. „Ich bin von Riedell. Wir haben deine Auftritte auf den letzten Junioren-Wettkämpfen gesehen. Wir würden dir gern ein paar Skates zur Verfügung stellen. Sie sind maßgeschneidert. Kostenfrei.“ Seine Eltern platzten vor Stolz und für seine Mutter stand fest, dass ihr Junge endlich so weit war. Ein Jahr später hatte sie seinen ersten großen Werbedeal an Land gezogen. Edea Skates. Sein Trainingsanzug trug nun das große Symbol der berühmten Marke und Noah verdiente mit Werbeaufnahmen sein erstes Geld. Zeitgleich festigt er sich und seinen Namen bei den Junior-Grand-Prix- und Invitational-Cups. Der Übergang zum Profisportler verlief nahtlos und auch Werbeverträge wurden finanziell stärker ausgelegt. Während andere Personen in seinem Alter die Uni besuchten, konzentrierte sich Noah Jun voll und ganz auf den Leistungssport und qualifizierte sich für die US-Meisterschaften. Am Ende reichte es für die Bronzemedaille.
Die Goldmedaille sollte jedoch nicht allzu lang auf ihn warten. Im Alter von 21 Jahren gewann er diese zum ersten Mal. Seine Eltern, die ihn weiterhin trainierten und managten, platzten vor Stolz.

Die Halle war still, als die ersten Töne erklangen. Indila – Dernière Danse. Noah schloss kurz die Augen. Jeder Herzschlag schien im Rhythmus der Musik zu pulsieren. Ein Scheinwerfer spannte ihn im Lichtkegel ein und verhinderte, dass er das Publikum sah. Er dachte an Lunette. Nicht an den Vorentscheid, den er hier gerade laufen sollte. Er erinnerte sich an die vielen Nachrichten, die Nächte, in denen sie sich ausgetauscht hatten, an das Lachen hinter den Chatnachrichten, das er nie gesehen hatte. Und doch fühlte er sie so nah. So real. Heute, mehr als je zuvor, war es Lunette, die ihn leitete. Nicht sein Vater oder seine Mutter. Nicht das Publikum. Sie. Nur sie. Der erste Schritt über das Eis. Geschmeidig, wie ein Schatten, der durch die Musik gleitet. Jeder Sprung, jede Pirouette war ein Gespräch mit ihr, eine Botschaft, die er ohne Worte senden wollte. Doppelaxel. Er nahm Anlauf, die Muskeln angespannt, die Luft in seiner Lunge brannte. Der Applaus in der Halle verschwand für einen Moment. Nur die Musik, nur er. Nur sie. Und dann die Landung war sauber und kontrolliert. Schrittfolgen, Ausdruck, fließende Übergänge. Die Musik trug ihn, wie ein Gespräch zwischen zwei Personen, die sich nie gesehen hatten, aber so nah beieinander waren. Er lächelte fast unmerklich bei der Vorstellung, dass sie in diesem Moment zusah. Dass sie bei seinen Eltern in der Reihe stand. Die letzte Pirouette, das Ende. Er blieb stehen, tief atmend, das Eis unter den Kufen zitterte noch vom Rhythmus seines Laufes. Applaus brach los, doch Noah hörte ihn kaum. Für einen kurzen Moment war alles außerhalb des Eises verschwunden. Er lächelte. Seine Brust hob und senkte sich in schnellen Zügen und dann verblasste sein Lächeln. In der Reihe seiner Eltern stand keine Frau, welche Lunette ähnlich sah. Hastig sah er sich um. Da war keine Lunette. Ein stechender Schmerz in seiner Brust demonstrierte, dass sie nicht da war. Die Wertungen erschienen auf der Anzeigetafel: Gold – 92,35 Punkte. Tobender Applaus fiel. Noah sank auf die Knie, Tränen liefen ihm über die Wangen. Seine Eltern liefen aufs Eis. Minho drückte ihn fest, Claire umarmte ihn und flüsterte: „Ich wusste, dass du es schaffst.“ Doch die Frau, die ihm so nah war, fehlte…

Noah Jun, inzwischen 26 Jahre alt, gilt als eines der größten Talente im Eiskunstlauf. Vom kleinen Jungen, der sich in der Umkleidekabine allein und missverstanden fühlte, hat er sich zum internationalen Spitzensportler entwickelt. Mit eiserner Disziplin, der Unterstützung seiner Eltern und seiner inneren Leidenschaft für das Eis hat er Siege gefeiert, Medaillen gewonnen und die Herzen der Fans erobert. Die Verbindung zu Lunette, auch wenn sie sich nie persönlich getroffen haben, bleibt ein stiller Leitfaden für seine Bewegungen. Ein unsichtbarer Anker, der ihn inspiriert und zur nächsten Olympia leiten wird.

PERSONALITY
Persönlich ist Noah sensibel, reflektiert und gleichzeitig extrem zielstrebig. Er strebt nach Perfektion in seinem Sport, lässt sich aber nicht nur von äußeren Erfolgen leiten, sondern auch von inneren Impulsen und Gefühlen. Trotz seines Ruhms bleibt er bescheiden, loyal gegenüber seiner Familie und den wenigen Menschen, die ihm wirklich nahestehen. Die frühe Erfahrung mit Mobbing und der Einsamkeit, die sie mit sich brachte, hat ihn emotional verletzlich, aber auch empathisch gemacht. Noah besitzt eine außergewöhnliche mentale Stärke und Belastbarkeit, kann sich neuen Techniken schnell anpassen und ist in der Lage, seine Emotionen durch seinen Eiskunstlauf auszudrücken. Seine größten Schwächen liegen in seinem sozialen Umfeld: Freundschaften außerhalb des Sports fallen ihm schwer, und er neigt dazu, Momente im „echten Leben“ zu verpassen, weil er sich zu sehr auf Training und Karriere konzentriert. Gleichzeitig hängt er stark von der Bestätigung seiner Eltern und von Lunette ab, die in seinem Leben eine besondere emotionale Rolle spielt. Noah Jun ist nicht nur durch seine Erfolge definiert – Goldmedaillen, internationale Wettbewerbe und lukrative Sponsorenverträge –, sondern durch die Leidenschaft, mit der er das Eis betritt. Musik und Ausdruck stehen für ihn ebenso im Mittelpunkt wie technische Präzision. Hinter dem Bild des erfolgreichen Sportlers verbirgt sich ein Mensch, der mit Disziplin, Hingabe und Herz seine Träume lebt und gleichzeitig nach Verbindung, Anerkennung und Nähe strebt.
NAMENoah Jun Kim
FACE CLAIMPark Junhee
RESERVIERTYES | NO
AGE26 y/o
JOBProfi Eiskunstläufer
WANTEDNO | YES OF @

MY ANTHEM

Elastic Heart
SIA

FAMOUS LAST WORDS

Ich freue mich auf euch


Verity Jean Banks has been summoned by the rain
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#162

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 29.03.2026 10:36
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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charactersong ఇ sports car by tate mcrae

@banksilla
hello over there, noah


Irgendwie war es ja schon abzusehen, dass du auch nicht unweit bist, wenn Lunette hier schon aufgetaucht ist, oder?
Ich bin wirklich gespannt, was eure Geschichte noch so mit sich bringt! Aber lass dir auf jeden Fall gesagt sein, dass Eiskunstlauf kein „Mädchensport“ ist. Eiskunstlauf ist gerade bekannt beispielsweise durch Paarlauf und guck dir mal Ilia Malinin an.. er bricht nicht nur erstens alle Herzen, sondern er ist unfassbar talentiert und bringt richtige Gefühle aufs Eis! Also das nur mal so am Rande.. und wenn doch nochmal jemand was falsches sagen sollte, sag mir Bescheid, ich regle das. Aber komm erstmal wieder Zuhause an! ❥

dont behave too well without me.. kisses,
─ vee.






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#163

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 29.03.2026 10:42
von Verity Jean Banks | 710 Beiträge
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Du spürst den feuchten Hauch in der Luft, diesen unfassbar sanften Nebel, der beinah wie ein Willkommensgruß wirkt. Die Skyline schimmert im Dunst, irgendwie vertraut und doch immer so voller neuer Überraschungen. Und dann ist da dieser kleine Moment, der dich aufatmen lässt. Die Straßen, der Duft von Kaffee und Regen; alles fühlt sich plötzlich so richtig an. Es ist mehr als ein Besuch, oder eine Entscheidung. Nein, du gehst durch die Stadt und mit jedem Schritt weißt du immer mehr: Das hier ist es. Dein Ort. Deine Heimat.
(Um auch Teil dieser umwerfenden Stadt zu werden, fülle einfach die angehangene Vorlage aus und wir sehen uns alsbald auf der anderen Seite!)

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#164

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 08.04.2026 17:59
von Milo T. Vale
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@milovale
STORYLINE
Mit der Weitergabe des Namens seines Großvaters Theodor Vale sollten sich für Milo später einmal jegliche Türen öffnen. Als Erstgeborener so hatte man in der Familie seine Vorteile und Verpflichtungen. Ein gewisser Stand, Zugang zur besten Bildung und zu den wichtigsten Leuten wurden ihm bereits im Kindbett versprochen. Der Erbe eines der ertragreichsten Unternehmen Amerikas (Vale Industries) würde in naher Zukunft den Platz an der Seite seines Vaters Theodor Vale Jr und Großvaters Theodor Senior einnehmen. Von ihnen lernen und zu gegebener Zeit das Familienunternehmen mit derselben strengen Hand des Seniors, dem haarscharfen Verstand des Juniors führen und die grünen Zahlen ins Unermessliche steigern.

Seit Generationen wird der Familienstammbaum der Vales durch genau ein Kind abgesichert. Einen Sohn – wenn man sich die Linie genauer anschaut. Geschwister waren nicht vorgesehen. Darin sah man keinen Sinn. Warum sollte man seine Mühen auf mehr als einen Erben vergeuden, wenn man es auch einfach direkt beim Ersten richtig machen kann? Hat man einmal den perfekten Sohn … dann braucht es keinen weiteren.

Wird man als Kind in die Familie Vale hineingeboren, dann kommt man direkt mit Verpflichtungen und gewissen Maßstäben zur Welt, die es gilt zu erfüllen. Veraltete Erziehungsmethoden, die auf Gehorsam statt auf freie Entfaltung setzen. Privatschulen und Eliteuniversitäten und ein einsames, aber erfolgreiches Leben wird dir in die Wiege gelegt. Ein Leben in Ruhm und Reichtum.

Doch ist es wirklich dein Leben, wenn alle Entscheidungen vor dir bereits x-mal getroffen wurden und du nur erneut in die tiefen Fußspuren deiner Vorfahren trittst ohne sie jemals wirklich auszufüllen?



Was für ein schwieriger Beginn, oder? Aber hey – ich kann euch beruhigen: Milo schlug nicht diesen Weg ein und führt auch nicht solch ein Leben. Was natürlich nicht bedeutet, dass sein Weg ein besserer gewesen … oder sein Leben einfacher geworden ist.

Am besten starten wir bei seiner ersten Herausforderung seines Lebens. Seine Geburt: Im Schaltjahr ’92 am 29. Februar um 04:01 Uhr im Kreissaal des Dignity Health - California Hospital Medicals in Los Angeles erblickte ein strammer und munterer Wonnebrocken das Licht der Welt. Das Erste und Einzige Kind der reichen Familie Vale lag schreienden in den Armen seines Vaters (Theodor Jr) während sich seine Mutter noch immer abmühte und in die Schreie ihres Neugeborenen miteinstieg. Keine 20 Minuten später (04:18 Uhr) verstummten die schmerzerfüllten Laute und Mrs. Vale konnte sich endlich zurückfallen lassen. Die Arbeit war getan – ihr Sohn war gesund und munter und in den Armen seines Vaters. Die Hebamme legte ihr das kleine Mündel auf die Brust und lächelte sie breit an. „Ich hoffe, Sie haben sich noch einen weiteren Namen für dieses Kerlchen überlegt.“, die Frau lachte heiter ohne Wissen, dass die Vales nicht mit Zwillingen gerechnet haben und welchen Skandal das zweite Kind in der Familie nun auslösen würde.

Doch Milo – so jung und neu auf der Welt – bekam von dem Geschehen um ihn herum gar nichts mit. Die Unterschiede, die seine Eltern in der Erziehung und Behandlung zwischen seinem 17-minütigen älteren Zwillingsbruder XXX und Milo begannen jedoch bereits an diesem Tag im Krankenhaus und sollten sich auch in Zukunft nicht ändern.



Mit den staubigen und strengen Erziehungsmethoden, die an eine ältere Generation erinnern, wuchsen die Jungs in einem vornehmen Haushalt in einer Stadtvilla in LA auf. Kaum begonnen zu krabbeln und die ersten Worte zu brabbeln begann auch schon die Arbeit für die Vale-Zwillinge. Die ersten frühen Unterrichtsstunden in verschiedenen Sprachen, Musikinstrumenten und anderen Fertigkeiten, die in den Kreisen der Vales anerkannt waren. Obwohl beide Jungen dieselben Stunden und Kurse erhielten würden Außenstehende eine klare Bevorzugung bemerken. Milo überließ man meistens sich selbst. Er bekam dieselben Aufgaben gestellt und dann wand man sich seinem Bruder zu, der Erklärungen und Erläuterungen erhielt. Weder seine Eltern noch der Privatlehrer scherte sich um das erlangte Wissen von Milo. Solange XXX grandiose Ergebnisse erzielte war egal ob Milo auf der Strecke blieb oder nicht.

Der junge Vale wurde als Ersatzmann… als Reserve aufgezogen. Er wurde zuhause geduldet, doch war seither unsichtbar für die Gesellschaft. Gaben die Vales eine Feier oder besuchten ein Geschäftsessen dann präsentierten sie stolz den Erstgeborenen und er wurde nicht weiter beachtet. Man möchte meinen das dieses unterschiedliche und eklige Verhalten seiner Eltern dafür sorgte, dass die Zwillinge in einer ähnlich schlechten Beziehung zueinanderstanden. Das sie einander verfeindet waren, weil der eine die Aufmerksamkeit ihrer Eltern erhielt und im Rampenlicht stehen musste, während der andere (so könnte man denken) in Saus und Braus lebte, weil nicht penibel auf ihn geachtet wurde. Doch erstaunlicherweise verstanden die eineiigen Zwillinge sich gut miteinander und genossen die wenig unbeobachtete Zeit, die sie miteinander teilten. Obwohl sich ihre Leben besonders nach der Schulzeit deutlich voneinander unterschieden, ihre Persönlichkeiten nicht unterschiedlicher sein könnten, haben die Brüder einen starken Zusammenhalt. Wenigstens eine gute Sache, die Beide aus ihrem Elternhaus mitnehmen würden.

Die Familie Vale ist eine der einflussreichsten Familien in Seattle und das schon seit vielen Jahrzehnten. Sie stehen in der Öffentlichkeit und haben einen tadellosen Ruf zu erhalten. Doch auch ein millionenschweres Unternehmen wie Vales Industries hat seine Höhen und Tiefen. Und in den 2010er Jahren sollte dem Familienunternehmen ein finanzieller Tiefpunkt bevorstehen. Durch einige Fehlinvestitionen von Theodor Senior verloren sie viel Geld und die Familie musste Nägel mit Köpfen machen, um wieder auf die Beine zu kommen. So lag es nun an Milos & XXX Vater die Krise abzuwenden. Mit neuen Ideen, Personalentlass und einer Fusion mit einem Unternehmen aus Mexico erschuf er ein ganz neues Vale Industries und verlegte die Geschäftszentrale in den Bundesstaat Washington - nach Seattle. Manche würden sagen, dass der bevorstehende Umzug mit der gesamten Familie nur aufgrund der unangenehmen Publicity geschah… oder weil das Finanzamt nicht viel später auf der Suche nach Theodor Vale Sr war. Vielleicht verliefen auch nicht alle Vereinbarungen über den Geschäftstisch, sondern durchaus auch unter diesem und die Behörden haben es spitzgekriegt?

Wer weiß das schon… es gab auf jeden Fall genug Kontroversen um die Vale-Familie da würden zwei oder drei weitere nicht sonderlich auffallen…

Der Umzug von Los Angeles nach Seattle fand im Frühjahr 2007 statt. Der 15-jährige XXX sollte natürlich auch in der neuen Stadt Zugang zur allerbesten Bildung erhalten und so meldeten ihre Eltern XXX an einem der besten Internate in Washington an, um den Heranwachsenden zu unterstützen und von möglichen Ablenkungen fernzuhalten. Milo hingegen sollte eine herkömmliche Highschool besuchen, da man von ihm nicht viel erwartete und am Ende nur einer der Beiden in das Unternehmen einsteigen konnte. (Wir erinnern uns sicher noch an die Tradition, dass dieses ‚Privileg‘ nur an den Erstgeborenen geht) Milo sollte das ganz recht sein – er freute sich sogar endlich eine öffentliche Schule besuchen zu können, anstatt Tagein und -aus mit ein- & demselben Lehrer zu verbringen. Andere Jugendliche in seinem Alter kennenlernen, vielleicht Freunde finden, Hobbys und Interessen entdecken… genau das malte sich der Junge aus.



Dieser Traum jedoch zerplatzte leider nur wenige Wochen später. Nachdem ganzen Umzugsstress und dem Launch der generalüberholten Unternehmenspolicy hatten sich Mutter und Vater durch die liegengebliebenen Briefe und Unterlagen gearbeitet und stellten mit Erschrecken fest, dass sie scheinbar den falschen Sohn fürs Internat angemeldet hatten. Nun war es Milo, dem man dort ein Zimmer reserviert und Unterrichtsmaterialen bereitgestellt hatte. Dem man einen individuellen Unterrichtsplan angepasst an die Wünsche der Eltern und seinen Interessen erstellt hatte. Trotz unzähliger Telefonate, Bestechungsgeld und (vermutlich) leeren Drohungen war bei dem Direktor kein Durchkommen. Auch die Nachfrage auf einen weiteren Platz für XXX wurde abgelehnt, da es sich um eine exklusive Schule handelte stand nur eine Handvoll von freien Plätzen pro Schuljahr zur Verfügung. Nicht viel später wurde Milo unterstellt er hätte absichtlich die Bewerbungen aus Neid vertauscht, um seinen Bruder zu schaden. Wie schon seit Geburt an nahm Milo sein Schicksal einfach an, bezog sein Zimmer und stellte bald darauf fest, dass ein Internat durchaus seine Vorteile haben konnte.

Er war allein. Weit genug weg von seinen Erziehungsberechtigen, um sich endlich frei zu entfalten. Sicher musste er die öden und mehr als trockenen Unterrichtsstunden über sich ergehen lassen, aber ansonsten konnte er sich nicht beklagen. Zu Beginn bereitete es ihm noch Schwierigkeiten aber nach einigen Gruppenarbeiten begann er Freundschaften mit seinen Klassenkameraden und Zimmernachbarn zu schließen. Milo lernte durch diese Bekanntschaften viele neue Aktivitäten kennen und stellte fest, dass Sport ein gefundener Ausgleich für ihn sein konnte. Besonders das Schwimmen und Klettern gelang ihm fast auf Anhieb so gut, dass man ihn für das eigene Schwimmteam haben wollte und durch die regelmäßigen Wettkämpfe auch den nötigen Ehrgeiz aufbrachte, um Trophäen und Medaillen für seine Schule und sich selbst zu gewinnen.

Durch die sportlichen Aktivitäten lernte er viele Jungen kennen, die er damals zu seinen besten Freunden zählte und für einige Eskapaden und Blackouts in Milos Leben verantwortlich sind. (Psst! Seine Eltern wissen davon bis heute nichts) Mit ihnen besuchte er die erste heimliche Campusparty, kaufte sein erstes Bier und betrat den ersten Club – mit (schlecht) gefälschten Ausweisen versteht sich. Der Teenager fühlte sich das erste Mal so richtig frei in seinem Leben. Als würde er genau dahingehören, als könnte nichts passieren. Aber wie es nun mal mit Heranwachsenden ist, testen sie gerne ihre Grenzen und gehen über diese hinaus.

So auch in Milos Fall.



Sie hatten erst gestern ihre Prüfungen abgegeben, das musste gefeiert werden. Einer aus der Gruppe hatte erst vor kurzen seinen Führerschein gemacht und hatte vorgeschlagen das Wochenende außerhalb des Internats zu verbringen. Die Jugendlichen packten die nötigen Sachen, mieteten sich in ein Airbnb fürs Wochenende und zogen ein paar Stunden später durch die Clubs und Pubs der nächstgelegenen Stadt. Umso später der Abend wurde, umso weiter stieg der Alkoholpegel und umso leichter waren die Jungen für eine dumme Idee nach der anderen zu begeistern. Zum Beispiel zu einem geheimen Treffpunkt Downtown zu fahren, um gegen ein paar Loser ein Rennen zu fahren. Tzz, was gibt es bitte Einfacheres? Wer würde diese Herausforderung nicht annehmen? Vor allem wenn diese Loser 300$ boten… als würde man einem Baby einen Lolli stehlen – so stellte es sich Milo das jedenfalls vor. Er besaß zwar keinen Führerschein, doch hatte er mit seinen Kumpels schon die eine oder andere Runde gedreht und war sich sicher, dass es genauso auch jetzt werden würde.



Mit seinem Kumpel, dem der Wagen gehörte, auf dem Beifahrersitz stießen sie nochmal mit ihrem Bier an, ehe sich Milo bereitmachte, dieses Kindergarten-Rennen zu gewinnen und die 300$ in der nächsten Bar auf dem Kopf zu stellen.



Ihr ahnt sicher was nun passiert…

Milo gewann das Rennen gegen diese Clowns nicht. Er kam nicht mal in die Nähe des Zieles, denn bereits auf halber Strecke verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und verwechselte vermutlich in seinem benommenen Zustand das Gaspedal mit der Bremse und krachte bei höchster Beschleunigung gegen eine Leitplanke. Milo hatte Glück, der Sicherheitsgurt und Airbag retteten ihn das Leben… sein Freund allerdings hatte weniger Glück. Er hatte auf den Gurt verzichtet und wurde durch die Windschutzscheibe hindurch aus dem Auto gerissen. Angetrieben durch Adrenalin und die Betäubung der Schmerzen dank des Alkohols schaffte es Milo selbst den Notruf abzusetzen und einige Erste-Hilfe-Maßnahmen an seinem Freund durchzuführen und rettete diesem vermutlich somit das Leben.



Die Vales trafen im Krankenhaus ein, nachdem Milo seine Polizeiaussage gemacht hat. Mittlerweile wieder nüchtern und bei Bewusstsein nahm er die Schuld auf sich und erklärte den Beamten was passiert war. Schnell wurde er allerdings unterbrochen von seinem Vater, der die Polizisten wegschickte und von seinem Anwalt sprach. Er belehrte Milo kein Sterbenswörtchen über diesen Unfall mehr zu verlieren und versprach ihm, dass er sich darum kümmern würde. Was genau das heißen würde wusste Milo nicht, doch er war zu schwach und zu angeschlagen als das er genauer nachfragte. Er konnte von Glück sprechen, dass er nur ein paar gebrochene Rippen, Prellungen, Blutergüsse und eine Platzwunde aufwies. Wie er am nächsten Tag seines Krankenhausaufenthalts erfuhr, hatte es seinen Freund deutlich schlimmer getroffen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen habe man ihn in ein künstliches Koma versetzt. Man vermutete, dass wenn er aufwachen sollte, dann hätte er mit erheblichen Einschränkungen zu kämpfen. Das Rückenmark sei durch den Aufprall gegen die Leitplanke wohl teilweise durchtrennt oder gequetscht wurden und man rechnete mit einer Querschnittslähmung. Und Milo war dafür verantwortlich.

Nur würde das nie jemand außer die Vales und der komatöse Freund wissen. Dafür hatte Milos Vater nur Wochen später gesorgt. Mit genügend Geld konnte man jede Träne trocknen und Klage abwenden. Milos restlicher Freundeskreis konnte sich nur bruchstückartig an den schicksalshaften Abend erinnern, was besser so war… so musste Milo auf Geheiß seines Vaters ihnen nur ein paar wichtige Details vorenthalten oder ein bisschen biegen. Offiziell hieß es nun, dass Milo der Beifahrer gewesen war und förmlich mitgeschleppt wurde, während er versucht habe seinem Freund diese bescheuerte Idee auszureden… für die Leute klang es plausibel genug und schon bald interessierte sich keiner mehr für diesen traumatischen Abend. Sie machten weiter wie bisher.

Nur Milo konnte das nicht. Er kannte die Wahrheit und sie lastete schwer auf ihm. Er war bereit gewesen, die Schuld auf sich zu nehmen und für seine Tat zu büßen… er fand es unverständlich wie käuflich die Leute doch waren und fragte sich wie viele solcher Taten so unter den Teppich gekehrt wurden.

Dieses einschneidende Erlebnis sorgte dafür, dass Milo sich mit den Konsequenzen des Lebens befasste und es war fast so als hätte es ihm die Augen geöffnet. Überall – wohin er auch sah – erkannte er Verbrechen und stellte Nachforschungen an. In ihm wuchs ein Gerechtigkeitssinn heran, den er gepaart mit seinem Gewissen und Schuldeingeständnis für das Gute nutzen wollte. Während die Aufmerksamkeit seiner Eltern in den verbliebenen Monaten des Schuljahres wieder vollkommen auf seinen Bruder gerichtet wurde, konnte er sich mit der Einschreibung an eine Universität für den Studiengang Kriminologie beschäftigen. Er wollte Polizist werden und all die illegalen Geschäfte dem Erdboden gleich machen! Vater und Mutter Vale waren nicht begeistert, wie man sich vorstellen kann, doch schienen Bestätigung darin gefunden zu haben, dass sie all die Jahre ihre Mühen und Hoffnungen auf den ‚richtigen‘ Sohn gesetzt haben.

2026; Milo hat erfolgreich sein Studium nach abschließen können und wurde kurz darauf in der Police Academy von Seattle aufgenommen. Von dort an hat er sich hochgearbeitet zum Police Officer und fährt seine täglichen Streifen zusammen mit einem Partner. Seit er mit 19 diesen Unfall hatte, rührt er keinen Tropfen Alkohol mehr an. In seiner Freizeit geht er immer noch viel Schwimmen und Klettern. Oder besucht das städtische Krankenhaus und hängt dort mit seinem querschnittsgelähmten Freund ab, für den er sich nach wie vor verantwortlich fühlt. Zu seinen Eltern hat er keinen Kontakt mehr, obwohl sie in derselben Stadt leben. Er hat noch regelmäßigen Kontakt zu seinem Zwillingsbruder.

PERSONALITY
Milo ist kein Mann der großen Worte oder des Rampenlichts; stattdessen beobachtet er aufmerksam, hört zu und erkennt oft Dinge, die anderen entgehen. Seine zurückhaltende Art lässt ihn distanziert wirken, doch in Wahrheit verbirgt sich dahinter ein tief einfühlsamer und loyaler Charakter, der besonders für jene einsteht, die übersehen oder unterschätzt werden.

Ein prägendes Erlebnis in seiner Jugend weckte in ihm einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Seitdem verfolgt Milo seine Ziele mit Disziplin und Entschlossenheit, insbesondere in seiner Laufbahn bei der Polizei. Gleichzeitig wird er von starken Schuldgefühlen begleitet, die ihn dazu treiben, Verantwortung zu übernehmen – oft mehr, als ihm guttut. Er neigt dazu, sich selbst zurückzustellen und seine Emotionen für sich zu behalten.

Sein Verhältnis zu Autoritäten ist angespannt; zu tief sitzt das Misstrauen gegenüber Macht und Einfluss, die er aus seiner eigenen Familie kennt. Innerlich hin- und hergerissen zwischen seiner Herkunft und seinem moralischen Kompass, versucht Milo, seinen eigenen Weg zu gehen – einen, der nicht von Geld oder Ansehen bestimmt wird, sondern von dem Wunsch, das Richtige zu tun. Dabei zeigt sich auch eine gewisse Kontrollbedürftigkeit: Fehler sind für ihn keine Option mehr, aus Angst, erneut jemanden zu verletzen.



Trotz allem ist Milo widerstandsfähig. Die Erfahrungen seines Lebens haben ihn nicht gebrochen, sondern geformt. Er ist loyal bis zur Selbstaufgabe, handelt oft im Stillen und stellt sich schützend vor andere – auch wenn ihn das selbst etwas kostet. Während er früher dazu neigte, Risiken einzugehen und Grenzen auszutesten, ist er heute vorsichtiger geworden, fast schon überlegt in jedem Schritt. Doch genau dieser Zwiespalt macht ihn zu dem, der er heute ist: ein Mann, der nicht perfekt ist, aber unbeirrbar versucht, besser zu sein.
NAMEMilo Theodor Vale
FACE CLAIMRobert Pattinson
RESERVIERTYES, die Frist ist aber gestern ausgelaufen.
AGE34
JOBPolice Officer
WANTEDNO

MY ANTHEM

Out of Control
She wants Revenge

FAMOUS LAST WORDS

Eventuell werde ich erwartet oder andersrum, die liebe Aria befindet sich noch im Character Spotlight und kommt zukünftig auch dazu.


Keigo Matsuda has been summoned by the rain
Verity Jean Banks is looking (dis)respectfully
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#165

RE: SEATTLE CHECK-IN

in APPLICATION 08.04.2026 18:41
von Keigo Matsuda | 182 Beiträge
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on a break ⸺ » away until 10.05.
charactersong ⸺ » spectator by friday pilots club

@keiotic.mats
WHAT'S UP MILO?!
Weißt du, irgendwie sehe ich mich ein bisschen in deinem Werdegang, nur dass ich noch nie betrunken gefahren bin... oder jemals betrunken war... oder auf die Idee kam, an einem Rennen mitzuwirken... oder betrunken an einem Rennen mitzuwirken... ehhh, vergess was ich gesagt hab! Ich muss aber dennoch sagen, dass es irgendwie sehr edel von dir ist, trotz der Tatsache, dass man den wahren Hergang dieses Vorfalles vertuscht hat, es sehr stark ist, dass du daraus wenigstens gelernt und Verantwortung übernehmen willst. Sehe ich selten bei so Elitefamilien, weil wieso menschlich korrekt sein, wenn man sich alles erkaufen kann?
Aber wenigstens hast du dein Herz am richtigen Fleck! Hoffe, das bleibt so, wäre sonst sehr tragisch, wenn nicht. Aria wird das sonst sicher auch weniger feiern, jetzt, wo du endlich hier erschienen bist. Zerrst du sie dann auch mit rein? Ich muss sie nämlich fragen, wie so ihre Schwertkampfskills sind, vielleicht werten ihre Moves meinen Plan für ein Demon Slayer Cosplay auf!
Anyway, genug von mir! Ab mit dir auf die andere Seite, Sir Officer Vale! Die Stadt wartet

see ya on the flip side,
⸺ Keigo




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